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Bahamas: Der komplette Reisefuehrer für deutschsprachige Reisende
Warum die Bahamas
Die Bahamas sind weit mehr als eine Postkarte mit tuerkisem Wasser und weißem Sand -- obwohl es davon hier im Ueberfluss gibt. Ein Archipel aus über 700 Inseln und 2500 Korallenriffen, der sich über 1200 Kilometer von der Kueste Floridas bis nach Haiti erstreckt, ist ein ganzes Universum, versteckt im Atlantischen Ozean. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Grund zurueckzukehren. Und wenn Sie glauben, die Bahamas seien nur Nassau und das Atlantis mit seinem Wasserpark, dann haben Sie bisher nur das Cover eines sehr dicken und fesselnden Buches gesehen.
Das Wasser hier ist so klar, dass Boote aus der Vogelperspektive zu schweben scheinen. Das ist kein Photoshop und kein Filter -- das ist die Realitaet der Exumas, wo die Meerestiefe drei Meter betragen kann und die Sichtweite alle fünfzehn. Genau hier befinden sich die berühmten schwimmenden Schweine von Big Major Cay, die Sie bestimmt auf Instagram gesehen haben. Aber glauben Sie mir, die Schweine sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Unterwasserhoehlen von Andros, das drittgroesste Barriereriff der Welt, Blue Holes mit über 200 Metern Tiefe, rosa Straende auf Harbour Island -- jeder dieser Punkte ist eine eigene Reise wert.
Die Bahamas sind ein Ort, an dem Luxus und Einfachheit nebeneinander existieren. Fünf-Sterne-Resorts befinden sich nur eine Bootsstunde entfernt von Doerfern, in denen Fischer immer noch bei Sonnenaufgang aufs Meer hinausfahren und ihren Fang direkt am Strand grillen. Sie können eine Woche im Mega-Resort Atlantis Paradise Island verbringen, ohne es je zu verlassen, oder ein Kajak mieten und eine Woche lang zwischen unbewohnten Inselchen umherpaddeln und im Zelt am Strand übernachten, wo der nächste Mensch einige Meilen tuerkisfarbenes Wasser entfernt ist.
Kulturell sind die Bahamas ein einzigartiger Mix. Das britische Kolonialerbe (das Land würde erst 1973 unabhängig) vermischt sich mit afrikanischen Traditionen, karibischem Temperament und amerikanischem Einfluss. Das Ergebnis ist Junkanoo, ein grandioser Karneval, der am Boxing Day und Neujahr stattfindet, mit Kostuemen aus Krepppapier, Goombay-Trommeln und einer Energie, die Gaensehaut verursacht. Rake-and-Scrape-Musik, Küche mit Conch und Guave, Rum an jeder Ecke -- die Bahamas sind lebendig, echt, pulsierend.
Für deutschsprachige Reisende gibt es einen entscheidenden Vorteil, der oft uebersehen wird: Die Bahamas sind logistisch überraschend unkompliziert. Englisch ist Amtssprache -- und das Schulenglisch der meisten Deutschen, Österreicher und Schweizer reicht voellig aus. Der US-Dollar wird überall akzeptiert (der Bahama-Dollar ist 1:1 an den US-Dollar gekoppelt), und Sie müssen sich nicht mit exotischen Waehrungen herumschlagen. Für Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt: kein Visum noetig für Aufenthalte bis 90 Tage. Sie benoetigen lediglich einen gueltigen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgueltigkeit und ein Rueckflugticket. Das ist deutlich unkomplizierter als viele andere Karibikdestinationen.
Und noch ein Argument speziell für DACH-Reisende: Wer dem mitteleuropaeischen Winter entfliehen will, findet auf den Bahamas zwischen Dezember und April perfekte Bedingungen -- 24 bis 28 Grad, wenig Regen, angenehme Luftfeuchtigkeit. Das ist genau die Zeit, in der zu Hause der Himmel grau ist und die Temperaturen um den Gefrierpunkt tanzen. Die Bahamas sind eines dieser seltenen Ziele, bei denen das Klischee vollstaendig der Realitaet entspricht: Sie steigen in das Flugzeug -- und nach etwa zehn Flugstunden (mit Umstieg) befinden Sie sich im Paradies.
Regionen der Bahamas: Welche passt zu Ihnen
New Providence und Nassau -- Hauptstadtenergie
Nassau ist die Hauptstadt der Bahamas und die mit Abstand am dichtesten besiedelte Insel des Archipels. Hier lebt etwa 70 Prozent der gesamten Bevoelkerung, und hierhin fliegt die ueberwiegende Mehrheit der Touristen. New Providence ist eine kleine Insel, nur 34 mal 11 Kilometer, aber die Konzentration an Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Straenden pro Quadratkilometer ist enorm.
Die Innenstadt von Nassau besteht aus bunten Kolonialgebaeuden entlang der Bay Street, dem Straw Market, wo Haendlerinnen geflochtene Taschen und geschnitzte Holzfiguren anbieten, und Reihen von Juweliergeschaeften für Kreuzfahrtpassagiere. Fort Charlotte, erbaut 1789, thront über der Stadt und bietet anstaendige Ausblicke auf den Hafen. Daneben befindet sich die Queen's Staircase, 65 Stufen, die von Sklaven Ende des 18. Jahrhunderts in den Kalksteinfelsen gehauen würden. Sie ist ein Wahrzeichen der Stadt, aber der Aufstieg bei Hitze kann anstrengend sein -- nehmen Sie Wasser mit.
Cable Beach ist die wichtigste Kurortzone von New Providence. Hier befinden sich die größten Hotels, darunter Baha Mar -- ein Mega-Komplex mit drei Hotels (Grand Hyatt, SLS, Rosewood), einem Kasino, einem Golfplatz von Jack Nicklaus und einem eigenen Strand mit feinem weißem Sand. Cable Beach erstreckt sich über mehrere Kilometer und eignet sich ideal für diejenigen, die Strandurlaub mit Nachtleben und Restaurants verbinden möchten. Für DACH-Reisende, die an die Standards europaeischer Luxushotels gewoehnt sind, wird Baha Mar keine Enttaeuschung sein -- das Rosewood entspricht durchaus dem Niveau eines europaeischen Fünf-Sterne-Hauses.
Junkanoo Beach ist der zugaenglichste Strand der Stadt, direkt im Zentrum von Nassau gelegen, in Gehdistanz vom Kreuzfahrthafen. Hier ist immer viel los, besonders wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, aber die Atmosphaere ist entspannt: lokale Händler verkaufen Kokosnuesse und gebratenen Conch, Musik läuft, man kann eine Liege für ein paar Dollar mieten. Das ist nicht der Strand, an den man wegen Einsamkeit faehrt, aber für ein paar Stunden zwischen Ausflügen ist er voellig in Ordnung.
Love Beach ist eine ruhigere Alternative zu Cable Beach an der Westkueste der Insel. Hier gibt es weniger Touristen, saubereren Sand und wunderschoene Korallenriffe direkt vor der Kueste -- ein hervorragender Ort zum Schnorcheln. In der Nähe liegt das Southwest Reef, einer der besten Tauchplaetze von New Providence. Allerdings ist Vorsicht geboten: Im Dezember 2024 gab die US-Botschaft eine Warnung vor Ueberfaellen in dieser Gegend heraus, besonders nach Einbruch der Dunkelheit. Besuchen Sie Love Beach tagsueher und gehen Sie nicht allein -- dann ist es wunderbar.
