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Mauritius Reiseführer: Dein ultimativer Guide für die Trauminsel im Indischen Ozean
Mauritius - allein der Name weckt Bilder von türkisblauem Wasser, puderzuckerweissen Stränden und wiegenden Palmen. Aber diese kleine Insel im Indischen Ozean, etwa 2000 Kilometer östlich von Madagaskar gelegen, hat so viel mehr zu bieten als nur Postkartenmotive. Hier findest du alles, was du für deine Reise wissen musst - von einem erfahrenen Reisenden, der die Insel in- und auswendig kennt.
Warum nach Mauritius reisen?
Lass mich ehrlich sein: Es gibt hunderte tropische Inseln auf dieser Welt. Warum also ausgerechnet Mauritius? Diese Frage höre ich oft, und ich kann sie mit voller Überzeugung beantworten. Mauritius ist keine gewöhnliche Tropeninsel - es ist ein Mikrokosmos, der auf nur 2040 Quadratkilometern eine unglaubliche Vielfalt vereint.
Der erste und offensichtlichste Grund sind natürlich die Strände. Aber nicht irgendwelche Strände. Die Küste von Mauritius ist von einem fast durchgehenden Korallenriff umgeben, das die Lagunen vor den Wellen des offenen Ozeans schützt. Das Ergebnis sind ruhige, türkisfarbene Lagunen mit kristallklarem Wasser, in denen du stundenlang schwimmen kannst, ohne gegen Strömungen ankämpfen zu müssen. Der Strand von Flic-en-Flac im Westen ist dafür ein perfektes Beispiel - hier kannst du bei Sonnenuntergang im warmen Wasser stehen und zusehen, wie der Himmel in allen Rot- und Orangetönen explodiert.
Aber Mauritius ist weit mehr als nur Strand. Das Inselinnere überrascht mit einer dramatischen Berglandschaft, die an nichts erinnert, was du von anderen tropischen Inseln kennst. Der Le Morne Brabant im Südwesten, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ragt 556 Meter aus dem Meer empor und bietet nicht nur spektakuläre Wanderungen, sondern trägt auch eine bewegende Geschichte in sich. Hier suchten im 19. Jahrhundert entflohene Sklaven Zuflucht, und der Berg ist heute ein Symbol für den Widerstand gegen die Sklaverei.
Was Mauritius wirklich einzigartig macht, ist die kulturelle Vielfalt. Die Bevölkerung von knapp 1,3 Millionen Menschen setzt sich aus Nachfahren von Indern, Afrikanern, Chinesen und Europäern zusammen. Diese Mischung hat eine faszinierende Kultur geschaffen, die sich in der Architektur, der Küche und den Festen widerspiegelt. In Port Louis, der Hauptstadt, kannst du morgens einen Hindu-Tempel besuchen, mittags in Chinatown dim sum essen und nachmittags durch französische Kolonialarchitektur schlendern. Diese kulturelle Vielfalt ist kein touristisches Konstrukt, sondern gelebte Realität.
Die mauritische Küche verdient besondere Erwähnung. Sie ist eine der aufregendsten Fusionsküchen der Welt, geformt von indischen, kreolischen, chinesischen und französischen Einflüssen. Auf dem Zentralmarkt in Port Louis kannst du diese Vielfalt an einem einzigen Ort erleben - von scharfen Samosas über kreolische Curries bis hin zu französischen Patisserien.
Für Wassersportler ist Mauritius ein Paradies. Die konstanten Passatwinde machen die Insel zu einem der besten Kitesurfspots der Welt. Die Tauchplätze gehören zu den vielfältigsten im Indischen Ozean, mit allem von Korallenwänden über Wracks bis hin zu Begegnungen mit Delfinen und manchmal sogar Walhaien. Und das Beste: Die Wassertemperatur fällt selten unter 23 Grad, selbst im mauritischen Winter.
Was mich persönlich immer wieder nach Mauritius zieht, ist die Atmosphäre. Die Mauritier - liebevoll auch 'Morisien' genannt - sind unglaublich freundlich und gastfreundlich, ohne aufdringlich zu sein. Es gibt keinen aggressiven Tourismus hier, keine Schlepper, die dich in Geschäfte zerren wollen. Stattdessen triffst du auf echte Herzlichkeit, auf Menschen, die stolz auf ihre Insel sind und diese Freude gerne teilen.
Die Infrastruktur ist hervorragend. Anders als auf manchen anderen tropischen Inseln funktioniert auf Mauritius alles. Die Straßen sind gut, das Trinkwasser ist sicher, die medizinische Versorgung ist auf hohem Niveau, und fast überall wird zumindest etwas Englisch oder Französisch gesprochen. Für uns Deutsche, Österreicher und Schweizer, die an eine gewisse Ordnung gewöhnt sind, ist das ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.
Und dann ist da noch die Zeitverschiebung - oder vielmehr das Fehlen einer dramatischen. Im deutschen Sommer beträgt der Unterschied nur zwei Stunden, im Winter drei bis vier Stunden. Das bedeutet: kaum Jetlag. Du landest, fährst zum Hotel, und am nächsten Morgen bist du bereit, die Insel zu erkunden, statt tagelang gegen die Müdigkeit anzukämpfen.
Natürlich ist Mauritius kein Budget-Reiseziel. Die Flugpreise sind höher als in andere tropische Destinationen, und die Unterkünfte, besonders die Luxusresorts, haben ihren Preis. Aber es gibt auch erschwingliche Optionen - Guesthouses, Apartments und lokale Hotels, die einen authentischen Aufenthalt zu vernünftigen Preisen ermöglichen. Und wenn du es richtig anstellst, bekommst du hier mehr für dein Geld als an manchen 'günstigen' Zielen, wo versteckte Kosten lauern.
Regionen von Mauritius
Mauritius mag klein sein - du kannst die Insel theoretisch in zwei Stunden umrunden - aber jede Region hat ihren eigenen Charakter. Um das Beste aus deiner Reise herauszuholen, solltest du die Unterschiede kennen und deine Unterkunft entsprechend wählen.
Der Norden - Lebhaft und touristisch
Der Norden rund um Grand Baie ist das touristische Herz von Mauritius. Hier findest du die meisten Hotels, Restaurants, Bars und Nachtclubs. Grand Baie selbst war einmal ein Fischerdorf und hat sich in den letzten Jahrzehnten zur Partyhauptstadt der Insel entwickelt. Die Hauptstraße ist gesäumt von Geschäften, Cafés und Tauchschulen.
Die Strände im Norden gehören zu den schönsten der Insel. Mont Choisy bietet einen langen, flachen Sandstrand, der perfekt für Familien ist. Trou aux Biches hat kristallklares Wasser und hervorragende Schnorchelbedingungen direkt vom Strand aus. Pereybere ist kleiner und intimer, mit einer entspannten Atmosphäre und guten Restaurants in Gehweite.
Der große Vorteil des Nordens ist die Infrastruktur. Hier findest du alles, was du brauchst - Supermärkte, Apotheken, Geldautomaten, Arztpraxen. Die Busverbindungen nach Port Louis und in andere Teile der Insel sind gut. Wenn du zum ersten Mal nach Mauritius reist und eine gute Mischung aus Strand, Aktivitäten und Nachtleben suchst, ist der Norden eine sichere Wahl.
Der Nachteil: Es kann touristisch wirken, besonders in der Hochsaison. Die Preise in den Restaurants und Geschäften von Grand Baie sind oft höher als anderswo. Und wer absolute Ruhe sucht, ist hier falsch.
Mein Tipp: Statt direkt in Grand Baie zu übernachten, schau dir die kleinen Orte drumherum an - Pointe aux Canonniers, Cap Malheureux oder Calodyne. Du bist immer noch nah am Geschehen, aber in einer ruhigeren Umgebung.
Der Westen - Sonnenuntergänge und Entspannung
Die Westküste ist meine persönliche Lieblingsregion. Hier regnet es am wenigsten auf der ganzen Insel, die Sonnenuntergänge sind legendär, und die Atmosphäre ist entspannter als im Norden.
Flic-en-Flac ist der Hauptort der Region - ein langer Sandstrand mit einer gut entwickelten, aber nicht überlaufenen Infrastruktur. Der Strand selbst ist spektakulär, besonders bei Sonnenuntergang. Im Gegensatz zum Norden ist die Lagune hier tiefer, was Flic-en-Flac zu einem beliebten Spot für Taucher macht. Einige der besten Tauchplätze der Insel, darunter das berühmte Wrack der 'Kei Sei 113', liegen vor dieser Küste.
Südlich von Flic-en-Flac liegt Tamarin, einst ein verschlafenes Fischerdorf, das sich zur Hochburg der Surfer und Kitesurfer entwickelt hat. Die Wellen hier sind konsistenter als anderswo auf der Insel, und im Winter kannst du mit etwas Glück Delfine in der Bucht beobachten. Tamarin hat eine künstlerisch-alternative Atmosphäre, mit kleinen Galerien, Yogastudios und gesunden Cafés.
Weiter südlich beginnt die Region um Black River, das Tor zum größten Nationalpark der Insel. Hier findest du weniger touristische Infrastruktur, dafür mehr Natur und Ruhe. Die Salzpfannen von Tamarin, wo noch heute auf traditionelle Weise Meersalz gewonnen wird, sind einen Besuch wert.
Der Westen ist ideal für Reisende, die Strand und Natur kombinieren wollen, ohne auf Komfort zu verzichten. Die Nähe zum Black River Gorges Nationalpark macht Tagesausflüge ins grüne Herz der Insel einfach.
Der Südwesten - Wild und spektakulär
Der Südwesten ist die dramatischste Region von Mauritius. Hier erhebt sich der Le Morne Brabant, einer der beeindruckendsten Berge des Indischen Ozeans. Die Halbinsel, auf der er steht, bietet einige der exklusivsten Resorts der Insel, aber auch öffentliche Strände, die zu den schönsten des Landes gehören.
Le Morne ist das Zentrum des Kitesurfens auf Mauritius. Die flache Lagune vor dem Berg bietet perfekte Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Die Passatwinde wehen hier zuverlässig von Juni bis November, und zahlreiche Schulen bieten Kurse an.
Nördlich von Le Morne liegt das Dorf Chamarel, berühmt für die Siebenfarbige Erde - eine geologische Kuriosität, bei der vulkanische Asche verschiedenfarbige Schichten gebildet hat. Auch wenn das Phänomen kleiner ist, als die Fotos vermuten lassen, ist es in Kombination mit dem Chamarel-Wasserfall und einer Rumverkostung ein lohnenswerter Tagesausflug.
Die Südwestküste ist rauer als der Rest der Insel. Die Wellen des offenen Ozeans treffen hier mit mehr Wucht auf die Küste, und an manchen Stellen ist das Schwimmen gefährlich. Aber genau das macht den Reiz aus - hier fühlt sich Mauritius noch wild und ungezähmt an.
Der Süden - Authentisch und unberührt
Der Süden ist der am wenigsten touristische Teil von Mauritius. Die Landschaft ist dramatischer, die Küste wilder, und die Orte haben sich ihre Authentizität bewahrt. Wenn du das 'echte' Mauritius erleben willst, abseits der Resorts und Touristenpfade, bist du hier richtig.
Die Region um Souillac und Riambel bietet einige der spektakulärsten Klippen der Insel. Der Gris Gris Beach, mit seinen donnernden Wellen und der wilden Küste, ist ein krasser Kontrast zu den sanften Lagunen im Norden. Baden kannst du hier nicht, aber die Atmosphäre ist einzigartig.
Blue Bay, nahe des Flughafens, ist eine Ausnahme - hier findest du eine geschützte Lagune mit einem Marine Park, der hervorragende Schnorchelbedingungen bietet. Das Wasser ist hier so klar und türkis, dass es fast unwirklich erscheint.
Der Süden eignet sich gut für Reisende, die Ruhe suchen und gerne mit dem Auto erkunden. Die Unterkünfte sind oft günstiger als im Norden und Westen, und du bekommst einen authentischeren Eindruck vom Leben auf der Insel.
Der Osten - Luxusresorts und Inselhopping
Die Ostküste ist das Reich der Luxusresorts. Hier reiht sich ein Fünf-Sterne-Hotel ans nächste, und die Strände - allen voran Belle Mare und Trou d'Eau Douce - gehören zu den weitläufigsten der Insel.
