Gyeongbokgung-Palast
Der Gyeongbokgung-Palast ist der Hauptkoenigspalast der Joseon-Dynastie, erbaut 1395. Im Zentrum von Seoul gelegen, vor dem Berg Bugaksan. Der Name bedeutet "Palast des strahlenden Gluecks." Eine lebendige Lektion in koreanischer Geschichte und Architektur.
Geschichte des Palastes
Drei Jahre nach Gruendung der Joseon-Dynastie erbaut. Urspruenglich ueber 500 Gebaeude. 1592 von japanischen Truppen niedergebrannt, lag 270 Jahre in Truemmern. Wiederaufbau begann 1867. Viel zerstoert waehrend japanischer Besatzung (1910-1945). Bis 1945 blieben nur 40 Gebaeude. Restaurierung seit 1990.
Architektur
Der Grundriss spiegelt konfuzianische Prinzipien und koreanische Kosmologie. Der Palast ist streng nord-suedlich ausgerichtet, Berg Bugaksan schuetzt von Norden. Das Haupttor Gwanghwamun zeigt nach Sueden, symbolisiert Offenheit des Herrschers zum Volk.
Hauptattraktionen
Geunjeongjeon — Thronsaal
Das Herz des Palastes, Koreas groesstes Holzgebaeude. Steht auf zweistufiger Steinplattform. Innen: rot lackierte Saeulen, bemalte Decke mit Drachen, vergoldeter Thron unter Baldachin. Steinmarkierungen im Hof sind Rangmarkierungen fuer Beamte.
Gyeonghoeru — Pavillon auf dem Wasser
48 Granitsaeulen inmitten eines kuenstlichen Teichs. Ort koeniglicher Bankette fuer auslaendische Botschafter. Die Spiegelung schafft perfekte Symmetrie. Beste Fotozeit: fruehmorgens oder Sonnenuntergang.
Hyangwonjeong
Sechseckiger Pavillon auf einer Insel im noerdlichen Teil. Meditationsort der koeniglichen Familie. Besondere Atmosphaere des Friedens.
Wachabloesung
Zeremonie am Gwanghwamun-Tor um 10:00 und 14:00. Wachen in historischen Kostuemen des 15. Jahrhunderts fuehren Formationen zu Trommelschlaegen aus. Fotos mit Wachen nach der Zeremonie moeglich.
Was in der Naehe zu sehen
Hinter der Ostmauer liegt Bukchon Hanok Village mit traditionellen Haeusern. Suedlich die Sejong-Allee mit Denkmal des Hangul-Schoepfers. Oestlich Insadong fuer Antiquitaetenliebhaber. Auch empfohlen: Changdeokgung-Palast mit Geheimem Garten (UNESCO) und Jogyesa-Tempel.
Praktische Tipps
Geoeffnet 9:00-18:00 (im Winter bis 17:00), dienstags geschlossen. Beste Zeit: spaeter Fruehling oder Herbst. Freier Eintritt im Hanbok (traditionelle Tracht). Hanbok-Verleih: 15.000-30.000 Won. 2-3 Stunden einplanen. Kostenloses Nationales Volkskundemuseum auf dem Gelaende.
Atmosphaere
Morgens herrscht meditative Stille; man kann geschnitzte Drachen an Rinnen und Haetae an Toren betrachten. Mittags schaffen Gaeste in Hanbok lebendige Geschichtsatmosphaere. Bei Sonnenuntergang werden Ziegeldaecher golden. Ein Fenster in Koreas Seele.