Paradise Island ist eine eigene Welt, über zwei Brücken mit Nassau verbunden. Hier befindet sich Atlantis Paradise Island -- ein Resort, das sich kaum in einem Wort beschreiben laesst. Es ist eine ganze Stadt mit dem Wasserpark Aquaventure (dem größten der Karibik), einem Aquarium mit über 50.000 Meeresbewohnern, einem Kasino, einem Golfplatz und fast fünfzig Restaurants. Im Jahr 2025 schloss Atlantis eine umfassende Renovierung im Wert von 150 Millionen Dollar ab -- acht neue Restaurants, renovierte Zimmer und neue Attraktionen. Selbst wenn Sie nicht im Atlantis übernachten, lohnt sich ein Tagesbesuch. Der Eintritt zum Marine Habitat kostet etwa 40 Dollar für Nicht-Gäste -- aber die Unterwasserwelt mit Haien, Rochen und tropischen Fischen in offenen Becken ist beeindruckend.
Grand Bahama -- die zweitwichtigste Insel
Grand Bahama ist die zweitwichtigste Touristeninsel des Archipels und liegt nur 90 Kilometer von der Kueste Floridas entfernt. Die Hauptstadt ist Freeport, wo sich der Hafen, der Flughafen und die meisten Hotels befinden. Lucaya ist die Kurortzone mit den besten Straenden der Insel, darunter der berühmte Lucayan Beach, der regelmaessig in den Top-Listen der besten Straende der Karibik auftaucht.
Grand Bahama würde durch Hurrikan Dorian 2019 schwer beschaedigt, und die Erholung dauerte Jahre. Aber jetzt erlebt die Insel eine echte Renaissance. Das Hauptereignis ist die Rekonstruktion des Grand Lucayan Resorts im Wert von 827 Millionen Dollar. Das Projekt umfasst drei neue Hotelgebaeude, einen Yachthafen für Megayachten, Ueberwasser-Bungalows, einen Golfplatz nach dem Entwurf von Greg Norman, ein 2300 Quadratmeter großes Kasino, einen Wasserpark für Familien und Strandclubs. Es wird einer der größten Resortkomplexe der Region sein.
Der Lucayan National Park ist das Juwel von Grand Bahama. Hier befindet sich eines der längsten Unterwasserhoehlen-Systeme der Welt (über 10 Kilometer erforschte Gänge) sowie Mangrovenwalder, Gezeitenbuchten und der Gold Rock Beach -- einer der schönsten und ruhigsten Straende des gesamten Archipels. Der Eintritt in den Park kostet 5 Dollar, und das sind vermutlich die besten 5 Dollar, die Sie auf den Bahamas ausgeben werden.
Garden of the Groves ist ein botanischer Gärten mit Wasserfaellen, tropischen Voegeln und einer Kapelle. Ein idealer Ort für einen ruhigen Morgen, wenn man genug vom Strand hat. In der Nähe befindet sich die Perfume Factory, wo man seinen eigenen Duft aus lokalen Zutaten kreieren kann. Port Lucaya Marketplace ist ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum mit Restaurants, Bars, Geschaeften und Livemusik am Abend. Hier gibt es gute Fischrestaurants und Barbecue direkt an der Promenade.
Exuma -- Trauminseln
Wenn Nassau die laute Stadt ist, dann sind die Exumas ein Fluestern des Ozeans. Eine Kette aus 365 Inseln und Riffen (eine Insel für jeden Tag des Jahres, wie die Einheimischen gerne sagen) erstreckt sich über 200 Kilometer suedoestlich von Nassau. Die meisten sind unbewohnt, und genau hier befinden sich die postkartenwuerdigen Aussichten, für die Menschen von der anderen Seite der Welt herfliegen.
Great Exuma ist die Hauptinsel mit Flughafen und dem Städtchen Georgetown, wo man Hotels, Restaurants und Bootsverleih finden kann. Hier findet jährlich die Family Island Regatta statt -- der größte Segelwettbewerb der Bahamas, der das verschlafene Georgetown in einen Karneval auf dem Wasser verwandelt.
Der Exuma Cays Land and Sea Park ist der erste Meerespark der Welt (gegründet 1958) und eines der am besten erhaltenen marinen Oekosysteme des Planeten. Hier sind Fischfang und Korallensammeln verboten, weshalb die Unterwasserwelt durch ihre Vielfalt besticht. Rochen, Ammenhaie, Meeresschildkroeten, farbenfrohe Fische -- hier kann man stundenlang schnorcheln, ohne eine Tauchflasche aufzusetzen.
Big Major Cay ist die Insel mit den schwimmenden Schweinen. Ja, sie sind echt, und ja, sie schwimmen zu den Booten und hoffen auf eine Leckerei. Das Schauspiel ist gleichzeitig surreal und unglaublich fotogen. Seeleute brachten die Schweine vor einigen Jahrzehnten hierher, und seitdem sind sie zur Hauptattraktion der Exumas geworden. Kommen Sie früh morgens, vor dem Hauptstrom der Touristen -- die Schweine sind dann weniger müde und freundlicher.
Staniel Cay ist ein kleines Inselchen mit einem Flugfeld und der berühmten Thunderball Grotto, in der eine Szene aus dem James-Bond-Film gedreht würde. Die Höhle fuellt sich bei Flut mit Wasser und öffnet sich bei Ebbe zum Schnorcheln -- innen dringt Sonnenlicht durch Oeffnungen in der Decke und erzeugt eine magische Beleuchtung inmitten von Schwaermen tropischer Fische. Ein absolutes Muss für jeden, der hierherkommt.
Eine wichtige Neuigkeit für Liebhaber von Luxus: Auf den Exumas wird das Resort Amancaya gebaut -- ein Projekt der Marke Aman im Wert von 260 Millionen Dollar. Das Resort wird sich auf zwei privaten Inselchen befinden und 36 Zimmer, einen Yachthafen, einen Strandclub, ein Spa und Restaurants umfassen. Es wird eines der exklusivsten Resorts der Karibik sein -- und für DACH-Reisende, die Aman-Resorts aus Asien kennen, ein vertrauter Standard in voellig neuer Umgebung.
Eleuthera und Harbour Island -- rosa Sand und Surfen
Eleuthera ist eine lange, schmale Insel (180 Kilometer lang, aber an der schmalsten Stelle nur 1,5 Kilometer breit), die etwas bietet, was die touristischeren Inseln nicht haben: Ruhe, Authentizitaet und einen voellig anderen Lebensrhythmus. Hier gibt es keine Mega-Resorts und Kasinos. Stattdessen kleine Boutique-Hotels, lokale Restaurants mit morgens gefangenem Fisch und Straende, an denen Sie der einzige Mensch sein können.
Die Atlantikseite von Eleuthera ist ein Paradies für Surfer. Die Wellen am Surfer's Beach und Gregory Town Beach können sich nicht mit Hawaii messen, aber für die Karibik ist das Surfen hier ausgezeichnet, besonders im Winter (Dezember bis März), wenn Nordstuerme Swell bringen. Gregory Town ist auch als Ananashauptstadt der Bahamas bekannt -- hier findet jedes Jahr im Juni das Pineapple Festival statt.
Die Glass Window Bridge ist ein Ort, an dem der Atlantische Ozean und das Karibische Meer durch einen Landstreifen von nur wenigen Metern Breite getrennt sind. Auf der einen Seite toben dunkelblaue Atlantikwellen, auf der anderen liegt eine ruhige, türkisfarbene Lagune. Der Kontrast ist so frappierend, dass er unwirklich erscheint. Eine der meistfotografierten Ansichten der Bahamas.
Harbour Island ist ein winziges Inselchen an der Nordspitze von Eleuthera, das man mit dem Wassertaxi von North Eleuthera in 10 Minuten erreicht. Die Hauptattraktion ist der Pink Sands Beach, ein Strand mit rosafarbenem Sand, der sich über 5 Kilometer erstreckt. Die rosa Farbe entsteht durch die Vermischung von weißem Sand mit Fragmenten roter und rosa Korallen sowie Foraminiferenschalen. Bei Sonnenuntergang leuchtet der Strand foermlich. Das Städtchen Dunmore Town ist eine der charmantesten Siedlungen der Bahamas: bunte Haeuschen, enge Gassen, in denen statt Autos Golfwagen fahren, und eine Atmosphaere, als waere die Zeit stehen geblieben. Für deutschsprachige Reisende, die die bunten Häuser von Burano bei Venedig oder die Altstadt von Willemstad auf Curacao kennen -- Dunmore Town hat einen aehnlichen Charme, nur intimer und weniger touristisch.