Der große Star der Region ist Ile aux Cerfs, eine kleine Insel vor der Küste, die mit dem Boot in wenigen Minuten erreichbar ist. Die Insel ist ein Tagesausflugsziel für viele Mauritius-Besucher, mit Stränden, die zu den schönsten des Indischen Ozeans gehören. Ja, es kann voll werden, besonders wenn die Ausflugsboote anlegen, aber es gibt genügend Platz, um ein ruhiges Fleckchen zu finden.
Die Ostküste bekommt mehr Regen als der Westen, und der Wind kann stärker sein. Im mauritischen Winter (Juni bis September) kann es hier etwas frisch werden. Dafür ist die Vegetation üppiger, und die Sonnenaufgänge über dem Meer sind spektakulär.
Wenn du einen Luxusurlaub planst und nicht zu viel unterwegs sein willst, ist der Osten eine gute Wahl. Die Resorts bieten alles, was du brauchst, und die Nähe zu Ile aux Cerfs ist ein Bonus.
Das Zentrum - Berge und Geschichte
Das Inselinnere wird oft übersehen, dabei bietet es einige der beeindruckendsten Erlebnisse. Die Zentralebene um Curepipe liegt auf etwa 500 Metern Höhe und ist merklich kühler als die Küste - ein willkommener Kontrast nach Tagen am heißen Strand.
Der Black River Gorges Nationalpark nimmt einen großen Teil des Zentrums ein. Mit über 6500 Hektar ist er das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet der Insel und beherbergt einige der letzten einheimischen Wälder von Mauritius. Hier kannst du wandern, seltene Vögel beobachten - darunter den mauritischen Rosa-Taube, die fast ausgestorben war - und spektakuläre Ausblicke genießen.
Grand Bassin, ein heiliger See in einem erloschenen Vulkankrater, ist eines der wichtigsten Hindu-Heiligtümer außerhalb Indiens. Die riesige Shiva-Statue, die am Eingang wacht, ist schon von weitem sichtbar. Während des Maha Shivaratri Festivals im Februar oder März pilgern Hunderttausende hierher - ein unvergessliches Erlebnis, wenn du zur richtigen Zeit da bist.
Die Städte des Zentralplateaus - Curepipe, Quatre Bornes, Rose Hill - sind keine Touristenziele, aber sie bieten einen Einblick in das alltägliche mauritische Leben. Die Märkte hier sind authentischer und günstiger als an der Küste.
Port Louis - Die lebendige Hauptstadt
Port Louis ist das schlagende Herz von Mauritius. Die Hauptstadt mit ihren rund 150.000 Einwohnern ist laut, chaotisch und faszinierend. Hier treffen alle Kulturen der Insel aufeinander, und die Straßen sind ein Kaleidoskop aus Farben, Gerüchen und Geräuschen.
Der Zentralmarkt ist ein Muss für jeden Besucher. In den verwinkelten Gängen findest du alles - von frischem Obst und Gemüse über Gewürze und Textilien bis hin zu Souvenirs und Street Food. Komm morgens, wenn der Markt am lebendigsten ist, und plane mindestens zwei Stunden ein.
Die Waterfront, das moderne Geschäfts- und Unterhaltungsviertel am Hafen, bietet einen krassen Kontrast zum chaotischen Marktviertel. Hier findest du Restaurants, Kinos, Casinos und Einkaufszentren mit Klimaanlage - eine willkommene Abkühlung an heißen Tagen.
Chinatown, gleich hinter dem Markt, ist ein kleines, aber authentisches Viertel mit Tempeln, Apotheken für traditionelle chinesische Medizin und den besten dim sum der Insel. Der Aapravasi Ghat, ein UNESCO-Weltkulturerbe, erinnert an die Geschichte der indischen Vertragsarbeiter, die nach Abschaffung der Sklaverei nach Mauritius kamen.
Port Louis ist kein Ort zum Übernachten - die Hotels sind geschäftsorientiert und die Atmosphäre nach Feierabend eher trist. Aber ein Tagesausflug gehört definitiv auf jede Mauritius-Reiseroute.
Inseln von Mauritius
Mauritius ist nicht nur die Hauptinsel. Rund um die Küste liegen zahlreiche kleine Inseln, von denen viele als Tagesausflugsziele oder sogar für Übernachtungen zugänglich sind. Jede hat ihren eigenen Charakter.
Ile aux Cerfs - Die Postkarten-Insel
Ile aux Cerfs ist das, wovon du träumst, wenn du an eine tropische Insel denkst. Türkisblaues Wasser, weißer Sand, Palmen - die Realität übertrifft hier tatsächlich die Fotos. Die Insel liegt vor der Ostküste und ist mit dem Boot in etwa 15 Minuten von Trou d'Eau Douce aus erreichbar.
Die Insel bietet verschiedene Strände, einen Golfplatz, Restaurants und zahlreiche Wassersportmöglichkeiten. Du kannst parasailen, Jetski fahren, kayaken oder einfach im kristallklaren Wasser schwimmen. Schnorcheln ist ebenfalls möglich, auch wenn die Unterwasserwelt hier nicht so spektakulär ist wie an anderen Stellen.
Der Nachteil: Ile aux Cerfs kann voll werden, besonders zur Mittagszeit, wenn die organisierten Touren ankommen. Mein Tipp ist, früh zu kommen (die ersten Boote fahren um 9 Uhr) oder spät zu bleiben (die letzten fahren um 17 Uhr zurück). In der Nebensaison hast du die Insel manchmal fast für dich allein.
Die Überfahrt kostet mit dem regulären Bootsdienst etwa 500-600 Mauritische Rupien (etwa 10-12 Euro) für Hin- und Rückfahrt. Organisierte Touren mit Mittagessen und Aktivitäten kosten mehr, bieten aber oft ein besseres Gesamtpaket.
Ile aux Aigrettes - Naturschutz in Aktion
Ile aux Aigrettes, vor der Südostküste gelegen, ist ein lebendiges Museum dessen, wie Mauritius einmal aussah, bevor die Menschen kamen. Die kleine Insel wird von der Mauritian Wildlife Foundation verwaltet und ist eines der erfolgreichsten Naturschutzprojekte des Indischen Ozeans.
Hier kannst du endemische Pflanzen sehen, die auf der Hauptinsel fast ausgestorben sind, sowie seltene Tiere wie den Rosa-Tauben, die Mauritius-Schildkröte und verschiedene Geckoarten. Die geführten Touren sind informativ und bewegend - du lernst nicht nur über die einzigartige Ökologie, sondern auch über die Herausforderungen des Naturschutzes auf einer Insel, die so stark vom Menschen verändert wurde.
Die Touren müssen im Voraus gebucht werden und kosten etwa 1200 Rupien (circa 25 Euro). Die Einnahmen fließen direkt in die Naturschutzarbeit. Ein Besuch hier ist nicht nur ein Ausflug, sondern ein Beitrag zum Erhalt der mauritischen Biodiversität.
Ile aux Benitiers - Das ruhige Paradies
Vor der Westküste, in Sichtweite des Le Morne, liegt Ile aux Benitiers. Diese kleine, sandige Insel ist weit weniger besucht als Ile aux Cerfs und bietet ein entspannteres Erlebnis. Von hier aus hast du einen unvergleichlichen Blick auf den Le Morne Brabant, und das Wasser drumherum ist ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.
Die meisten Besucher kommen im Rahmen einer Delfin-Tour hierher. Die Boote starten frühmorgens von Black River oder Tamarin, um in der Nähe der Insel Delfine zu beobachten, und machen dann auf Ile aux Benitiers Halt zum Baden und Mittagessen.
Es gibt keine Infrastruktur auf der Insel - kein Restaurant, keine Liegen, keine Toiletten. Das gehört zum Charme. Pack ein Picknick ein, bring genug Wasser mit und genieße die Einfachheit. An manchen Tagen wirst du hier nur eine Handvoll anderer Menschen sehen.
Ile Plate und Ilot Gabriel - Schnorchler-Paradiese
Diese beiden Inseln im Norden von Mauritius sind besonders bei Schnorchlern beliebt. Das Wasser um sie herum ist außergewöhnlich klar, und die Korallenriffe sind gut erhalten. Ilot Gabriel ist die kleinere der beiden und besteht hauptsächlich aus einem wunderschönen Sandstrand, während Ile Plate etwas größer ist und einen Leuchtturm hat, den du besteigen kannst.
Die meisten Bootsausflüge von Grand Baie oder Cap Malheureux kombinieren beide Inseln. Ein typischer Tagesausflug beinhaltet Schnorcheln an mehreren Spots, Schwimmen in der Lagune und ein Barbecue-Mittagessen auf einer der Inseln. Die Preise beginnen bei etwa 1500 Rupien (circa 30 Euro) pro Person.
Coin de Mire - Das Wahrzeichen des Nordens
Coin de Mire, auch Gun Island genannt, ist die dramatische Felsinsel, die du von der Nordküste aus siehst. Die Insel ist ein Naturschutzgebiet und darf nicht betreten werden, aber die Gewässer drumherum sind ein beliebter Tauchspot. Die Unterwasserwände fallen hier steil ab, und du kannst mit etwas Glück größere Meerestiere wie Adlerrochen oder sogar Haie sehen.
Auch als Schnorchler kommst du auf deine Kosten - viele Bootsausflüge zu den nördlichen Inseln machen einen Stopp hier. Das Wasser ist normalerweise kristallklar, und die Fischvielfalt ist beeindruckend.
Ile Ronde und Ile aux Serpents - Streng geschützt
Diese beiden Inseln nördlich von Mauritius sind für Besucher gesperrt, aber sie verdienen Erwähnung. Ile Ronde ist eines der wichtigsten Refugien für endemische Reptilien, darunter Boas und Geckos, die auf der Hauptinsel ausgestorben sind. Ile aux Serpents, trotz des Namens ohne Schlangen, ist ein wichtiger Brutplatz für Seevögel.
Der strenge Schutz dieser Inseln ist ein Zeichen dafür, dass Mauritius seine Fehler der Vergangenheit - die Ausrottung des Dodos ist das bekannteste Beispiel - nicht wiederholen will. Als Besucher kannst du dieses Engagement unterstützen, indem du die Regeln in Naturschutzgebieten respektierst.
Rodrigues - Die vergessene Schwester
Rodrigues gehört politisch zu Mauritius, liegt aber 560 Kilometer östlich und ist eine eigene Welt. Die Insel ist kleiner, ruhiger und weit weniger touristisch als die Hauptinsel. Wenn Mauritius dir zu entwickelt erscheint, ist Rodrigues die Antwort.
Die Landschaft ist hügelig und ursprünglich, die Strände sind oft menschenleer, und die Einheimischen - die Rodriguais - sind bekannt für ihre besondere Herzlichkeit. Die Küche hat eigene Spezialitäten, darunter Oktopus, der hier auf traditionelle Weise getrocknet wird.
Du erreichst Rodrigues mit dem Flugzeug von Mauritius aus in etwa 90 Minuten oder mit der Fähre in 36 Stunden. Für einen Tagesausflug ist die Insel zu weit, aber wenn du drei bis vier Tage Zeit hast, lohnt sich die Reise. Rodrigues ist das, was Mauritius vor 40 Jahren war - ein Geheimtipp für Individualreisende.
Beste Reisezeit für Mauritius
Mauritius liegt auf der Südhalbkugel, was bedeutet, dass die Jahreszeiten umgekehrt zu unseren sind. Aber keine Sorge - die Insel ist ganzjährig ein attraktives Reiseziel, nur mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Der mauritische Sommer (November bis April)
Dies ist die warme und feuchtere Jahreszeit. Die Temperaturen erreichen 30-33 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit ist hoch, und es kann kräftige tropische Schauer geben - meist am Nachmittag, oft nur für eine halbe Stunde. Das Meer ist warm (26-28 Grad), ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.
Der große Nachteil dieser Zeit ist die Zyklonsaison, die von Januar bis März ihren Höhepunkt erreicht. Zyklone treffen Mauritius nicht jedes Jahr, aber wenn sie kommen, können sie den Urlaub erheblich stören. Bei einer Zyklonwarnung schließen die Strände, Hotels fahren die Aktivitäten herunter, und du verbringst den Tag drinnen. In den meisten Jahren gibt es ein oder zwei solcher Warnungen, die jeweils ein bis zwei Tage dauern.