Andros -- wilde Natur und Tauchen
Andros ist die größte Insel der Bahamas (fast 6000 Quadratkilometer) und gleichzeitig die am wenigsten erforschte. Hier leben weniger als 8000 Menschen, der Großteil der Insel ist mit undurchdringlichen Mangrovenwaeldern und Kiefernhainen bedeckt, und die Westkueste ist eine einzige Sumpflandschaft, die kaum zugaenglich ist.
Aber genau Andros ist das Mekka für Taucher. Entlang der Ostkueste der Insel erstreckt sich das Andros Barrier Reef -- das drittgroesste der Welt nach dem Great Barrier Reef in Australien und dem belizischen Riff. Die Riffwand faellt in die sogenannte Tongue of the Ocean ab -- eine Unterwasserschlucht von über 1800 Metern Tiefe. Wandtauchen bedeutet hier: Sie schwimmen entlang einer Korallenwand, und unter Ihnen öffnet sich der Abgrund. Das Gefühl ist wie Fliegen. Für deutsche Taucher, die vielleicht das Rote Meer oder die Malediven kennen: Andros bietet eine voellig andere Dimension -- die Kombination aus Tiefe, Weite und der unmittelbaren Nähe des offenen Atlantiks ist einzigartig.
Die Blue Holes von Andros sind eine weitere Besonderheit. Es handelt sich um vertikale Unterwasserhoehlen, die in der Eiszeit entstanden sind. Die beruemtesten sind Captain Bill's Blue Hole (über 60 Meter tief) und zahlreiche Inland-Blue-Holes in den Waeldern der Insel. Die Einheimischen glauben, dass in den Blue Holes ein mythisches Wesen namens Lusca lebt -- eine Kreuzung aus Hai und Krake. Die Wissenschaft ist weniger romantisch: In den Loechern würden einzigartige Bakterien und Organismen entdeckt, die sonst nirgendwo auf dem Planeten vorkommen.
Bonefishing auf Andros gilt als das beste der Welt. Die flächen Gewaesser (Flats) der Westkueste sind der ideale Lebensraum für den Bonefish (Albula), und Angler aus aller Welt kommen hierher. Das Angeln auf den Flats ist eine eigene Kunstform: Sie stehen auf dem Bug eines Flachbootes in kristallklarem Wasser, Ihr bahamaischer Guide stoesst sich langsam mit einer Stange ab, und Sie werfen die Fliege praezise vor den Fisch, den Sie aus Dutzenden von Metern Entfernung sehen können. Der Bonefish ist einer der schnellsten Fische der Welt: Beim Anhieb rast er davon, dass die Rolle kreischt. Beste Saison: Oktober bis Juni. Kosten: etwa 400 bis 600 Dollar pro Tag mit Boot und Guide. Für deutschsprachige Fliegenfischer -- ob Sie normalerweise auf Forellen in den Alpen oder auf Hechte in der Mecklenburgischen Seenplatte gehen -- Bonefishing auf Andros ist ein voellig neues Erlebnis, das jeder passionierte Angler einmal gemacht haben sollte.
Neben dem Bonefishing ist Andros für seine Binnenwälder bekannt, in denen endemische Vogelarten leben, darunter der Bahama-Papagei und der West Indian Woodpecker. Die Batik Factory in Fresh Creek (Androsia) ist eine der ungewoehnlichsten Produktionsstaetten der Bahamas: Hier werden Stoffe mit einzigartigen bahamaischen Mustern im Heißwachsverfahren mit Naturfarbstoffen hergestellt. Man kann fertige Produkte (Hemden, Kleider, Taschen) oder Meterware kaufen. Das ist eines der besten Souvenirs von den Bahamas -- ein Stück, das man nirgendwo sonst auf der Welt kaufen kann.
Bimini -- das Tor aus Florida
Bimini ist die Florida naechstgelegene Insel der Bahamas, nur 80 Kilometer von Miami entfernt. Die beiden Hauptinseln -- North Bimini und South Bimini -- erstrecken sich über nur 11 Kilometer, aber diese winzigen Landstuecke tragen eine unglaubliche Konzentration an Geschichte und Charakter in sich.
Ernest Hemingway lebte hier in den 1930er Jahren und schrieb 'Haben und Nichthaben'. Seine Lieblingsbar, der Compleat Angler, brannte 2006 ab, aber die Legende lebt weiter. Bimini gilt nach wie vor als Welthauptstadt des Sportfischens: Der Golfstrom fließt nur wenige Meilen vor der Kueste vorbei, und das Hochseefischen auf Marlin, Thunfisch und Mahi-Mahi ist hier fantastisch.
Resorts World Bimini ist das größte Resort der Insel mit Kasino, Yachthafen und Strandclub. Die Unterwasserruinen, bekannt als 'Bimini Road', sind raetselhafte Steinbloecke auf dem Meeresboden, die manche für Ueberreste von Atlantis halten (Geologen sind weniger romantisch und betrachten sie als natürliche Formation). Für Taucher und Schnorchler ist es ein faszinierender Besuch -- unabhängig davon, welcher Theorie man anhaengt.
Abaco -- Segelhauptstadt
Abaco ist eine Inselgruppe im nördlichen Teil des Archipels, die als Segelhauptstadt der Bahamas gilt. Die geschuetzten Gewaesser zwischen den Hauptinseln und einer Kette kleiner Riffinseln (Cays) schaffen ideale Bedingungen für Segeln und Yachtsport. Für DACH-Segler, die vielleicht das Mittelmeer, die Ostsee oder die Kroatische Kueste kennen: Abaco bietet ein voellig anderes Segelerlebnis -- waermeres Wasser, kürzere Distanzen zwischen den Ankerplaetzen und eine unglaublich entspannte Atmosphaere.
Marsh Harbour ist die drittgroesste Stadt der Bahamas und der wichtigste Verkehrsknotenpunkt von Abaco. Von hier kann man mit der Fähre nach Hope Town auf Elbow Cay fahren, wo einer der fotogensten Leuchttuerme der Welt steht -- der rot-weiß gestreifte Elbow Reef Lighthouse, einer der letzten handbetriebenen Leuchttuerme der Welt. Der Waerter steigt immer noch alle zwei Stunden hinauf, um den Mechanismus aufzuziehen.
Green Turtle Cay ist ein bezauberndes Inselchen mit dem Städtchen New Plymouth, gegründet von Loyalisten, die nach dem Amerikanischen Unabhaengigkeitskrieg aus Amerika flohen. Bunte Holzhaeuser, enge Gassen und ein Sculpture Garden mit Buesten prominenter Loyalisten. Die Fähre von Treasure Cay nach Green Turtle Cay faehrt acht Mal am Tag.
Abaco würde durch Hurrikan Dorian 2019 schwer beschaedigt, aber die Inseln erholen sich. Viele Unternehmen sind wieder in Betrieb, obwohl einige Gebiete noch Spuren der Naturkatastrophe tragen.
Cat Island -- für Authentizitaetssucher
Cat Island ist eine der am wenigsten touristischen Inseln der Bahamas, und genau darin liegt ihr Reiz. Hier gibt es keine Resorts, keine Menschenmassen, keine Schlangen. Dafuer gibt es den Mount Alvernia (63 Meter) -- den höchsten Punkt der Bahamas, auf dessen Gipfel das winzige Klöster The Hermitage steht, 1939 erbaut vom Einsiedlerpater Jerome Hawes. Er baute es allein mit der Hand, trug die Steine von der Kueste hinauf und starb hier 1956. Der Aufstieg zum Gipfel dauert etwa 20 Minuten auf einem Pfad durch Gestruepp, und die 360-Grad-Aussicht von oben ist jeden Schritt wert.
Cat Island gilt als Geburtsstaeette der Rake-and-Scrape-Musik -- eines einzigartigen bahamaischen Stils, bei dem eine Zimmermannssaege (über die man mit einem Metallstab streicht, worauf sie einen vibrierenden Ton erzeugt), Trommeln aus Ziegenleder und ein Akkordeon zum Einsatz kommen. Jeden Juni findet hier das Rake and Scrape Festival statt, das Musiker aus dem gesamten Archipel anzieht.
Die Straende von Cat Island gehoeren zu den schönsten der Bahamas und sind dabei praktisch leer. Kilometer von rosig-weißem Sand, kristallklares Wasser, voellige Abwesenheit von Menschen. Fernandez Bay ist ein langer, geschwungener Strand mit feinem Sand und ruhigem Wasser, ideal für Familien mit Kindern. Wer Abgeschiedenheit, Authentizitaet und das Gefühl sucht, dass der ganze Strand einem allein gehoert -- das ist die richtige Insel.
Die Anreise nach Cat Island erfolgt per Flug mit Bahamasair ab Nassau (etwa 45 Minuten) oder mit dem Postschiff (Mailboat), das einmal pro Woche faehrt. Auf der Insel gibt es keine Taxis im herkoemmlichen Sinne, aber Einheimische nehmen Touristen gerne mit. Ein Mietwagen kostet ab 70 Dollar pro Tag und ist der einzige zuverlässige Weg, die Insel selbststaendig zu erkunden. Tankstellen sind rar -- achten Sie auf den Benzinstand.
Long Island -- geologisches Wunder
Long Island ist ein schmaler Landstreifen von 130 Kilometern Laenge, der in zwei voellig unterschiedliche Hälften geteilt ist. Die Westkueste bietet ruhiges Wasser mit weißen Sandstraenden. Die Ostkueste: dramatische Klippen, gegen die Felsen schlagende Atlantikwellen und eine voellig andere Landschaft. Zwei Welten auf einer Insel.
Dean's Blue Hole ist das tiefste marine Blue Hole der Welt (202 Meter). Hier finden die Freitauchweltmeisterschaften Vertical Blue statt, und genau hier würden Dutzende Weltrekorde aufgestellt. Selbst wenn Sie nicht tauchen -- das Schauspiel ist beeindruckend: ein perfekt rundes blaues Loch inmitten eines weißen Sandstrandes. Cape Santa Maria Beach gehoert regelmaessig zu den zehn schönsten Straenden der Welt -- und im Gegensatz zu vielen anderen Top-Straenden der Welt ist er nie überfüllt.
San Salvador -- die Insel des Kolumbus
San Salvador ist eine kleine Insel (11 mal 8 Kilometer), die nach der am meisten akzeptierten Version der erste Ort in der Neuen Welt war, den Kolumbus am 12. Oktober 1492 betrat. Hier steht ein Kreuz an der vermuteten Landungsstelle, und hier befindet sich auch eine Unterwasserwand, die in wenigen hundert Metern Entfernung vom Ufer auf über 1000 Meter Tiefe abfaellt.
Das Tauchen auf San Salvador gehoert zum Besten der Welt für Wandtauchen. Die Sichtweite übersteigt oft 30 Meter, und die Riffwaende sind mit Schwaemmen, Korallen und faecherfoermigen Gorgonien von der Größe eines Autos bedeckt. Wenig Touristen, wenig Boote und viel Fisch -- ideale Bedingungen. Für erfahrene Taucher aus dem DACH-Raum, die vielleicht Aegyten oder die Malediven schön gut kennen: San Salvador bietet Wall Diving auf einem voellig anderen Level.
Inagua -- Flamingos und Salz
Great Inagua ist die suedlichste bewohnte Insel der Bahamas, näher an Kuba und Haiti als an Nassau. Hier lebt die größte Population westindischer Flamingos der Welt -- über 80.000 Voegel, die am Salzsee Windsor im Zentrum der Insel leben. Der Inagua National Park nimmt fast die Hälfte der Insel ein und ist eines der wichtigsten ornithologischen Schutzgebiete der Karibik.
Morton Salt Company betreibt hier eine der größten Salzgewinnungsanlagen der Welt -- Salz wird durch natürliche Verdunstung von Meerwasser in riesigen Verdunstungsbecken gewonnen. Eine Führung durch die Salzproduktion ist ein überraschend faszinierendes Erlebnis. Für Naturliebhaber und Vogelbeobachter aus dem DACH-Raum: Inagua ist ein absoluter Geheimtipp, den kaum ein europaeischer Tourist kennt.
Einzigartige Erlebnisse auf den Bahamas
Tauchen -- Unterwasserwelt von Weltklasse
Die Bahamas sind einer der besten Tauchorte der westlichen Hemisphere, und das ist keine Uebertreibung. Die Klarheit des Wassers, die Vielfalt der Unterwasserlandschaften und der Reichtum an Meeresleben machen den Archipel zu einem Magneten für Taucher aller Niveaus. Für DACH-Taucher, die ihren Tauchschein bei PADI, SSI oder CMAS gemacht haben: Alle internationalen Zertifikate werden auf den Bahamas anerkannt. Wer noch keinen Schein hat, kann hier einen Open Water Kurs machen -- allerdings empfehle ich, das zu Hause zu erledigen und die wertvolle Urlaubszeit für tatsaechliches Tauchen zu nutzen.
Hai-Tauchen ist das Markenzeichen der Bahamas. Tiger Beach auf Grand Bahama ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an denen man mit Tigerhaien ohne Kaefig tauchen kann. Das klingt verrueckt, aber die Betreiber arbeiten hier seit Jahrzehnten, und die Sicherheitsstatistik ist beeindruckend. Hammerhaie bei Bimini, Riffhaie bei Nassau, Ammenhaie überall -- die Bahamas haben die Haifischerei bereits 2011 verboten, und die Population hat sich so erholt, dass es unter Wasser einfacher ist, einem Hai zu begegnen, als keinem zu begegnen.
Blue Holes bieten einzigartiges Tauchen, das nur hier möglich ist. Dean's Blue Hole auf Long Island (202 Meter) ist das tiefste marine Blue Hole der Welt. Sawmill Sink auf Abaco ist ein Suesswasser-Blue-Hole, in dem Ueberreste ausgestorbener Tiere gefunden würden, darunter Riesenschildkroeten und Krokodile, die hier vor Tausenden von Jahren lebten.
Wracktauchen ist ebenfalls hervorragend. Vor Nassau liegen mehrere absichtlich versenkte Schiffe, darunter Stuart Cove's und die Bond Wrecks -- Kulissen, die von den Dreharbeiten zu James-Bond-Filmen uebrig geblieben sind. Bei Bimini liegt das gesunkene Schiff Sapona, das so flach auf dem Grund liegt, dass sein oberer Teil aus dem Wasser ragt.
Schnorcheln -- für alle, die nicht tauchen
Man muss kein zertifizierter Taucher sein, um die Unterwasserwelt der Bahamas zu sehen. Das Schnorcheln ist hier dank der unglaublichen Wasserklarheit und der Fuelle flacher Riffe fantastisch. Maske, Schnorchel und Flossen -- das ist alles, was Sie brauchen. Ausruestung kann man an praktisch jedem Strand für 10 bis 15 Dollar pro Tag mieten oder in Geschaeften in Nassau für 20 bis 30 Dollar kaufen. Mein Tipp: Bringen Sie Ihre eigene Maske von zu Hause mit -- eine gut sitzende Maske macht den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Schnorchelerlebnis.