Die Hochsaison für europäische Touristen fällt in diese Zeit, besonders um Weihnachten und Neujahr. Die Preise sind dann am höchsten, und beliebte Hotels sind Monate im Voraus ausgebucht. Wenn du in dieser Zeit reisen willst, buche früh.
Der mauritische Winter (Mai bis Oktober)
Diese Jahreszeit wird oft als die beste für einen Besuch bezeichnet, und ich stimme dem weitgehend zu. Die Temperaturen sind angenehmer (24-28 Grad), die Luftfeuchtigkeit niedriger, und Regen ist seltener. Das Meer ist etwas kühler (22-24 Grad), aber immer noch warm genug für ausgedehnte Badefreuden.
Die Passatwinde wehen in dieser Zeit stärker und konsistenter, was die Ostküste etwas windiger macht. Für Kitesurfer und Segler ist das perfekt, für Strandliebhaber kann es an manchen Tagen unangenehm sein. Die Westküste ist in dieser Hinsicht geschützter.
August und September sind die beliebtesten Monate für europäische Touristen, da sie in die europäischen Sommerferien fallen. Die Preise sind hoch, aber nicht so extrem wie zur Weihnachtszeit.
Schulterzeit (April/Mai und Oktober/November)
Meine persönliche Empfehlung: Reise in der Schulterzeit. Im April/Mai klingt der Sommer ab, aber das Wetter ist noch warm und meist stabil. Im Oktober/November beginnt die warme Jahreszeit, aber die Zyklonsaison hat noch nicht angefangen.
Die Vorteile: niedrigere Preise (oft 20-30 Prozent günstiger als in der Hochsaison), weniger Touristen, bessere Verfügbarkeit in beliebten Hotels und Restaurants. Das Wetter ist ein kleines Glücksspiel, aber die Chancen stehen gut.
Regionale Unterschiede
Wichtig zu wissen: Das Wetter auf Mauritius variiert stark je nach Region. Die Westküste um Flic-en-Flac und Le Morne ist ganzjährig die trockenste und sonnigste. Die Ostküste bekommt mehr Regen und Wind. Das Zentrum und die Höhenlage um Curepipe sind kühler und nebliger.
Wenn du im mauritischen Winter reist und windempfindlich bist, wähle eine Unterkunft an der Westküste. Im Sommer spielt die Region weniger eine Rolle, da der Wind schwächer ist.
Anreise nach Mauritius
Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus erreichst du Mauritius am bequemsten per Direktflug. Die Flugzeit beträgt etwa 11-12 Stunden, was für eine tropische Destination sehr erträglich ist.
Direktflüge aus dem DACH-Raum
Condor fliegt mehrmals wöchentlich nonstop von Frankfurt nach Mauritius. Die Flüge starten meist am Abend und kommen am nächsten Morgen an - perfekt, um auf dem Flug zu schlafen und den ersten Urlaubstag voll nutzen zu können.
Eurowings Discover, die Ferienflugtochter der Lufthansa, bietet ebenfalls Direktflüge von Frankfurt an. Die Frequenz variiert je nach Saison.
Edelweiß, die Schweizer Ferienfluglinie, fliegt von Zürich direkt nach Mauritius, besonders in der Hochsaison.
Die Preise für Direktflüge beginnen in der Nebensaison bei etwa 600-700 Euro für Hin- und Rückflug in der Economy Class. In der Hochsaison (Weihnachten, Sommerferien) steigen sie auf 900-1200 Euro oder mehr. Business Class kostet etwa das Drei- bis Vierfache.
Umsteigeverbindungen
Wenn du flexibel bist oder Geld sparen willst, gibt es zahlreiche Umsteigeoptionen. Emirates fliegt über Dubai, Etihad über Abu Dhabi, Qatar Airways über Doha. Diese Verbindungen sind oft günstiger als Direktflüge und bieten die Möglichkeit, einen Stopover einzulegen.
Air France und KLM fliegen über Paris bzw. Amsterdam, Turkish Airlines über Istanbul. Die Gesamtreisezeit ist mit 14-18 Stunden länger, aber manchmal sind die Preise unschlagbar.
Air Mauritius, die nationale Fluglinie, fliegt von London und Paris nach Mauritius. Von deutschsprachigen Flughäfen aus ist meist ein Zubringerflug nötig.
Einreisebestimmungen für DACH-Bürger
Die gute Nachricht: Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen kein Visum für touristische Aufenthalte von bis zu 60 Tagen (bei längeren Aufenthalten bis zu 90 Tagen nach Verlängerung). Du bekommst bei der Ankunft einen Einreisestempel und kannst die Insel erkunden.
Was du brauchst:
- Einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist
- Ein Rückflugticket oder Weiterreiseticket
- Nachweis einer Unterkunft (Hotelbuchung oder Einladungsschreiben)
- Ausreichende finanzielle Mittel (wird selten geprüft, aber theoretisch erforderlich)
Die Einreise ist unkompliziert. Der Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport (MRU) im Südosten der Insel ist modern und effizient. Die Passkontrolle dauert selten länger als 20-30 Minuten, auch wenn mehrere Flüge gleichzeitig ankommen.
Transfer vom Flughafen
Der Flughafen liegt etwa 45 Kilometer von den meisten Touristengebieten entfernt. Die Transferzeit beträgt je nach Ziel 45 Minuten (Südküste) bis 90 Minuten (Nordküste).
Optionen:
- Hoteltransfer: Viele Hotels bieten Transfers an, oft im Zimmerpreis inbegriffen oder gegen Aufpreis buchbar. Bequem, aber nicht immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Taxi: Am Flughafen gibt es lizenzierte Taxis mit Festpreisen je nach Zone. Nach Grand Baie kostet es etwa 2000-2500 Rupien (40-50 Euro), nach Flic-en-Flac etwa 1800-2200 Rupien. Die Preise sind verhandelbar, aber nicht dramatisch.
- Mietwagen: Wenn du sowieso ein Auto mieten willst, kannst du es gleich am Flughafen übernehmen. Die großen internationalen Anbieter sind vertreten.
- Öffentlicher Bus: Theoretisch möglich, praktisch nicht empfehlenswert mit Gepäck nach einem langen Flug. Und in der Nacht fährt sowieso nichts.
Transport vor Ort
Die Frage, wie du dich auf Mauritius fortbewegst, hängt stark von deinem Reisestil ab. Hier sind deine Optionen.
Mietwagen - Die flexible Option
Für die meisten unabhängigen Reisenden ist ein Mietwagen die beste Wahl. Die Straßen auf Mauritius sind gut ausgebaut, die Beschilderung ist klar, und mit einem Auto kannst du die Insel nach Belieben erkunden.
Wichtig zu wissen: Auf Mauritius herrscht Linksverkehr (britisches Erbe). Wenn du noch nie links gefahren bist, kann die Umstellung etwas dauern, aber die meisten gewöhnen sich innerhalb weniger Stunden daran. Mein Tipp: Fahr am ersten Tag nur kurze Strecken in ruhigeren Gegenden, bevor du dich in den Verkehr von Port Louis wagst.
Die Mietpreise beginnen bei etwa 25-35 Euro pro Tag für einen Kleinwagen in der Nebensaison. In der Hochsaison und bei kurzfristiger Buchung kann es deutlich teurer werden. Internationale Anbieter wie Hertz, Avis und Europcar sind am Flughafen vertreten, lokale Anbieter sind oft günstiger.
Achte bei der Buchung auf:
- Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung (oder zumindest mit niedriger)
- Unbegrenzte Kilometer
- Mindestens eine Zusatzfahrer-Option, wenn ihr zu zweit seid
Der Verkehr auf Mauritius ist meist entspannt, außer zu den Stoßzeiten morgens und abends rund um Port Louis und die Stätte des Zentralplateaus. Rechne dann mit Staus. Außerhalb dieser Zeiten sind die Straßen gut befahrbar.
Taxis - Bequem, aber teuer
Taxis sind auf Mauritius allgegenwärtig. Sie haben keine Taxameter; stattdessen werden die Preise vor der Fahrt verhandelt. Als Richtwert: Eine Fahrt innerhalb eines Ortes kostet 200-500 Rupien, eine längere Strecke (z.B. Grand Baie nach Port Louis) etwa 800-1200 Rupien.
Für Tagesausflüge kannst du einen Taxifahrer als Guide engagieren. Ein ganzer Tag kostet etwa 3000-5000 Rupien (60-100 Euro), je nach Route und Verhandlungsgeschick. Viele Fahrer sprechen gut Englisch und kennen die Insel bestens.
Apps wie Uber oder Bolt funktionieren auf Mauritius bisher nicht. Es gibt lokale Apps wie 'Taxi Service Mauritius', aber ihre Verbreitung ist begrenzt.
Busse - Die günstige Alternative
Das Busnetz auf Mauritius ist erstaunlich gut ausgebaut. Von den meisten Orten aus erreichst du andere Teile der Insel mit ein oder zwei Umstiegen. Die Fahrpreise sind extrem günstig - selten mehr als 50 Rupien (etwa 1 Euro) für eine Strecke.
Die Busse sind allerdings alt, oft überfüllt und nicht klimatisiert. Die Fahrpläne sind... optimistisch. Im Prinzip fahren Busse von früh bis abends alle 15-30 Minuten auf den Hauptstrecken, aber Verspätungen sind normal. Nachts fährt wenig bis nichts.
Für Abenteuerlustige mit Zeit ist der Bus eine großartige Möglichkeit, lokales Leben zu erleben. Für einen effizienten Urlaub mit wenig Zeit ist er weniger geeignet.
Organisierte Touren
Wenn du kein Auto mieten willst, aber trotzdem die Insel sehen möchtest, sind organisierte Touren eine gute Option. Die meisten Hotels vermitteln Ausflüge, und es gibt zahlreiche lokale Anbieter.
Typische Touren:
- Nord-Tour (Grand Baie, Botanischer Garten, Cap Malheureux): 40-60 Euro
- Süd-Tour (Chamarel, Black River, Gris Gris): 50-70 Euro
- Port Louis und Umgebung: 30-50 Euro
- Bootstour zur Ile aux Cerfs: 40-80 Euro
Die Preise variieren je nach Anbieter, Gruppengröße und enthaltenen Leistungen. Lies Bewertungen auf TripAdvisor oder frag andere Reisende nach Empfehlungen.
Kultureller Kodex - So verhältst du dich richtig
Mauritius ist eine multikulturelle Gesellschaft mit Hindu-, Muslimischen, Christlichen und Buddhistischen Gemeinschaften. Diese Vielfalt prägt den Alltag und erfordert etwas Sensibilität von Besuchern.
Religion und Tempel
Hindu-Tempel sind auf der ganzen Insel verteilt. Die meisten können besucht werden, aber zieh deine Schuhe aus, bevor du eintrittst. Frauen sollten Schultern und Knie bedecken. Fotografieren ist meist erlaubt, aber frag vorher und sei respektvoll gegenüber Betenden.
Am Grand Bassin, dem heiligen See, gelten strengere Regeln. Alkohol und Fleisch sollten nicht mitgebracht werden. Während religiöser Feste kann es sehr voll werden; respektiere dann die Zeremonien und halte Abstand.
Moscheen können von Nicht-Muslimen in der Regel nicht betreten werden. Von außen fotografieren ist akzeptabel, aber mit Respekt.
Kleidung
Mauritius ist entspannt, was Kleidung angeht. Am Strand und in Resorts ist leichte Sommerkleidung völlig normal. In Städten und Dörfern solltest du etwas mehr bedecken - keine Bikinis oder nackten Oberkörper außerhalb des Strandes.
Für den Besuch religiöser Stätten und gehobenerer Restaurants solltest du etwas Angemessenes dabei haben - lange Hose oder Rock, T-Shirt mit Ärmeln.
FKK ist auf Mauritius nicht akzeptiert und an allen Stränden verboten. Oben-ohne-Baden wird an einigen Resortstränden toleriert, aber schau dich um, was andere tun, bevor du dich anpasst.
Alkohol und Drogen
Alkohol ist legal und weit verbreitet. Du kannst Bier und Wein im Supermarkt kaufen und in den meisten Restaurants bestellen. Betrunkenheit in der Öffentlichkeit ist aber verpönt.
Drogen, einschließlich Cannabis, sind streng illegal. Die Strafen sind hart - bis zu langjährigen Gefängnisstrafen. Es ist keine gute Idee, dieses Risiko einzugehen.
Trinkgeld
Trinkgeld ist in Mauritius üblich, aber nicht so verbreitet wie in manchen anderen Ländern. In Restaurants sind 10 Prozent angemessen, wenn der Service gut war (prüfen, ob nicht schon eine Service Charge auf der Rechnung steht). Für Hotelpersonal, Fahrer und Guides sind 100-200 Rupien (2-4 Euro) pro Tag üblich.
Sprache
Die offizielle Sprache ist Englisch, aber im Alltag sprechen die meisten Mauritier Kreolisch (Morisien), eine auf Französisch basierende Kreolsprache. Französisch wird ebenfalls weit verstanden und gesprochen.
In touristischen Gebieten kommst du mit Englisch problemlos durch. Ein paar Wörter Französisch oder sogar Kreolisch werden aber sehr geschätzt und öffnen Türen. Hier ein paar nützliche Ausdrücke:
- Ki maniere - Wie geht's (kreolisch)
- Mersi - Danke (kreolisch/französisch)
- S'il vous plait - Bitte (französisch)
- Combien - Wie viel (französisch)
Fotografieren
Die meisten Mauritier haben nichts dagegen, fotografiert zu werden, aber frag vorher. Besonders auf Märkten und bei Straßenverkäufern ist es höflicher zu fragen, als einfach draufzuhalten.
Militärische Einrichtungen, Flughafeninneres und Regierungsgebäude solltest du nicht fotografieren. Am Strand und in der Natur gibt es keine Einschränkungen.
Sicherheit auf Mauritius
Mauritius gehört zu den sichersten Reisezielen weltweit. Die Kriminalitätsrate ist niedrig, und als Tourist bist du sehr selten Ziel von Verbrechen. Trotzdem solltest du einige Grundregeln beachten.
Allgemeine Sicherheit
Taschendiebstahl und Kleinkriminalität kommen vor, besonders an touristischen Hotspots wie dem Markt in Port Louis oder an belebten Stränden. Trag keine teuren Uhren oder auffälligen Schmuck zur Schau, lass keine Wertgegenstände im Auto liegen und nutze den Hotelsafe für Pass, größere Bargeldbeträge und wichtige Dokumente.
Einbrüche in Ferienwohnungen kommen gelegentlich vor, besonders in abgelegenen Gegenden. Wenn du ein Apartment mietest, achte auf gute Schlösser und frag den Vermieter nach Sicherheitsmaßnahmen.
Gewaltkriminalität gegenüber Touristen ist sehr selten. Meide trotzdem einsame Gegenden nach Einbruch der Dunkelheit, besonders abseits der touristischen Zentren.
Strand- und Wassersicherheit
Die größten Gefahren auf Mauritius lauern im Wasser. Die Lagunen sind meist ruhig und sicher, aber außerhalb des Riffs können starke Strömungen herrschen. Schwimme nie allein an unbekannten Stränden und beachte Warnschilder.
Seeigel sind an manchen Stränden ein Problem, besonders auf felsigem Untergrund. Badeschuhe sind eine sinnvolle Investition. Quallen kommen saisonal vor, sind aber selten gefährlich. Wenn du gestochen wirst: Essig hilft, den Schmerz zu lindern.
Haie sind im Wasser um Mauritius selten und haben Menschen historisch nicht angegriffen. Trotzdem: Schwimme nicht bei Dämmerung oder Dunkelheit und meide trübes Wasser.
Straßenverkehr
Die größte Gefahr auf Mauritius ist der Straßenverkehr. Die Unfallrate ist hoch, teilweise wegen riskantem Fahrverhalten, teilweise wegen schlechter Straßenbeleuchtung. Fahre defensiv, besonders nachts, und sei vorsichtig bei überholenden Fahrzeugen.
Als Fußgänger: Rechne damit, dass Autos nicht an Zebrastreifen anhalten. Schau in beide Richtungen und warte, bis es sicher ist.
Naturgefahren
Zyklone können von November bis Mai auftreten, hauptsächlich Januar bis März. Die mauritischen Behörden haben ein gut funktionierendes Warnsystem. Folge den Anweisungen - wenn Klasse 3 oder 4 ausgerufen wird, bleib drinnen.
Trotz der tropischen Lage gibt es auf Mauritius keine gefährlichen Landtiere. Keine giftigen Schlangen, keine gefährlichen Spinnen, keine großen Raubtiere. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist ein Mückenstich - und dagegen hilft Mückenschutz.
Gesundheit
Mauritius stellt keine besonderen gesundheitlichen Herausforderungen dar. Das Gesundheitssystem ist gut entwickelt, das Leitungswasser ist trinkbar, und tropische Krankheiten sind selten.
Impfungen
Für die Einreise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sind keine Impfungen vorgeschrieben. Die Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A) solltest du auffrischen, wenn sie nicht aktuell sind.
Gelbfieber-Impfung ist nur erforderlich, wenn du aus einem Gelbfiebergebiet einreist. Das betrifft vor allem Reisende, die vorher in Afrika oder Südamerika waren.
Malaria kommt auf Mauritius nicht vor - ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen tropischen Destinationen. Du brauchst keine Prophylaxe.
Dengue-Fieber
Dengue-Fieber, übertragen durch tagaktive Mücken, kommt auf Mauritius vor, besonders in der Regenzeit. Die Fälle sind normalerweise mild, aber unangenehm. Schütze dich mit Mückenschutz, besonders morgens und am späten Nachmittag. Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen hilft ebenfalls.
Sonnenschutz
Die tropische Sonne ist intensiv - unterschätze sie nicht. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30, besser 50) ist Pflicht. Trag einen Hut und eine Sonnenbrille, und meide die Mittagssonne, besonders in den ersten Tagen.
Sonnenstich und Hitzschlag sind reale Gefahren. Trink viel Wasser (mindestens 2-3 Liter pro Tag), besonders wenn du aktiv bist. Wenn du Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit bekommst, geh in den Schatten und kühle dich ab.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung auf Mauritius ist gut. Es gibt öffentliche Krankenhäuser, die kostenlos behandeln, und private Kliniken mit höheren Standards. Für ernsthaftere Fälle empfehle ich die privaten Einrichtungen - die Qualität ist besser und die Wartezeiten kürzer.
Apotheken sind weit verbreitet und gut sortiert. Viele gängige Medikamente sind ohne Rezept erhältlich, oft günstiger als in Europa. Bring trotzdem eine Grundausstattung mit (Schmerzmittel, Durchfallmedikamente, Pflaster, persönliche Medikamente).
Eine Auslandskrankenversicherung ist unbedingt zu empfehlen. Sie sollte auch einen medizinischen Rücktransport abdecken - im Ernstfall willst du das nicht aus eigener Tasche bezahlen müssen.
Geld und Budget
Mauritius ist kein günstiges Reiseziel, aber es muss auch nicht teuer sein. Wie viel du ausgibst, hängt stark von deinen Ansprüchen ab.
Währung
Die Währung ist die Mauritische Rupie (MUR). Der Wechselkurs liegt derzeit bei etwa 1 Euro gleich 48-50 Rupien. Die Rupie ist an den US-Dollar gekoppelt, daher schwankt der Euro-Kurs.
Geldautomaten (ATMs) sind überall verfügbar - in Städten, an Stränden, in Einkaufszentren. Die Abhebungen sind mit deutschen EC-Karten (Maestro) und Kreditkarten möglich. Rechne mit Gebühren: Die mauritischen Banken erheben meist 200-300 Rupien pro Abhebung, dazu kommen die Gebühren deiner Heimatbank.
Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in Hotels, größeren Restaurants und Geschäften akzeptiert. Für Märkte, kleine Restaurants und Taxis brauchst du Bargeld.
Budget-Kategorien
Budget (50-80 Euro pro Tag pro Person): Übernachtung in Guesthouses oder einfachen Hotels (20-40 Euro), Essen in lokalen Restaurants und Street Food (10-15 Euro), öffentliche Verkehrsmittel oder gelegentliche Taxis, kostenlose Aktivitäten (Strände, Wandern).
Mittelklasse (100-180 Euro pro Tag pro Person): Mittelklasse-Hotels oder Apartments (50-80 Euro), Mix aus lokalen und touristischen Restaurants (25-40 Euro), Mietwagen (25-35 Euro), einige Aktivitäten und Ausflüge.
Gehoben (200-400 Euro pro Tag pro Person): Boutique-Hotels oder All-inclusive-Resorts (150-300 Euro), gehobene Restaurants, organisierte Touren und Aktivitäten.
Luxus (400+ Euro pro Tag pro Person): Fünf-Sterne-Resorts, Spa-Behandlungen, private Bootstouren, Gourmet-Restaurants.
Typische Preise
- Lokales Mittagessen (Curry mit Reis): 150-250 Rupien (3-5 Euro)
- Restaurantmahlzeit (Hauptgericht): 400-800 Rupien (8-16 Euro)
- Bier im Restaurant: 150-250 Rupien (3-5 Euro)
- Flasche Wasser (1,5 L): 30-50 Rupien (0,60-1 Euro)
- Busfahrt: 20-50 Rupien (0,40-1 Euro)
- Benzin (pro Liter): 55-65 Rupien (1,10-1,30 Euro)
- Tauchgang (zwei Tauchgänge): 2500-4000 Rupien (50-80 Euro)
- Eintritt Chamarel (Siebenfarbige Erde): 250 Rupien (5 Euro)
Spartipps
- Wechsle Geld am Flughafen oder in Wechselstuben statt im Hotel - der Kurs ist besser.
- Iss, wo die Einheimischen essen. Die besten Dholl Puris (gefüllte Fladenbrote) kosten 20-30 Rupien auf der Straße.
- Buche Ausflüge direkt bei lokalen Anbietern statt über das Hotel - oft 30-50 Prozent günstiger.
- Besuche kostenlose Attraktionen: Viele Strände, der Botanische Garten in Pamplemousses, Hindu-Tempel.
- Teile einen Mietwagen mit anderen Reisenden - die Insel ist klein genug, um alles zu erreichen.
Reiserouten für Mauritius
Mauritius ist klein genug, um von überall alles zu erreichen, aber groß genug, um dich wochenlang zu beschäftigen. Hier sind Routenvorschläge für verschiedene Reisedauern.
7 Tage - Das Beste von Mauritius
Eine Woche ist kurz, aber du kannst die Highlights sehen, wenn du sie gut planst. Meine Empfehlung: Übernachte an der Westküste (Flic-en-Flac oder Le Morne) - von dort erreichst du alles in angemessener Zeit.
Tag 1: Ankunft, Transfer zur Unterkunft, entspannen am Strand. Sonnenuntergang an der Westküste genießen.
Tag 2: Port Louis erkunden. Morgens den Zentralmarkt besuchen, mittags in Chinatown essen, nachmittags die Waterfront und den Aapravasi Ghat. Zurück zur Unterkunft für Sonnenuntergang.
Tag 3: Süd-Tour. Chamarel mit der Siebenfarbigen Erde und dem Chamarel-Wasserfall, Mittagessen in einer Rumerie mit Verkostung, nachmittags Le Morne von unten bewundern (Wanderung auf den Gipfel nur mit Guide möglich).
Tag 4: Strandtag an der Westküste. Flic-en-Flac oder Tamarin, je nach Vorliebe. Optional: Schnorcheln oder Tauchgang buchen.
Tag 5: Ostküste und Ile aux Cerfs. Früh starten für die Fahrt nach Trou d'Eau Douce, Boot zur Insel, Strandtag, nachmittags zurück.
Tag 6: Black River Gorges Nationalpark. Wandern auf einem der Trails, Aussichtspunkte, Grand Bassin besuchen. Nachmittags entspannen oder ein letztes Mal am Strand.
Tag 7: Je nach Flugzeit noch etwas Zeit am Strand oder letztes Shopping. Transfer zum Flughafen.
10 Tage - Mit mehr Zeit zum Genießen
Zehn Tage geben dir die Möglichkeit, tiefer einzutauchen und auch mal einen Tag ohne Plan zu genießen.
Tag 1-2: Wie in der 7-Tages-Route. Ankunft, Port Louis.
Tag 3: Norden erkunden. Botanischer Garten Pamplemousses, Grand Baie mit Bummeln und Mittagessen, Cap Malheureux mit der rot-dachigen Kirche, Trou aux Biches oder Mont Choisy zum Schwimmen.
Tag 4: Bootstour zu den nördlichen Inseln (Ile Plate, Ilot Gabriel). Schnorcheln, Schwimmen, Barbecue auf der Insel. Ganztagesausflug.