Die Thunderball Grotto bei Staniel Cay (Exuma) ist eine Höhle, in die man bei Ebbe hineinschwimmen kann. Sonnenlicht dringt durch Oeffnungen in der Decke und erzeugt eine Unterwasserkathedrale aus Licht und Schatten, in der Hunderte tropischer Fische schwimmen. Das ist einer der magischsten Orte zum Schnorcheln auf der Welt. Wichtig: Schwimmen Sie nur bei Ebbe hinein -- bei Flut ist der Eingang unter Wasser, und der Zugang ist ohne Tauchausruestung unmoeglich. Pruefen Sie die Gezeitentabelle im Voraus.
Das Korallenriff bei Love Beach in Nassau ist eine hervorragende Option für diejenigen, die nicht weit fahren möchten. Das Riff beginnt buchstaeblich wenige Meter vom Ufer entfernt und wimmelt von Papageienfischen, Seesternen und Weichkorallen. Rose Island ist eine kleine unbewohnte Insel, 20 Bootsminuten von Nassau entfernt. Hier gibt es ausgezeichnetes Schnorcheln im Flachwasser, einen schneeweißen Strand und keine Menschenmassen. Mehrere Anbieter bieten Tagesausflüge mit Mittagessen und Getraenken für 100 bis 150 Dollar an.
Das Schwimmen mit Ammenhaien bei Compass Cay (Exuma) ist ein kontrolliertes Erlebnis. Ammenhaie sind voellig ungefaehrlich (sie haben keine Zaehne im herkoemmlichen Sinne, und ihre saugende Ernaehrungsweise stellt keine Gefahr für Menschen dar) und an Menschen gewoehnt. Ein großartiges Erlebnis, besonders für Kinder. Der Eintritt kostet etwa 10 Dollar, einschließlich der Möglichkeit, die Haie zu fuettern und sich mit ihnen fotografieren zu lassen.
Angeln -- vom Bonefishing bis zum Marlin
Die Bahamas sind die Welthauptstadt für mehrere Arten des Angelns. Bonefishing auf Andros und den Exumas gilt als das beste der Welt. Hochseefischen bei Bimini und in der Tongue of the Ocean zieht Jaeger von Marlin, Thunfisch, Wahoo und Mahi-Mahi an. Sportfischen auf Cat Island und Long Island ist für diejenigen, die ein weniger kommerzielles Erlebnis bevorzugen.
Das jährliche Bimini Big Game Fishing Tournament ist eines der ältesten und renommiertesten Angelturniere der Welt, das seit den 1960er Jahren stattfindet. Die Bahamas Billfish Championship ist eine Serie aus fünf Turnieren auf verschiedenen Inseln im Sommer. Für deutschsprachige Angler: Die Bahamas sind ein voellig anderes Erlebnis als das Suess- oder Ostseewasserangeln, und selbst passionierte Meeresangler aus dem Mittelmeerraum werden von der Größe und Kampfkraft der Fische hier beeindruckt sein.
Segeln und Yachtsport
Abaco ist der beste Ort zum Segeln auf den Bahamas: geschuetzte Gewaesser, zahlreiche kleine Inseln mit Ankerplaetzen, malerische Haefen. Die Exumas bieten abenteuerlicheres Segeln: wilde unbewohnte Inseln, abgelegene Buchten, voellige Autarkie. Regatten sind ein wichtiger Teil der bahamaischen Kultur: Family Island Regatta in Georgetown (Exuma), Bahamas Sailing Week, Long Island Regatta -- jede davon verbindet Segelrennen mit einem Fest an Land.
Für DACH-Segler, die einen Bareboat-Charter in Erwaegung ziehen: Die Bedingungen sind anders als im Mittelmeer. Das Wasser ist flacher, die Gezeitenuerschiede sind groesser, und man navigiert haeufig durch Korallenfelder. Ein gutes GPS und aktualisierte Seekarten sind unverzichtbar. Wer unsicher ist, sollte einen Skipper dazubuchen -- das ist keine Schwaeche, sondern Klugheit.
Schwimmen mit Schweinen und andere einzigartige Erlebnisse
Die schwimmenden Schweine der Exumas sind wohl die bekannteste Touristenattraktion der Bahamas. Eine Gruppe von etwa 20 Schweinen lebt auf der unbewohnten Insel Big Major Cay und schwimmt bereitwillig zu den Booten der Touristen, in der Hoffnung auf Futter. Die Herkunft der Schweine ist Gegenstand von Legenden: Einer Version zufolge würden sie von Seeleuten zurueckgelassen, einer anderen zufolge schwammen sie von einem gesunkenen Schiff. Wie auch immer -- das Schauspiel ist einzigartig.
Schwimmen mit Ammenhaien bei Compass Cay, Fuettern von Leguanen auf Allen's Cay (die Leguane laufen zum Boot und nehmen Futter direkt aus der Hand), Schwimmen mit Delfinen bei Blue Lagoon Island (Nassau) -- die Bahamas bieten eine ganze Reihe ungewoehnlicher Tierbegegnungen, die einem ein Leben lang in Erinnerung bleiben.
Kajakfahren und SUP
Die Mangrovenwalder von Andros und Grand Bahama sind die ideale Umgebung für Kajakfahren. Man gleitet über spiegelglattes Wasser zwischen den Wurzeln der Mangrovenbaeume und beobachtet Reiher, Pelikane und Rochen. SUP (Stand-Up-Paddleboarding) ist auf den ruhigen Gewaessern der Exumas und Eleutheras beliebt -- die Wasserklarheit ist so groß, dass man vom Board aus alles sehen kann, was auf dem Grund passiert. Für Paddler aus dem DACH-Raum, die heimische Seen und Fluesse kennen: Hier paddeln Sie in 26 Grad warmem Wasser über tuerkisem Grund -- ein voellig anderes Erlebnis.
Beste Reisezeit für die Bahamas
Hochsaison: Dezember bis April
Die beste Zeit für einen Besuch -- und für DACH-Reisende besonders attraktiv, denn genau dann ist zu Hause Winter. Die Lufttemperatur liegt bei 24 bis 28 Grad, das Wasser bei 24 bis 26 Grad, Regen ist selten und kurz. Die Luftfeuchtigkeit ist moderat, und selbst mittags ist es nicht so drueckend wie im Sommer. Dies ist auch die touristische Hochsaison: Hotelpreise und Flugtickets sind am teuersten, die Straende von Nassau sind voll, und Restaurants sollte man vorher reservieren.
Wichtige Veranstaltungen der Hochsaison: Junkanoo (26. Dezember und 1. Januar) -- der grandiose Karneval in Nassau, der mindestens einmal im Leben gesehen werden sollte. Die Parade beginnt gegen 2 Uhr nachts und dauert bis zum Morgengrauen -- Tausende Teilnehmer in Kostuemen aus Krepppapier, Goombay-Trommeln, Kuhglocken, Pfeifen. Die Energie ist ueberwealtigend. Wer über Weihnachten und Neujahr auf die Bahamas fliegt, sollte das unbedingt einplanen.
Für DACH-Reisende ist die Hochsaison perfekt, weil die Herbst- und Winterferien sowie die Weihnachtsferien genau in diese Zeit fällen. Aber: Buchen Sie früh. Flüge aus Frankfurt oder Zürich in der Weihnachtszeit sind beliebt und werden schnell teurer. Drei bis vier Monate im Voraus ist ideal.
Zwischensaison: Mai bis Juni
Eine ausgezeichnete Zeit für eine Reise, wenn Sie sparen möchten. Die Preise fällen um 20 bis 40 Prozent, es gibt deutlich weniger Touristen, und das Wetter ist immer noch gut. Die Temperatur steigt auf 30 bis 32 Grad, es beginnen kurze Regenschauer, die aber normalerweise nur 30 bis 60 Minuten dauern und schnell vorbeiziehen. Das Wasser erwaermt sich auf 28 Grad -- ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.
Im Juni finden das Pineapple Festival auf Eleuthera und das Rake and Scrape Festival auf Cat Island statt -- beide bieten die Möglichkeit, authentische bahamaische Kultur ohne Menschenmassen zu erleben. Für DACH-Reisende, die Pfingstferien oder Bruecketage nutzen können, ist Mai-Juni ein hervorragendes Fenster: günstiger als die Hochsaison, aber noch vor dem Höhepunkt der Hurrikansaison.