Tag 5: Transfer an die Westküste, nachmittags am Strand von Flic-en-Flac.
Tag 6: Süd-Tour mit Chamarel, Siebenfarbiger Erde, Wasserfall und Rumverkostung.
Tag 7: Le Morne Wanderung (mit Guide, früh morgens starten). Nachmittags am Strand entspannen.
Tag 8: Black River Gorges Nationalpark ausführlich. Mehrere Trails, Picknick, Grand Bassin.
Tag 9: Ile aux Cerfs oder alternativ Ile aux Aigrettes für Naturinteressierte.
Tag 10: Letzter Tag zur freien Verfügung. Strand, Shopping oder ein verpasstes Highlight nachholen. Abreise.
14 Tage - Die entspannte Inselrunde
Zwei Wochen erlauben dir, die Insel wirklich zu erleben und auch mal nichts zu tun.
Tag 1-4: Nordküste als Basis. Ankunft, Port Louis, Botanischer Garten, Grand Baie, nördliche Inseln per Boot.
Tag 5-6: Ruhetage am Strand im Norden. Optionale Aktivitäten: Tauchkurs, Katamaran-Tour, Stand-up-Paddling.
Tag 7-8: Transfer an die Westküste. Chamarel erkunden, entspannen in Flic-en-Flac oder Tamarin.
Tag 9-10: Le Morne Wanderung, Kitesurfen ausprobieren (Schnupperkurs), Delfintour frühmorgens.
Tag 11: Black River Gorges Nationalpark - den ganzen Tag wandern.
Tag 12-13: Ostküste. Ile aux Cerfs, Blue Bay Marine Park zum Schnorcheln, entspannter Strandtag.
Tag 14: Letzter Tag, Abreise.
21 Tage - Das komplette Mauritius-Erlebnis
Drei Wochen sind genug, um Mauritius wirklich zu kennen - und sogar einen Abstecher nach Rodrigues zu machen.
Tag 1-5: Nordküste ausführlich. Port Louis, Pamplemousses, Grand Baie, nördliche Inseln, Strandtage.
Tag 6-10: Westküste und Südwesten. Flic-en-Flac, Tamarin, Chamarel, Le Morne, Black River Gorges, Delfine.
Tag 11-14: Ostküste und Süden. Ile aux Cerfs, Blue Bay, Gris Gris, Bel Ombre.
Tag 15-18: Flug nach Rodrigues (90 Minuten). Drei Nächte auf der kleinen Schwesterinsel. Port Mathurin erkunden, Wandern, Schnorcheln, die langsamere Lebensweise genießen.
Tag 19-20: Zurück nach Mauritius. Letzte Tage für verpasste Aktivitäten oder einfach nur entspannen.
Tag 21: Abreise.
Kommunikation und Internet
Mauritius ist gut vernetzt - du wirst keine Probleme haben, in Kontakt zu bleiben.
Mobilfunk
Die drei Hauptanbieter sind Emtel, Orange und MTML. Alle bieten Prepaid-SIM-Karten an, die du am Flughafen oder in Handyläden kaufen kannst. Du brauchst deinen Reisepass zur Registrierung.
Ein Datenpaket mit 5-10 GB kostet etwa 500-800 Rupien (10-16 Euro) für 30 Tage - deutlich günstiger als Roaming. Die Netzabdeckung ist auf der ganzen Insel gut, 4G ist Standard.
Emtel hat die beste Abdeckung, besonders in ländlichen Gebieten. Orange ist günstig und zuverlässig. Für die meisten Touristen reicht jeder der Anbieter.
Roaming
Mauritius liegt außerhalb der EU, daher gelten die günstigen EU-Roaming-Tarife nicht. Deutsche Mobilfunkanbieter berechnen oft horrende Gebühren für Daten im außereuropäischen Ausland. Prüfe die Konditionen vorher und deaktiviere Datenroaming, wenn du keine böse Überraschung auf der Rechnung willst.
WLAN
Fast alle Hotels, Guesthouses und viele Restaurants bieten kostenloses WLAN. Die Geschwindigkeit variiert - in größeren Resorts ist sie meist gut, in einfachen Unterkünften kann sie langsam sein. Für Videoanrufe und Streaming empfehle ich eine lokale SIM-Karte als Backup.
Telefonate
Mit einer mauritischen SIM-Karte kannst du günstig nach Hause telefonieren - etwa 5 Rupien pro Minute (10 Cent) nach Europa. Alternativ nutze WhatsApp, Skype oder FaceTime über WLAN oder mobile Daten.
Die Vorwahl für Mauritius ist +230. Aus Deutschland wählst du 00230 plus die lokale Nummer (die auf Mauritius keine Vorwahl hat - alle Nummern sind achtstellig).
Essen auf Mauritius
Die mauritische Küche ist ein Spiegelbild der multikulturellen Gesellschaft - eine Fusion aus indischen, kreolischen, chinesischen und französischen Einflüssen, die einzigartig ist.
Street Food - Das Herz der mauritischen Küche
Dholl Puri: Das inoffizielle Nationalgericht. Weiche Fladenbrote aus Linsenmehl, gefüllt mit Currykartoffeln, Bohnen und scharfem Chutney. Für 20-30 Rupien (50 Cent) bekommst du an jeder Straßenecke eine sättigende Mahlzeit.
Gateaux Piments: Frittierte Chili-Bällchen aus Linsenteig, knusprig außen, würzig innen. Der perfekte Snack für zwischendurch.
Samosas: Dreieckige Teigtaschen, gefüllt mit gewürztem Gemüse, Fleisch oder Fisch. Überall erhältlich, am besten frisch aus der Pfanne.
Alouda: Ein erfrischendes Getränk aus Milch, Basilikumsamen, Agar-Agar und Sirup. Klingt seltsam, schmeckt fantastisch - besonders an heißen Tagen.
Mine Frit: Gebratene Nudeln nach chinesischer Art, aber mit mauritischem Twist. Gibt es als Beilage oder Hauptgericht, mit Gemüse, Huhn oder Garnelen.
Die besten Street-Food-Spots findest du in Port Louis (rund um den Zentralmarkt), in Grand Baie und in den Dörfern abseits der touristischen Zentren. Trau dich an die Stände, an denen die Einheimischen Schlange stehen - da ist das Essen am besten.
Meeresfrüchte - Frisch aus dem Ozean
Mauritius ist eine Insel - natürlich spielen Meeresfrüchte eine große Rolle. Fisch, Garnelen, Tintenfisch, Krabben und Hummer sind allgegenwärtig und meistens frisch gefangen.
Vindaye Poisson: Fisch in einer Marinade aus Senf, Kurkuma und Essig - ein kreolischer Klassiker, der ursprünglich zur Konservierung diente.
Grilled Fish: Einfach, aber köstlich. Ein ganzer Fisch, mit Zitrone und Knoblauch mariniert, über Kohle gegrillt. Am Strand oder in einem lokalen Restaurant ist das ein Genuss.
Octopus Curry: Oktopus in einer würzigen Currysauce, langsam gegart bis er butterweich ist. Besonders in Rodrigues eine Spezialität, aber auch auf Mauritius weit verbreitet.
Crab Curry: Ganze Krabben in einer aromatischen Sauce. Essenstechnisch eine Herausforderung (Finger werden schmutzig), aber geschmacklich ein Highlight.
Die besten Meeresfrüchte bekommst du in den Fischerdörfern wie Mahebourg, Tamarin oder Trou aux Biches. Frag nach dem Fang des Tages - der ist immer am frischesten.
Hauptgerichte
Rougaille: Ein kreolisches Schmorgericht auf Tomatenbasis, mit Fisch, Wurst oder Fleisch. Einfach, herzhaft, wunderbar.
Briani: Die mauritische Version von Biryani - gewürzter Reis mit Fleisch, Kartoffeln und Eiern. Ein Festessen, das oft bei Familienfeiern serviert wird.
Daube: Ein Eintopf nach französischer Art, adaptiert mit lokalen Zutaten. Fleisch wird stundenlang in Rotwein geschmort, bis es zerfließt.
Kalia: Ein indisch inspiriertes Curry, weniger saucig als sein indisches Original, intensiv gewürzt.
Bol Renverse: Wörtlich 'umgedrehte Schüssel' - ein chinesisch-mauritisches Gericht aus Reis, Fleisch, Gemüse und einem Spiegelei, das dekorativ auf dem Teller angerichtet wird.
Getränke
Phoenix: Das beliebteste mauritische Bier. Ein leichtes Lagerbier, perfekt für heiße Tage. Andere lokale Marken sind Blue Marlin und Black Eagle.
Rum: Mauritius produziert exzellenten Rum. Die bekanntesten Marken sind Chamarel, New Grove und St Aubin. Eine Rumverkostung gehört zum Pflichtprogramm - am besten direkt in einer der Destillerien.
Alouda: Schon erwähnt, aber es verdient Wiederholung - dieses Getränk ist einzigartig mauritisch und erfrischend.
Lassi: Das indische Joghurtgetränk, mal süß, mal salzig, perfekt zur Abkühlung nach scharfem Essen.
Kokosnusswasser: Direkt aus der Nuss, an Straßenständen erhältlich. Erfrischend und gesund.
Desserts
Gateau Napolitain: Trotz des Namens hat dieses Gebäck nichts mit Italien zu tun. Buttrige Schichten mit Marmelade, ein beliebter Snack.
Gateau Patate: Süßkartoffelkuchen, oft mit Kokosnuss und Vanille verfeinert.
Ras Malai: Indische Milchbällchen in süßer, mit Kardamom aromatisierter Sauce.
Puding Maison: Hausgemachter Pudding, oft mit Karamell oder tropischen Früchten.
Restaurant-Tipps
- Für lokale Küche: Such nach kleinen Restaurants abseits der Hauptstraßen, wo die Speisekarte auf einer Tafel steht und die Einheimischen essen.
- Für gehobenere Küche: Die großen Hotels haben oft exzellente Restaurants, aber sie sind teuer. Alternative: Boutique-Restaurants in Grand Baie, Flic-en-Flac oder Tamarin.
- Für Meeresfrüchte: Strandrestaurants in Mahebourg, Trou aux Biches oder Le Morne bieten frischen Fisch zu vernünftigen Preisen.
- Für Vegetarier: Die indischen Einflüsse bedeuten, dass vegetarische Optionen überall verfügbar sind - Dhal, Gemüsecurries, Samosas.
Shopping und Souvenirs
Mauritius ist kein Shopping-Paradies im Sinne von Singapur oder Dubai, aber es gibt einiges, was sich als Erinnerung oder Mitbringsel lohnt.
Was kaufen?
Rum: Das beste Souvenir aus Mauritius. Die lokalen Destillerien produzieren erstklassige Rumsorten, von weiß und mild bis gelagert und komplex. Eine Flasche Chamarel oder New Grove kostet 400-1500 Rupien (8-30 Euro), je nach Alter und Qualität.
Gewürze: Vanille aus Mauritius ist weltberühmt und deutlich günstiger als in Europa. Auch Zimt, Kurkuma und Currymischungen sind gute Mitbringsel.
Tee: Auf Mauritius wird Tee angebaut, besonders in Bois Cheri im Süden. Die Sorten sind mild und aromatisch, oft mit Vanille oder anderen Aromen verfeinert.
Textilien: Mauritius hat eine bedeutende Textilindustrie, und in den Factory Shops kannst du Markenkleidung zu reduzierten Preisen finden. Floreal und Quatre Bornes sind bekannt dafür.
Modellschiffe: Handgefertigte Nachbauten historischer Schiffe sind eine mauritische Spezialität. Die Qualität reicht von einfachen Souvenirs bis zu Meisterwerken, die Monate in der Herstellung dauern. Preise von 1000 Rupien bis mehrere tausend Euro.
Strandmode: Sarongs, Pareos und Baumwollkleider findest du überall, von der Strandhütte bis zur Boutique.
Wo kaufen?
Port Louis Zentralmarkt: Der beste Ort für Gewürze, Vanille, Textilien und alles Lokale. Handeln ist erlaubt und erwartet - beginne bei etwa 60 Prozent des genannten Preises.
Grand Baie: Mehr touristische Shops, höhere Preise, aber auch gehobenere Qualität. Gut für last-minute-Einkäufe.
Caudan Waterfront (Port Louis): Modernes Einkaufszentrum mit klimatisierten Geschäften. Preise sind fix, aber die Auswahl ist gut.
Factory Shops: In Floreal, Quatre Bornes und anderen Städten des Zentralplateaus findest du Outlet-Geschäfte für Textilien.
Flughafen: Die Duty-Free-Zone ist überraschend gut sortiert, besonders für Rum und Vanille. Die Preise sind kompetitiv.
Zollbestimmungen
Bei der Rückkehr in die EU darfst du Waren im Wert von 430 Euro zollfrei einführen (Flugzeug). Alkohol: 1 Liter Spirituosen über 22% oder 2 Liter unter 22%. Tabak: 200 Zigaretten. Alles darüber muss verzollt werden.
Vanille und Gewürze sind unproblematisch. Frische Lebensmittel, Pflanzen und tierische Produkte dürfen nicht eingeführt werden.
Nützliche Apps für Mauritius
Ein paar Apps können deinen Aufenthalt erleichtern:
- Maps.me oder Google Maps: Offline-Karten herunterladen, bevor du losgehst. Die Navigation funktioniert auch ohne Internet.
- XE Currency: Währungsrechner für schnelle Umrechnungen.
- Mauritius Weather: Lokale Wettervorhersage, nützlich für Aktivitätenplanung.
- TripAdvisor: Bewertungen für Restaurants und Aktivitäten.
- WhatsApp: Fast jeder auf Mauritius nutzt WhatsApp - auch Hotels und Tourenanbieter kommunizieren darüber.
- My.t money: Mobile-Payment-App, nützlich, wenn du eine mauritische SIM hast.
Wassersport auf Mauritius
Das Meer rund um Mauritius ist ein Spielplatz für Wassersportler aller Art. Hier findest du alles, von entspanntem Schnorcheln bis zu Adrenalin-geladenem Kitesurfen.
Tauchen
Mauritius bietet exzellente Tauchbedingungen: warmes Wasser ganzjährig (22-28 Grad), gute Sichtweiten (15-40 Meter) und eine vielfältige Unterwasserwelt. Über 200 Tauchplätze sind rund um die Insel verteilt.
Beste Regionen zum Tauchen:
- Nordküste (Grand Baie, Trou aux Biches): Flache, farbenfrohe Riffe, perfekt für Anfänger. Coin de Mire bietet steilere Wände für Fortgeschrittene.
- Westküste (Flic-en-Flac, Tamarin): Berühmt für das Kathedralentauchen - Unterwasserhöhlen, durch die Lichtstrahlen fallen. Auch Wracks wie die 'Kei Sei 113' sind hier zu finden.
- Südküste: Wilderes Tauchen, stärkere Strömungen, aber auch die Chance auf größere Tiere.
Was kannst du sehen? Bunte Rifffische, Muränen, Schildkröten, Rochen (darunter Adlerrochen und manchmal Mantarochen), Riffhaie, Delfine. In der Saison (Oktober-Dezember) sogar Walhaie.
Preise: Ein Einzeltauchgang kostet etwa 1500-2000 Rupien (30-40 Euro), ein Doppeltauchgang 2500-4000 Rupien (50-80 Euro). PADI Open Water Kurse kosten 15000-20000 Rupien (300-400 Euro).
Mein Tipp: Auch wenn du kein zertifizierter Taucher bist, probiere einen Discover Scuba Dive - du bekommst eine Einführung und tauchst unter Anleitung bis 12 Meter. Perfekt zum Reinschnuppern.
Schnorcheln
Mauritius ist ein Schnorchelparadies. Die geschützten Lagunen bieten ruhiges, klares Wasser, und an vielen Stellen kannst du direkt vom Strand aus losschnorcheln.
Beste Schnorchelplätze:
- Blue Bay Marine Park: Der wohl beste Schnorchelspot der Insel. Geschütztes Meeresschutzgebiet mit intakten Korallen und hunderten Fischarten. Glasbodenboote bringen dich zu den besten Stellen.
- Trou aux Biches: Direkt vom Strand aus erreichst du Korallenformationen mit bunten Fischen.
- Ile aux Cerfs: Nicht der beste Schnorchelspot, aber kombiniert mit dem Strandtag eine nette Option.
- Nördliche Inseln (Ile Plate, Ilot Gabriel): Kristallklares Wasser und abwechslungsreiche Unterwasserwelt.
Schnorchelausrüstung kannst du überall günstig mieten (100-200 Rupien pro Tag) oder kaufen. Wenn du empfindliche Haut hast, erwäge ein Rash Guard gegen Sonnenbrand.
Kitesurfen
Mauritius hat sich zu einem der besten Kitesurfspots der Welt entwickelt. Die Kombination aus konstantem Wind, flachen Lagunen und atemberaubender Kulisse ist schwer zu schlagen.
Hauptspots:
- Le Morne: Der berühmteste Spot. Die flache Lagune ist perfekt für Anfänger und Freestyler, außerhalb des Riffs warten Wellen für die Könner. Die Kulisse mit dem Berg im Hintergrund ist ikonisch.
- Anse La Raie: Im Norden, weniger überlaufen als Le Morne, gut für Anfänger.
- Pointe d'Esny: Im Südosten, flaches Wasser und stetige Winde.
Beste Zeit: Die Passatwinde wehen von Mai bis November am stärksten und zuverlässigsten. Im mauritischen Sommer (Dezember-April) ist der Wind unbeständiger.
Kurse und Preise: Ein dreitägiger Anfängerkurs kostet etwa 15000-20000 Rupien (300-400 Euro). Equipment-Verleih für erfahrene Kiter liegt bei 2000-3000 Rupien (40-60 Euro) pro Tag. Mehrere internationale Kiteschulen sind am Le Morne ansässig.
Delfin-Touren
Vor der Westküste von Mauritius, besonders in der Bucht von Tamarin, leben Schulen von Spinnerdelfinen und Großen Tümmlern. Eine Delfintour gehört zu den beliebtesten Aktivitäten der Insel.
Die Boote starten früh am Morgen (meist gegen 7 Uhr), wenn die Delfine noch in Küstennähe sind. Mit etwas Glück kannst du nicht nur die Tiere vom Boot aus beobachten, sondern auch mit ihnen schwimmen - ein unvergessliches Erlebnis.
Wichtig: Wähle einen verantwortungsvollen Anbieter, der Abstand hält und die Tiere nicht bedrängt. Delfine sind wilde Tiere, kein Touristenspektakel. Seriöse Anbieter begrenzen die Zeit im Wasser und die Anzahl der Schwimmer.
Preise: Eine Halbtagestour mit Delfinschwimmen und anschließend Schnorcheln oder Inselhalt kostet etwa 2000-3500 Rupien (40-70 Euro) pro Person.
Weitere Wassersportarten
Stand-up-Paddling (SUP): Die ruhigen Lagunen sind perfekt fürs Paddeln. Verleih und Kurse gibt es an fast allen touristischen Stränden.
Kayaking: Erkunde die Küste auf eigene Faust. Einzel- und Doppelkayaks sind weit verbreitet.
Parasailing: Über der Lagune schweben mit Blick auf die Insel. Besonders in Grand Baie und Ile aux Cerfs angeboten.
Jetski: Schnell und laut über das Wasser düsen. Nicht jedermanns Sache, aber beliebt.
Segeln: Katamaran-Touren entlang der Küste sind eine entspannte Art, die Insel vom Wasser aus zu sehen. Oft mit Barbecue und Schnorchelstopp kombiniert.
Big Game Fishing: Mauritius liegt nahe der großen Tiefseegräben, wo Marlin, Thunfisch und andere Riesen leben. Die beste Saison ist von November bis April.
Wandern auf Mauritius
Überraschung: Mauritius ist nicht nur Strand. Das bergige Inselinnere bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten, von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren.
Black River Gorges Nationalpark
Der größte und wichtigste Nationalpark der Insel erstreckt sich über 6574 Hektar und schützt die letzten einheimischen Wälder. Über 60 Kilometer markierter Wege führen durch den Park.
Beliebte Trails:
- Macchabee Trail (10 km, 3-4 Stunden): Der klassische Wanderweg durch den einheimischen Wald. Mit Glück siehst du den Mauritius-Falken oder den Rosa-Tauben.
- Black River Peak Trail (7 km, 3 Stunden): Führt zum höchsten Punkt des Parks mit Panoramablick.
- Tamarin Falls Trail: Zu den sieben Wasserfällen, von denen einige zum Baden einladen. Besser mit Guide.
- Petrin to Plaine Champagne (6 km, 2 Stunden): Einfacher Weg mit schönen Aussichten.
Praktisches: Der Park ist kostenlos zugänglich. An den Eingängen (Petrin, Black River) gibt es Besucherzentren mit Karten. Wasser und Snacks mitnehmen, Sonnenschutz nicht vergessen. Die beste Zeit zum Wandern ist der mauritische Winter (Mai-Oktober), wenn es kühler und trockener ist.
Le Morne Brabant
Der Le Morne Brabant ist der bekannteste Berg von Mauritius und ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die Wanderung auf den 556 Meter hohen Gipfel ist anspruchsvoll, aber lohnend.
Die Tour: Der Aufstieg dauert etwa 3-4 Stunden hin und zurück. Der Weg ist teilweise steil und erfordert Trittsicherheit. Ein zertifizierter Guide ist seit 2011 vorgeschrieben - eine Maßnahme zum Schutz des Berges und seiner Geschichte.
Was dich erwartet: Spektakuläre Ausblicke auf die Lagune, die Halbinsel und die Westküste. Die Geschichte der entflohenen Sklaven, die hier Zuflucht fanden, verleiht der Wanderung eine tiefere Bedeutung.
Praktisches: Touren starten früh am Morgen (meist 6 oder 7 Uhr), um die Mittagshitze zu vermeiden. Kosten: etwa 1500-2500 Rupien (30-50 Euro) inklusive Guide. Gute Wanderschuhe und viel Wasser sind Pflicht.
Weitere Wanderungen
Corps de Garde: Ein markanter Berg bei Rose Hill, der in 2-3 Stunden bestiegen werden kann. Nicht technisch schwierig, aber steil.
Lion Mountain: In der Nähe von Mahebourg, benannt nach seiner Form. Die Wanderung ist kurz (1-2 Stunden), aber bietet großartige Ausblicke.
Signal Mountain: Oberhalb von Port Louis gelegen, ein beliebter Feierabend-Hike für Einheimische.
Pieter Both: Der zweithöchste Berg von Mauritius mit dem charakteristischen Felsbrocken auf dem Gipfel. Für erfahrene Wanderer mit Klettereinlagen.
Tipps fürs Wandern
- Früher Start: Beginne so früh wie möglich, um die Hitze zu meiden.
- Wasser: Mindestens 2 Liter pro Person, mehr bei längeren Touren.
- Sonnenschutz: Auch im Wald kann die Sonne intensiv sein.
- Feste Schuhe: Wanderschuhe oder zumindest Sportschuhe mit gutem Profil.
- Mückenschutz: Im Wald kann es mückig sein.
- Guide: Für Le Morne vorgeschrieben, für andere Touren oft empfohlen - sie kennen die besten Wege und die Geschichten dahinter.
Familienurlaub auf Mauritius
Mauritius ist ein hervorragendes Ziel für Familien. Die Kombination aus sicheren Stränden, guter Infrastruktur und kinderfreundlichen Aktivitäten macht es zu einer stressfreien Option.
Warum Mauritius für Familien?
- Die meisten Strände haben flach abfallenden Sand und ruhiges Wasser in den Lagunen - perfekt zum Planschen.
- Keine gefährlichen Tiere, keine giftigen Schlangen oder Spinnen.
- Gute medizinische Versorgung, falls etwas passiert.
- Viele Hotels bieten Kinderclubs und Babysitting-Services.
- Die Zeitverschiebung ist gering - wenig Jetlag für kleine Reisende.
Aktivitäten für Kinder
Casela Nature Parks: Ein Tierpark mit Interaktionsmöglichkeiten - mit Löwen laufen (für größere Kinder), Vögel füttern, Quad fahren.
L'Aventure du Sucre: Ein Museum in einer ehemaligen Zuckerfabrik. Kinder können die Geschichte des Zuckers auf spielerische Weise lernen.
Ile aux Cerfs: Flaches Wasser zum Spielen, Sandburgen bauen, Parasailing für mutigere ältere Kinder.
Unterwasser-Spaziergang (Undersea Walk): Mit speziellen Helmen auf dem Meeresboden laufen und Fische füttern. Für Kinder ab etwa 8 Jahren geeignet.