Nebensaison: Juli bis November
Hurrikansaison. Das bedeutet nicht, dass jeden Tag Hurrikane kommen -- die meiste Zeit ist das Wetter voellig normal, nur heißer (33 bis 35 Grad) und feuchter. Regenfaelle sind haeufiger und intensiver, tropische Stuerme sind möglich. Der Höhepunkt der Hurrikansaison liegt im September und Oktober, wenn die Wahrscheinlichkeit schwerer Hurrikane am höchsten ist.
Die Preise sind in dieser Zeit minimal -- Rabatte bis zu 50 bis 60 Prozent auf Hotels, einige Resorts bieten Pakete wie 'fünf Nächte bleiben, drei bezahlen'. Wenn Sie bereit sind, das Risiko einzugehen (moderne Warnsysteme geben mehrere Tage für eine Evakuierung), kann man sehr günstig reisen. Wichtig für DACH-Reisende: Pruefen Sie Ihre Reiseversicherung -- viele deutsche Reiseruecktrittsversicherungen decken Stornierungen wegen Hurrikans ab, aber die Bedingungen variieren. Ergo, ADAC, HanseMerkur und andere bieten spezielle Tarife an.
Zu vermeiden: Die letzte Maerzwoche und die ersten beiden Aprilwochen -- Spring Break. Amerikanische Studenten ueberfluten Nassau und Cable Beach, und die Atmosphaere aendert sich drastisch. Wer ruhigen Urlaub sucht, sollte besser warten. Für DACH-Reisende, die nicht an amerikanische Schulferien gebunden sind, ist das leicht zu vermeiden.
Anreise auf die Bahamas
Flugverbindungen aus dem DACH-Raum
Der Hauptflughafen ist der Lynden Pindling International Airport (NAS) in Nassau. Direktfluege aus dem DACH-Raum gibt es nicht -- aber mehrere gut funktionierende Umsteigeverbindungen machen die Anreise unkompliziert.
Die gängigsten Routen für DACH-Reisende:
- Über die USA (Miami, New York, Atlanta): Achtung -- bei Umstieg in den USA benoetigen Sie ein ESTA (Electronic System for Travel Authorization) bzw. ein US-Visum, auch wenn Sie nur umsteigen. Die ESTA-Beantragung kostet 21 Dollar und kann online unter esta.cbp.dhs.gov erledigt werden. Plänen Sie mindestens 72 Stunden Vorlauf ein. Flüge von Frankfurt oder München nach Miami mit Lufthansa, American Airlines oder United, dann weiter nach Nassau (50 Minuten). Von Zürich nach Miami mit Swiss und Edelweiß Air. Von Wien nach New York mit Austrian Airlines. Gesamtreisezeit: 12 bis 16 Stunden je nach Umsteigezeit.
- Über London (Heathrow): British Airways fliegt direkt von London nach Nassau (ca. 9 Stunden). Kein ESTA noetig, da kein US-Territorium beruehrt wird. Flüge ab Frankfurt, München, Zürich, Wien oder Duesseldorf nach London sind zahlreich. Gesamtreisezeit: 13 bis 15 Stunden. Diese Route ist besonders attraktiv für Reisende, die kein ESTA beantragen möchten.
- Über Kanada (Toronto): Air Canada fliegt von Toronto nach Nassau (3,5 Stunden). Für den Transit durch Kanada benoetigen DACH-Bürger kein Visum, aber eine elektronische Reisegenehmigung (eTA, 7 CAD). Flüge ab Frankfurt, München oder Zürich nach Toronto mit Air Canada oder Lufthansa. Gesamtreisezeit: 13 bis 16 Stunden.
- Über die Karibik (Panama City): Copa Airlines bietet Verbindungen über Panama City nach Nassau an. Kein ESTA erforderlich. Etwas längere Reisezeit, aber eine gute Alternative.
Preislich sollten DACH-Reisende mit etwa 600 bis 1200 Euro für einen Hin- und Rückflug rechnen, je nach Saison und wie früh gebucht wird. In der Hochsaison (Dezember bis Februar) und über Weihnachten können die Preise auf 1500 Euro und mehr steigen. Tipp: Flugvergleichsportale wie Skyscanner, Google Flights oder Momondo nutzen und flexible Daten eingeben. Manchmal ist ein Flug am Dienstag oder Mittwoch deutlich günstiger als am Wochenende.
Grand Bahama International Airport (FPO) in Freeport ist der zweitgroesste Flughafen, mit Flügen aus Miami und Fort Lauderdale. Exuma International Airport (GGT) nimmt Flüge aus Nassau und Fort Lauderdale an. Mehrere kleine Flughäfen auf anderen Inseln bedienen Inlandsfluege und Charter.
Fähren aus Florida
Balearia Caribbean führt Faehrfahrten von Fort Lauderdale (Port Everglades) nach Grand Bahama (Freeport) durch. Die Fahrzeit betraegt etwa 3 bis 4 Stunden, und das ist eine gute Alternative für diejenigen, die ein Auto mitbringen möchten oder einfach eine Seereise bevorzugen. Der Fahrplan aendert sich saisonal -- normalerweise 1 bis 2 Fahrten pro Tag in der Hochsaison, seltener in der Nebensaison.
Für DACH-Reisende ist die Fähre interessant, wenn Sie ohnehin in Suedflorida sind -- etwa bei einer kombinierten Florida-Bahamas-Reise. Tipp: Ein paar Tage Miami Beach oder Fort Lauderdale vor oder nach den Bahamas machen die lange Anreise aus Europa noch lohnender.
Kreuzfahrten
Nassau ist einer der meistbesuchten Kreuzfahrthaefen der Welt. Praktisch jede Karibikkreuzfahrt macht hier einen Stopp. DACH-Kreuzfahrtreisende, die mit AIDA, TUI Cruises (Mein Schiff), MSC oder Costa unterwegs sind, werden Nassau wahrscheinlich als Tagesausflug erleben. Das gibt einen Eindruck von Nassau, aber nicht von den echten Bahamas. Für ein vollstaendiges Erlebnis braucht man mindestens eine Woche, besser zwei. Wer die Bahamas auf einer Kreuzfahrt 'anschnuppert' und Feuer faengt, sollte beim nächsten Mal gezielt fliegen und auf den Out Islands bleiben.
Transport innerhalb der Bahamas
Zwischen den Inseln
Inlandsfluege sind die schnellste Art, sich zwischen den Inseln zu bewegen. Bahamasair ist die nationale Fluggesellschaft und bedient Flüge von Nassau zu den wichtigsten Inseln. Die Flüge erfolgen in kleinen Flugzeugen (normalerweise ATR 42/72 oder Dash 8), mit nicht mehr als 50 Passagieren, und der Flug erinnert eher an eine Busfahrt -- nur mit Blick auf den tuerkisfarbenen Ozean aus dem Fenster. Kosten: 100 bis 250 Dollar pro Strecke, je nach Ziel.
Fähren von Bahamas Ferries fahren vom Potter's Cay Dock in Nassau ab. Die wichtigsten Routen: Nassau-Harbour Island, Nassau-Spanish Wells, Nassau-Eleuthera, Nassau-Andros, Nassau-Exuma. Der Fahrplan umfasst etwa 2 Fahrten pro Tag, bis zu 5 pro Woche, aendert sich aber saisonal und kann wetterbedingt ausfallen. Fähren sind die günstigere Option (30 bis 80 Dollar), aber deutlich langsamer (die Fahrt nach Eleuthera dauert etwa 2 bis 3 Stunden).
Mailboats sind Frachtschiffe, die Post, Lebensmittel und Passagiere zwischen Nassau und den entlegenen Inseln transportieren. Das ist die guenstigste Option (15 bis 40 Dollar), aber auch die langsamste -- die Reise kann 5 bis 14 Stunden dauern. Der Fahrplan ist unregelmaessig, der Komfort minimal, aber die Erfahrung ist authentisch. Abfahrt vom Potter's Cay Dock. Für abenteuerlustige DACH-Reisende, die das 'echte' Inselleben erleben möchten, ist eine Mailboat-Fahrt ein unvergessliches Erlebnis -- aber plänen Sie es als bewusstes Abenteuer, nicht als zuverlaessiges Transportmittel.
Charterboote und Wassertaxis sind für diejenigen gedacht, die kleine Inseln erreichen möchten, die nicht von Fähren angefahren werden. Das Wassertaxi von North Eleuthera nach Harbour Island kostet etwa 5 bis 7 Dollar und dauert 10 Minuten. Charter: ab 200 Dollar pro Tag, je nach Entfernung.
Auf den Inseln
Taxis sind das Haupttransportmittel für Touristen in Nassau und Freeport. Es gibt keine Taxameter -- die Preise sind fest oder verhandelbar. Kurze Fahrten in Nassau kosten etwa 10 bis 15 Dollar, vom Flughafen nach Cable Beach 25 bis 30 Dollar, nach Paradise Island 35 bis 40 Dollar. Tipp: Vereinbaren Sie den Preis vor dem Einsteigen und scheuen Sie sich nicht zu verhandeln. Einige Fahrer können den Preis erhoehen, besonders für Touristen, die gerade von einem Kreuzfahrtschiff kommen. Für deutsche Reisende, die an fest regulierte Taxameter gewoehnt sind, mag das ungewohnt sein -- aber es gehoert hier einfach dazu.
Über, Lyft und aehnliche Dienste funktionieren auf den Bahamas nicht. Ueberhaupt nicht. Für die Bestellung eines Taxis wird WhatsApp verwendet -- fragen Sie im Hotel nach Nummern oder finden Sie Taxifahrer über TripAdvisor. Oder fangen Sie einfach ein Taxi auf der Straße -- in Nassau ist das nicht schwierig.
Jitneys sind lokale Minibusse in Nassau. Bunt bemalte Kleinbusse mit Musik aus Lautsprechern, die auf den Hauptrouten fahren. Kosten: 1,25 Dollar, Barzahlung beim Fahrer. Die Routen decken die Hauptrichtungen ab: Innenstadt -- Cable Beach, Innenstadt -- Flughafen und so weiter. Einen festen Fahrplan gibt es nicht -- die Busse kommen, wann sie kommen. Normalerweise von 6:30 bis 19:00 Uhr. Die Erfahrung ist authentisch und billig, aber für den unvorbereiteten Touristen kann es verwirrend sein -- es gibt keine Haltestellen im herkoemmlichen Sinne, man winkt dem Fahrer einfach zu. Für DACH-Reisende, die an den deutschen OePNV mit seinen Minutenfahrplaenen gewoehnt sind: Jitneys sind das genaue Gegenteil -- und gerade deshalb ein Erlebnis.
Mietwagen -- Achtung, Linksverkehr! Ein Mietwagen macht Sinn auf Grand Bahama, Eleuthera und den Exumas, wo die Entfernungen groß und der öffentliche Verkehr begrenzt ist. Auf New Providence kann man ebenfalls ein Auto mieten, aber der Verkehr in Nassau ist dicht und Parkplaetze sind ein Problem. Kosten: ab 47 bis 70 Dollar pro Tag.
Wichtig für DACH-Autofahrer: Auf den Bahamas herrscht Linksverkehr (Erbe des Britischen Empire), und die meisten Autos haben Rechtssteuerung. Wenn Sie noch nie auf der linken Seite gefahren sind -- und die meisten Deutschen, Österreicher und Schweizer sind es nicht -- seien Sie auf ein paar stressige Stunden zu Beginn vorbereitet. Die größten Herausforderungen: Kreisverkehre (in die falsche Richtung fahren ist der haeufigste Fehler), Abbiegen (man vergisst, welche Spur man nehmen muss), und der Scheibenwischer-Blinker-Verwechsler (bei Rechtssteuerung sind Blinker und Scheibenwischer vertauscht -- Sie werden garantiert mehrmals den Scheibenwischer betaetigen, wenn Sie blinken wollen). Mein Tipp: Fahren Sie die ersten Kilometer langsam und auf wenig befahrenen Straßen. Nach zwei bis drei Stunden wird es Routine. Die Straßen auf den Hauptinseln sind in Ordnung, auf entlegenen Inseln können sie unbefestigt sein.
Golfwagen sind ein beliebtes Transportmittel auf kleinen Inseln, besonders auf Harbour Island, Green Turtle Cay und Staniel Cay. Miete: 50 bis 80 Dollar pro Tag. Das ist die unterhaltsamste und praktischste Art der Fortbewegung auf kleinen Inselchen, wo Entfernungen in Hunderten von Metern gemessen werden.
Fahrräder kann man auf den meisten Inseln mieten, aber die Hitze macht längere Fahrten ermuedend. Am besten bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Roller sind eine weitere Option auf New Providence und Grand Bahama, Mietkosten 40 bis 60 Dollar pro Tag.
Kultureller Kodex der Bahamas
Kommunikation und Mentalitaet
Bahamier gehoeren zu den freundlichsten Menschen, die Sie treffen werden. 'Hey, how you doin'?' ist die Standardbegruessung, die Sie Dutzende Male am Tag hoeren werden. Nehmen Sie sich Zeit, seien Sie hoeflich, laecheln Sie -- und Sie werden wie ein Verwandter aufgenommen. Das bahamaische Temperament ist karibische Gelassenheit mit britischer Hoeflichkeit. Die Menschen eilen nirgendwo hin, und der Versuch, sie zu beschleunigen, wird eher Verwunderung hervorrufen als Beschleunigung.
'Island Time' ist Realitaet, kein Witz. Wenn Ihnen ein Treffen um 10 Uhr morgens gesagt wird, wundern Sie sich nicht, wenn es um 10:30 oder später beginnt. Wenn versprochen wird, Ihr Boot 'bis zum Mittag' zu reparieren, kann das auch Abend oder morgen bedeuten. Das ist keine Respektlosigkeit -- es ist ein anderer Lebensrhythmus, der sich über Jahrhunderte des Lebens in den Tropen entwickelt hat, wo es keinen Grund zur Eile gibt. Entspannen Sie sich und akzeptieren Sie es. Für DACH-Reisende, die an Puenktlichkeit und Effizienz gewoehnt sind, kann das anfangs frustrierend sein. Mein Rat: Sehen Sie es als Teil des Urlaubs. Sie sind hier, um dem Alltag zu entfliehen -- und 'Island Time' ist das exakte Gegenteil des deutschen Strebens nach Puenktlichkeit. Genießen Sie es. Gegen 'Island Time' zu kaempfen ist wie gegen die Gezeiten zu kaempfen: sinnlos und ermuedend.
Religiositaet ist ein wichtiger Teil der bahamaischen Kultur. Über 90 Prozent der Bevoelkerung sind Christen (Baptisten, Anglikaner, Katholiken, Methodisten), und der Glaube spielt eine große Rolle im Alltag. Sonntag ist der Tag, an dem viele Geschaefte geschlossen sind, besonders auf den entlegenen Inseln. Selbst in Nassau arbeiten einige Restaurants und Geschaefte mit eingeschraenktem Zeitplan. Auf den Out Islands ist sonntags praktisch alles geschlossen. Wenn Sie am Sonntag reisen -- stellen Sie sicher, dass die Restaurants und Geschaefte, die Sie brauchen, geöffnet sind, und decken Sie sich im Voraus mit Essen und Wasser ein.