Glasbodenboote: Die Unterwasserwelt sehen, ohne nass zu werden - perfekt für Kleine.
Unterkunftempfehlungen für Familien
Viele große Resorts sind auf Familien eingestellt, mit Kinderpools, Spielplätzen und organisierten Aktivitäten. Schau nach Hotels, die explizit 'family-friendly' sind und Kinderbetreuung anbieten, wenn du mal einen Abend für euch haben willst.
Alternativ kann eine Ferienwohnung praktisch sein - mehr Platz, Kochmöglichkeit für wählerische Esser, Flexibilität bei den Mahlzeiten.
Praktische Tipps
- Bring ausreichend Sonnencreme mit hohem LSF - die Tropensonne ist intensiv.
- Badeschuhe schützen vor Seeigeln und heißem Sand.
- Eine Strandmuschel oder Sonnenschirm ist Gold wert für Kleinkinder.
- Windeln und Babynahrung sind in Supermärkten erhältlich, aber die Auswahl ist begrenzt.
Romantischer Urlaub und Hochzeiten auf Mauritius
Mauritius ist eines der beliebtesten Flitterwochenziele der Welt - und das aus gutem Grund. Die Kombination aus traumhaften Stränden, luxuriösen Hotels und romantischer Atmosphäre ist schwer zu schlagen.
Warum Mauritius für Paare?
Die Insel bietet alles, was ein romantischer Urlaub braucht: Sonnenuntergänge über dem Meer, abgelegene Strände, Spas mit Paarbehandlungen, Candle-Light-Dinner am Strand. Viele Hotels haben sich auf Flitterwochengäste spezialisiert und bieten Pakete mit Champagner, Rosenblättern und privatem Service.
Heiraten auf Mauritius
Ja, du kannst auf Mauritius legal heiraten, und ja, die Ehe wird in Deutschland anerkannt. Der Prozess erfordert etwas Papierarbeit, ist aber machbar.
Voraussetzungen:
- Beide Partner müssen mindestens einen Werktag vor der Hochzeit auf Mauritius sein.
- Benötigte Dokumente: Reisepass, Geburtsurkunde, bei Geschiedenen das Scheidungsurteil, bei Verwitweten die Sterbeurkunde.
- Alle Dokumente müssen übersetzt und apostilliert sein.
Praktisches: Die meisten Paare nutzen einen Wedding Planner oder das Hochzeitspaket ihres Hotels, die sich um den Papierkram kümmern. Eine standesamtliche Hochzeit auf Mauritius kostet etwa 1000-1500 Euro an Gebühren, dazu kommen die Kosten für Location, Fotograf und Feier.
Romantische Aktivitäten
- Sonnenuntergangskreuzfahrt auf einem Katamaran
- Paar-Spa mit Massage bei Meeresrauschen
- Privates Dinner am Strand unter Sternen
- Delfinschwimmen bei Sonnenaufgang
- Helikopterflug über die Insel
- Wanderung zum Sonnenaufgang auf Le Morne
Fazit: Dein Mauritius-Abenteuer wartet
Mauritius ist mehr als nur eine tropische Insel mit schönen Stränden - obwohl die Strände wirklich spektakulär sind. Es ist ein Ort, an dem Kulturen aufeinandertreffen und etwas Einzigartiges geschaffen haben. Es ist eine Insel mit Bergen und Wasserfällen, mit einer der faszinierendsten Unterwasserwelten der Welt, mit einer Küche, die dich überraschen wird.
Ob du zum Tauchen kommst oder zum Faulenzen, ob du wandern willst oder kitesurfen, ob du mit der Familie reist oder zu zweit - Mauritius hat für jeden etwas. Und das Beste: Die Insel ist gerade groß genug, um dich wochenlang zu beschäftigen, aber klein genug, um sie wirklich kennenzulernen.
Mein Rat: Bleib mindestens zehn Tage, besser zwei Wochen. Beschränke dich nicht auf einen Ort, sondern erkunde verschiedene Regionen. Iss dort, wo die Einheimischen essen. Sprich mit den Menschen - du wirst feststellen, wie offen und freundlich sie sind. Und ja, geh auch mal abseits der ausgetretenen Pfade.
Die beste Reisezeit für die meisten ist Mai bis November, aber auch die anderen Monate haben ihre Reize. Buche früh, besonders wenn du in der Hochsaison reisen willst. Und vergiss nicht: Mauritius ist kein Billigziel, aber es ist jeden Euro wert.
Pack also deine Koffer, schnapp dir deinen Reisepass, und mach dich auf den Weg. Die Trauminsel im Indischen Ozean wartet auf dich. Und ich verspreche dir: Du wirst nicht enttäuscht sein.
Gute Reise und viel Spaß auf Mauritius!
Zusätzliche Tipps und Informationen
Beste Fotospots auf Mauritius
Mauritius ist ein Paradies für Fotografen. Hier sind die Orte, an denen du die besten Aufnahmen bekommst:
Le Morne: Der ikonische Berg ist aus fast jedem Winkel fotogen. Besonders bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang sind die Farben atemberaubend. Der Blick von der Lagune hinüber zum Berg ist das klassische Mauritius-Motiv.
Chamarel: Die Siebenfarbige Erde ist bei klarem Wetter besonders eindrucksvoll. Der Chamarel-Wasserfall lässt sich vom Aussichtspunkt gut einfangen, aber bring ein Teleobjektiv mit.
Cap Malheureux: Die kleine Kirche mit dem roten Dach vor dem türkisblauen Meer ist eines der meistfotografierten Motive der Insel. Komm am besten am Vormittag, wenn das Licht von vorne kommt.
Port Louis Markt: Für Straßenfotografie und Porträts - aber frag immer zuerst. Die Farben der Gewürze und Früchte sind ein Traum.
Ile aux Cerfs: Die klassischen Tropenstrände mit Palmen und türkisem Wasser. Am besten früh am Morgen, bevor die Massen kommen.
Gris Gris: Dramatische Klippen und tosende Wellen - ein Kontrast zu den ruhigen Lagunen anderswo.
Nachhaltig reisen auf Mauritius
Als Besucher kannst du dazu beitragen, die Schönheit von Mauritius zu erhalten:
- Rifffreundliche Sonnencreme: Normale Sonnencremes enthalten Chemikalien, die Korallen schädigen. Wechsle zu mineralischen Alternativen ohne Oxybenzon und Octinoxat.
- Plastik vermeiden: Bring eine wiederverwendbare Wasserflasche mit. Das Leitungswasser ist trinkbar.
- Lokale Anbieter unterstützen: Wähle lokale Restaurants, Guides und Unterkünfte statt internationaler Ketten.
- Tierschutz respektieren: Vermeide Attraktionen, die Wildtiere in Gefangenschaft halten oder bedrängen. Delfinschwimmen nur mit verantwortungsvollen Anbietern.
- Müll mitnehmen: Hinterlass Strände und Wanderwege so, wie du sie vorgefunden hast - oder sauberer.
- Naturschutzprojekte unterstützen: Ein Besuch bei Ile aux Aigrettes oder eine Spende an die Mauritian Wildlife Foundation hilft direkt.
Mauritius für digitale Nomaden
Mit guter Internetverbindung und angenehmer Lebensqualität zieht Mauritius zunehmend Fernarbeiter an. Seit 2020 gibt es ein spezielles Premium Travel Visa für Langzeitaufenthalte von bis zu einem Jahr.
Vorteile: Stabile Internetverbindung, keine Visaprobleme für EU-Bürger bei kürzeren Aufenthalten, gute Lebensqualität, niedrige Kriminalität, angenehmes Klima.
Herausforderungen: Lebenshaltungskosten höher als in typischen Nomaden-Destinationen wie Bali oder Thailand. Nachtleben und kulturelles Angebot begrenzt.
Coworking: Es gibt einige Coworking Spaces in Port Louis und Grand Baie. Viele Cafés bieten WLAN und tolerieren Laptoparbeiter.
Mauritius abseits der Touristenpfade
Wenn du das authentische Mauritius erleben willst, hier einige Tipps:
Mahebourg: Diese Küstenstadt im Südosten hat den Charme vergangener Zeiten bewahrt. Der Montagsmarkt ist einer der authentischsten der Insel. Die Waterfront ist perfekt für einen Spaziergang bei Sonnenuntergang.
Rodrigues: Schon erwähnt, aber es verdient Betonung - wer das ursprüngliche Mauritius sucht, findet es auf dieser kleinen Schwesterinsel.
Curepipe: Die Stadt im Zentralplateau ist nicht hübsch, aber authentisch. Der Markt, der botanische Garten und das Rathaus zeigen das mauritische Alltagsleben fernab vom Tourismus.
Feste und Feiertage: Wenn du die Möglichkeit hast, plan deinen Besuch um ein Festival. Maha Shivaratri (Februar/März), Diwali (Oktober/November), das chinesische Neujahrsfest - all diese Feiern sind spektakulär und öffentlich zugänglich.
Mauritius im Vergleich zu anderen Tropenzielen
Wie schneidet Mauritius im Vergleich zu anderen beliebten Zielen ab?
Mauritius vs. Malediven: Die Malediven haben die spektakuläreren Unterwasserwelten und das ultimative Luxus-Strand-Erlebnis. Mauritius bietet mehr Abwechslung - Berge, Kultur, Aktivitäten außerhalb des Wassers. Mauritius ist günstiger und hat mehr zu sehen.
Mauritius vs. Seychellen: Ähnliche Preisklasse, aber unterschiedlicher Charakter. Die Seychellen sind ursprünglicher und naturbelassener, Mauritius ist entwickelter mit besserer Infrastruktur. Beide haben traumhafte Strände.
Mauritius vs. Thailand: Thailand ist deutlich günstiger und bietet mehr kulturelle Tiefe. Mauritius hat die schöneren Strände und das sichere Umfeld. Für Familien mit kleinen Kindern ist Mauritius die stressfreiere Wahl.
Mauritius vs. Bali: Bali hat die reichere Kultur und das aktivere Nachtleben. Mauritius hat die besseren Strände und die entspanntere Atmosphäre. Bali ist günstiger, aber auch überlaufener.
Was du nicht verpassen solltest
Zum Abschluss eine Checkliste der unvergesslichen Erlebnisse:
- Sonnenuntergang am Flic-en-Flac Beach - einer der schönsten der Welt.
- Street Food auf dem Zentralmarkt in Port Louis - authentischer geht nicht.
- Schnorcheln im Blue Bay Marine Park - die Unterwasserwelt ist atemberaubend.
- Wanderung im Black River Gorges Nationalpark - das grüne Herz der Insel.
- Rumverkostung in Chamarel - schmecken, wie gut mauritischer Rum sein kann.
- Schwimmen mit Delfinen bei Tamarin - ein unvergessliches Erlebnis.
- Bootstour zur Ile aux Cerfs - der Inbegriff des tropischen Paradieses.
- Besuch eines Hindu-Tempels - die kulturelle Vielfalt hautnah erleben.
- Dholl Puri an einer Straßenecke - das inoffizielle Nationalgericht für wenige Cent.
- Blick auf den Le Morne - das Wahrzeichen von Mauritius.
Mauritius ist nicht perfekt - kein Ort ist das. Aber es kommt dem Ideal einer tropischen Trauminsel verdammt nahe. Die Mischung aus Natur, Kultur, Geschichte und Gastfreundschaft ist einzigartig. Und am Ende, wenn du im Flugzeug sitzt und die Insel unter dir kleiner wird, wirst du eines wissen: Du willst wiederkommen.
Anhang: Nützliche Adressen und Kontakte
Botschaften und Konsulate
Deutsche Botschaft in Mauritius:
32 St George Street, Port Louis
Tel: +230 211 9471
Notfall außerhalb der Bürozeiten: +230 5721 8818
Österreichisches Honorarkonsulat:
Labourdonnais Waterfront Hotel, Port Louis
Tel: +230 202 4000
Schweizer Botschaft:
Mauritius wird von der Schweizer Botschaft in Pretoria (Südafrika) mitbetreut.
Tel: +27 12 452 0660
Notfallnummern
- Polizei: 999 oder 112
- Krankenwagen: 114
- Feuerwehr: 115
- Küstenwache: 212 2747
Krankenhäuser
Öffentlich:
Dr. A. G. Jeetoo Hospital, Port Louis: +230 212 3201
SSRN Hospital, Pamplemousses: +230 243 3661
Privat (empfohlen):
City Clinic, Port Louis: +230 203 0890
Clinique Darne, Curepipe: +230 601 2300
Apollo Bramwell Hospital, Moka: +230 605 1000
Touristen-Information
Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA)
www.tourism-mauritius.mu
Tel: +230 210 1545
Flughafeninfos
Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport (MRU)
Fluginformationen: +230 603 6000
www.aml.mru.aero
Autovermietungen (Auswahl)
- Avis: +230 405 4500
- Hertz: +230 637 3695
- Europcar: +230 401 4600
- Budget: +230 233 2300
Tauchschulen (Auswahl)
- Blue Water Diving, Flic-en-Flac: +230 453 8447
- Dive Dream, Grand Baie: +230 263 8633
- Ocean Spirit, Trou aux Biches: +230 265 7181
Kiteschulen am Le Morne
- Ion Club: +230 5250 5265
- Kite Globing: +230 5729 8015
- Yoaneye Kite School: +230 5423 7050
Mit diesen Informationen bist du bestens gerüstet für dein Mauritius-Abenteuer. Viel Spaß und unvergessliche Erlebnisse auf der Trauminsel im Indischen Ozean!
Besondere Erlebnisse für verschiedene Interessen
Für Naturliebhaber
Mauritius bietet trotz seiner geringen Größe eine erstaunliche Vielfalt an Naturerlebnissen. Die endemische Flora und Fauna der Insel ist einzigartig auf der Welt.
Vogelbeobachtung: Der Mauritius-Falke, einst der seltenste Vogel der Welt mit nur vier bekannten Exemplaren in den 1970er Jahren, hat sich dank intensiver Schutzbemühungen erholt. Im Black River Gorges Nationalpark kannst du ihn mit etwas Glück beobachten. Auch der Rosa-Taube (Mauritius Pink Pigeon), der Mauritius-Sittich und verschiedene endemische Weißaugenvögel sind hier heimisch.
Botanische Gärten: Der Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden in Pamplemousses ist einer der ältesten botanischen Gärten der Südlichen Hemisphäre. Berühmt sind die riesigen Victoria-Seerosen, deren Blätter einen kleinen Menschen tragen könnten. Aber auch die Sammlung tropischer Bäume und Palmen aus aller Welt ist beeindruckend.
Wasserfälle: Neben dem bekannten Chamarel-Wasserfall gibt es zahlreiche weitere Wasserfälle zu entdecken. Die Tamarind Falls (auch Rochester Falls genannt) bieten natürliche Pools zum Baden. Alexandra Falls im Nationalpark ist weniger besucht, aber genauso spektakulär.
Riesenschildkröten: Obwohl die ursprünglichen mauritischen Riesenschildkröten ausgestorben sind, wurden Aldabra-Riesenschildkröten von den Seychellen eingeführt. Im La Vanille Nature Park kannst du diese beeindruckenden Tiere aus nächster Nähe erleben und sogar füttern.
Für Abenteurer
Mauritius bietet mehr Adrenalin, als man einer kleinen Tropeninsel zutrauen würde.
Canyoning: Die Schluchten und Wasserfälle im Süden der Insel eignen sich perfekt für Canyoning-Abenteuer. Die Tamarind Falls bieten verschiedene Routen, von anfängerfreundlich bis anspruchsvoll. Mehrere Anbieter führen geführte Touren durch, bei denen du abseilen, klettern, springen und schwimmen kannst.
Zip-Lining: Mehrere Parks bieten Seilrutschen durch den Dschungel. Die längsten befinden sich im Casela Nature Park und im Domain de L'Etoile. Einige führen über Schluchten und bieten spektakuläre Ausblicke.
Quad-Touren: Erkunde die Zuckerrohrfelder und das Bergland auf einem Quad. Touren führen durch Plantagen, Wälder und zu versteckten Aussichtspunkten. Besonders beliebt in der Region um Chamarel und im Domain de L'Etoile.
Segway-Touren: Eine ungewöhnliche, aber spaßige Art, die Insel zu erkunden. Geführte Touren gibt es in verschiedenen Regionen.
Paragliding: Von den Bergen des Zentralplateaus aus kannst du bei guten Bedingungen über die Insel gleiten. Ein unvergessliches Erlebnis mit Blick auf Küste und Berge.
Für Golfer
Mauritius hat sich als Golfdestination einen Namen gemacht. Mehrere erstklassige Plätze nutzen die natürliche Schönheit der Insel als Kulisse.
Ile aux Cerfs Golf Club: Ein von Bernhard Langer entworfener 18-Loch-Platz auf der berühmten Insel. Boottransfer vom Festland inklusive. Einer der schönsten Plätze im Indischen Ozean.
Heritage Golf Club: Im Süden bei Bel Ombre, am Fuß der Berge gelegen. Von Peter Matkovich entworfen, gilt er als einer der besten Plätze Afrikas.
Anahita Golf Club: An der Ostküste, entworfen von Ernie Els. 18 Löcher mit Blick auf das Meer und die Berge.
Tamarina Golf Club: Im Westen, eingebettet in die natürliche Landschaft mit Blick auf den Tamarin Mountain. Bekannt für seine natürliche Gestaltung.
Die meisten Plätze sind auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich, erfordern aber eine Buchung. Green Fees liegen zwischen 100 und 250 Euro je nach Platz und Saison.
Für Wellness-Suchende
Die Luxusresorts auf Mauritius haben Spas zu einem Kunstform erhoben. Aber auch außerhalb der Hotels gibt es hervorragende Wellness-Angebote.
Ayurveda: Mehrere Zentren bieten authentische ayurvedische Behandlungen an, von einfachen Massagen bis hin zu mehrwöchigen Kuren. Die indische Bevölkerung der Insel sorgt für gut ausgebildete Therapeuten.
Yoga: Besonders in der Region um Tamarin hat sich eine lebendige Yoga-Szene entwickelt. Studios bieten Drop-in-Klassen, Retreats und Lehrerausbildungen an.
Hot Mineral Springs: Im Süden der Insel, bei Souillac, gibt es heiße Mineralquellen. Die Einrichtungen sind einfach, aber die Quelle ist authentisch und ein Geheimtipp.
Spa-Hotels: Fast jedes Fünf-Sterne-Resort hat ein beeindruckendes Spa. Die Behandlungen reichen von traditionellen Massagen bis zu High-Tech-Anwendungen. Rechne mit 80-200 Euro pro Behandlung.
Für Geschichtsinteressierte
Die Geschichte von Mauritius ist komplex und faszinierend - von der Entdeckung durch Araber und Portugiesen über die niederländische, französische und britische Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeit 1968.
Aapravasi Ghat: Dieses UNESCO-Weltkulturerbe in Port Louis war der Ankunftsort für über 500.000 indische Vertragsarbeiter zwischen 1834 und 1920. Sie kamen, um nach der Abschaffung der Sklaverei auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Das kleine Museum erzählt ihre Geschichte.
Le Morne Cultural Landscape: Ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. Der Berg war Zufluchtsort für entflohene Sklaven. Die Geschichte ist bewegend und gut dokumentiert.
Blue Penny Museum: In der Caudan Waterfront in Port Louis gelegen, zeigt es die Geschichte der Insel durch Kunst, Artefakte und die berühmten Blue Penny Briefmarken, die zu den seltensten der Welt gehören.
Eureka House: Ein gut erhaltenes kreolisches Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, das einen Einblick in das Leben der Kolonialzeit bietet. Die Führung ist informativ und die Architektur beeindruckend.
Frederick Hendrik Museum: In der Nähe des Flughafens gelegen, auf dem Gelände der ersten niederländischen Siedlung. Ausgrabungen haben Überreste aus dem 17. Jahrhundert freigelegt.
Für Foodies
Über die bereits beschriebene mauritische Küche hinaus gibt es einige besondere kulinarische Erlebnisse:
Kochkurse: Lerne, authentische mauritische Gerichte zuzubereiten. Mehrere Anbieter bieten Kurse an, oft kombiniert mit einem Marktbesuch, um die Zutaten zu kaufen. Ein halbtägiger Kurs kostet etwa 50-100 Euro.
Rumverkostungen: Die Destillerien von Chamarel, New Grove und St Aubin bieten Führungen mit Verkostung an. Du lernst den Herstellungsprozess kennen und probierst verschiedene Sorten - von weißem Rum bis zu gelagerten Premium-Varianten.
Tee-Erlebnis: Die Teefabrik und das Museum von Bois Cheri im Süden bieten Führungen durch die Plantagen und die Fabrik, gefolgt von einer Teeverkostung mit Blick über die grünen Hügel.
Straßenmärkte: Neben dem großen Markt in Port Louis sind die Märkte in Quatre Bornes (Donnerstag und Sonntag), Flacq (Mittwoch und Sonntag) und Mahebourg (Montag) einen Besuch wert. Hier kaufen die Einheimischen ein, und du findest authentische Produkte zu lokalen Preisen.
Fine Dining: Mauritius hat mehrere Restaurants, die internationale Standards erfüllen. Die Spitzenrestaurants in den Luxusresorts und einige unabhängige Restaurants in Grand Baie und Tamarin bieten kreative Küche auf hohem Niveau.
Klimadaten und Wetterstatistiken
Zum besseren Verständnis des mauritischen Klimas hier einige Durchschnittswerte:
Temperaturen (Küste):
- Januar-März: 26-30 Grad Celsius
- April-Juni: 23-27 Grad Celsius
- Juli-September: 20-25 Grad Celsius
- Oktober-Dezember: 23-28 Grad Celsius
Wassertemperaturen:
- Sommer (Dezember-April): 26-28 Grad Celsius
- Winter (Juni-September): 22-24 Grad Celsius
Niederschlag:
- Westküste: Am trockensten, etwa 700-900 mm pro Jahr
- Ostküste: Mehr Regen, etwa 1500-2000 mm pro Jahr
- Zentralplateau: Am feuchtesten, bis zu 4000 mm pro Jahr
Sonnenstunden:
- Sommer: 7-8 Stunden pro Tag
- Winter: 6-7 Stunden pro Tag
UV-Index: Ganzjährig hoch bis sehr hoch (8-11). Sonnenschutz ist unverzichtbar.
Packliste für Mauritius
Zum Abschluss eine praktische Packliste, angepasst an die Bedingungen vor Ort:
Kleidung:
- Leichte, atmungsaktive Kleidung (Baumwolle oder Funktionsmaterial)
- Badebekleidung (mehrere zum Wechseln)
- Leichte Jacke oder Pullover (für klimatisierte Räume und kühlere Abende)
- Etwas Eleganteres für gehobene Restaurants
- Lange Hose und langärmliges Hemd/Bluse (für Tempelbesuche)
Schuhe:
- Bequeme Sandalen oder Flip-Flops
- Wasserschuhe oder Badeschuhe (gegen Seeigel)
- Sportschuhe oder leichte Wanderschuhe (für Ausflüge)
Schutz:
- Sonnencreme mit hohem LSF (50+), möglichst rifffreundlich
- Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Sonnenhut oder Kappe
- Mückenschutz
Ausrüstung:
- Schnorchelausrüstung (optional, kann vor Ort geliehen werden)
- Wasserdichte Hülle für das Handy
- Unterwasserkamera oder GoPro
- Reiseadapter (britischer Stecker, Typ G)
- Kleine Taschenlampe
Dokumente:
- Reisepass (mindestens 6 Monate gültig)
- Flugtickets (digital oder ausgedruckt)
- Hotelbuchungen (digital oder ausgedruckt)
- Führerschein (wenn du ein Auto mieten willst)
- Kreditkarten und etwas Bargeld (Euro zum Wechseln)
- Auslandskrankenversicherungsnachweis
Apotheke:
- Persönliche Medikamente
- Durchfallmedikamente
- Schmerzmittel
- Pflaster und Desinfektionsmittel
- After-Sun oder Aloe-Vera-Gel
Mauritius ist ein entwickeltes Land, und fast alles ist vor Ort erhältlich. Vergessene Dinge sind also kein Drama. Aber gut vorbereitet startet der Urlaub entspannter.
Damit ist dieser umfassende Mauritius-Guide komplett. Ich wünsche dir eine unvergessliche Reise auf diese wunderbare Insel im Indischen Ozean. Ob du wegen der Strände kommst, wegen der Natur, der Kultur oder der Abenteuer - Mauritius wird dich nicht enttäuschen. Gute Reise!