Bahamier sind stolz auf ihr Land und ihre Geschichte. Gespraeche über Piraten, Sklaverei, Junkanoo und die Unabhängigkeit sind immer interessant, wenn man sie mit Respekt führt. Das Thema Drogenhandel (die Bahamas waren in den 1980er Jahren ein Transitpunkt) ist heikel und sollte besser nicht angesprochen werden. Politik ist ebenfalls ein Thema, das man besser meidet, wenn man den Kontext nicht kennt. Aber über Musik, Essen, Angeln und das Meer kann man endlos reden -- das sind die Themen, die verbinden.
Trinkgeld
Trinkgeld ist auf den Bahamas obligatorisch -- es ist ein wichtiger Teil des Einkommens des Servicepersonals. In Restaurants: 15 bis 20 Prozent der Rechnung (pruefen Sie, ob es nicht bereits enthalten ist -- einige Restaurants fuegen automatisch 15 Prozent 'Gratuity' hinzu). Taxifahrern: 10 bis 15 Prozent. Zimmerpersonal im Hotel: 3 bis 5 Dollar pro Tag. Guides und Instruktoren: 15 bis 20 Prozent des Ausflugspreises. Barkeepern: 1 bis 2 Dollar pro Getraenk.
Für DACH-Reisende, die an die europaeische Trinkgeldkultur gewoehnt sind (wo Trinkgeld eher optional und bescheidener ist): Auf den Bahamas ist Trinkgeld fester Bestandteil des Systems. Das Servicepersonal rechnet damit und ist darauf angewiesen. 15 Prozent sind das Minimum in Restaurants. Weniger zu geben wird als unhoeglich empfunden. Mehr zu geben (20 Prozent bei besonders gutem Service) wird sehr geschaetzt. In einfachen Imbissen, wo man Essen zum Mitnehmen kauft, ist Trinkgeld nicht obligatorisch, aber ein paar Dollar werden geschaetzt.
Kleidung
Die Bahamas sind ein informeller Ort, aber nicht so informell, wie Sie vielleicht denken. Am Strand geht alles (obwohl FKK verboten ist und zu einer Geldstrafe führen kann -- für DACH-Urlauber, die FKK-Straende in Kroatien oder Frankreich gewoehnt sind, ein wichtiger Hinweis). In Restaurants und Bars sind Shorts und T-Shirt voellig akzeptabel. Aber in der Innenstadt von Nassau, in Kasinos und in gehobenen Restaurants wird 'Smart Casual' empfohlen: lange Hosen oder ein anstaendiger Rock, ein Hemd mit Kragen. In Kirchen: bedeckte Schultern und Knie.
In der Stadt in Badekleidung herumzulaufen ist nicht ueblich und kann Kommentare hervorrufen. Bahamier sind konservative Menschen, und freizuegige Kleidung außerhalb des Strandes wird als Respektlosigkeit empfunden. Das gilt auch für Maenner, die oberkoeperffrei durch die Innenstadt laufen.
Sprache
Amtssprache ist Englisch, aber das bahamaische Englisch hat seine Besonderheiten. Kreolischer Akzent, Slang und grammatische Konstruktionen, die vom Standardenglisch abweichen, können verwirrend sein. 'Wha' happen?' (What happened? -- Wie geht's?), 'Switcha' (Limonadengetraenk), 'Conchy Joe' (weißer Bahamier) -- der lokale Slang verleiht der Kommunikation Farbe.
Auf den entlegenen Inseln kann der Akzent so stark sein, dass es wie eine andere Sprache klingt. Scheuen Sie sich nicht, nachzufragen -- niemand wird beleidigt sein. Für DACH-Reisende, deren Englisch vielleicht nicht perfekt ist: Keine Sorge. Die Bahamier sind an Touristen mit verschiedenen Akzenten gewoehnt und aeusserst geduldig. Und im Zweifelsfall hilft eine Uebersetzungs-App auf dem Smartphone.
Junkanoo -- die Seele der Bahamas
Junkanoo ist das größte Kulturfest der Bahamas und findet zweimal im Jahr statt: am 26. Dezember (Boxing Day) und am 1. Januar. Die Parade beginnt gegen 2 Uhr nachts auf der Bay Street in Nassau und dauert bis 10 Uhr morgens. Tausende Teilnehmer in Kostuemen aus Krepppapier (einige wiegen über 50 Kilogramm) tanzen zu Goombay-Trommeln, Kuhglocken, Pfeifen und Blasinstrumenten.
Der Ursprung von Junkanoo liegt in den afrikanischen Traditionen, die von Sklaven auf die Inseln gebracht würden. Der Name stammt möglicherweise vom afrikanischen Haeuptling 'John Canoe'. Die Kostueme werden monatelang erstellt -- es sind echte Kunstwerke, und der Wettbewerb zwischen den Gruppen ist ernst. Wenn Sie zu diesen Terminen auf den Bahamas sind -- verpassen Sie es nicht. Es ist eines der energetisch aufgeladensten Schauspiele, die Sie irgendwo sehen werden. Für DACH-Reisende, die den Karneval in Koeln, Mainz oder Basel kennen: Junkanoo hat eine aehnliche Energie, aber einen voellig anderen kulturellen Hintergrund und eine andere Aesthetik. Es ist weniger organisiert, spontaner und -- durch die nächtliche Parade unter dem Sternenhimmel der Karibik -- magischer.
Musik
Rake-and-Scrape ist ein einzigartiger bahamaischer Stil, bei dem die Hauptinstrumente eine Zimmermannssaege (über die man mit einer Feile streicht), eine Trommel aus Ziegenleder und ein Akkordeon sind. Es klingt primitiv, aber der Rhythmus bringt einen in Bewegung. Goombay ist ein anderer lokaler Stil, der auf afrikanischen Trommelrhythmen basiert. Calypso, Soca, Reggae und moderner Hip-Hop sind ebenfalls populaer. Auf den Out Islands hoert man abends oft Livemusik in den lokalen Bars -- eine wunderbare Art, den Tag ausklingen zu lassen.
Sicherheit auf den Bahamas
Allgemeine Situation
Die Bahamas sind im Großen und Ganzen ein sicheres Reiseziel für Touristen, aber mit Einschränkungen. Die Kriminalitaetsrate ist eine der höchsten in der Karibik, aber die ueberwiegende Mehrheit der Verbrechen findet zwischen Einheimischen in Vierteln statt, die Touristen normalerweise nicht betreten. Kurortgebiete, Hotels und touristische Sehenswürdigkeiten sind gut bewacht.
Nassau und Freeport sind Städte, in denen man die ueblichen städtischen Vorsichtsmaßnahmen einhalten sollte. Die 'Over-the-Hill'-Viertel in Nassau (südlich der Bay Street) sind nicht für touristische Spaziergaenge geeignet, besonders nach Einbruch der Dunkelheit. Love Beach und einige westliche Bezirke von New Providence sollte man ebenfalls nur tagsueber besuchen. Gehen Sie nicht nach Sonnenuntergang an einsamen Straenden spazieren, lassen Sie keine Wertgegenstaende sichtbar im Auto und tragen Sie keinen teuren Schmuck.
Auf den Out Islands (alle Inseln außer New Providence und Grand Bahama) ist die Sicherheit um Groessenordnungen höher. Auf kleinen Inseln wie Harbour Island, Cat Island oder Staniel Cay gibt es praktisch keine Kriminalitaet -- hier kennt jeder jeden, und Türen werden oft nicht abgeschlossen. Für DACH-Reisende, die vielleicht durch Medienberichte über Kriminalitaet in der Karibik verunsichert sind: Die touristischen Gebiete der Bahamas sind vergleichbar sicher mit den touristischen Gebieten jeder größeren europaeischen Stadt. Grundlegende Vorsicht genügt.
Typische Touristenfallen
Jetski-Verleih ist eines der haeufigsten Probleme. Nicht regulierte Anbieter können die Preise ueberhoehen, die Mietzeit verkuerzen (Sie früher als vereinbart zurueckrufen) und Sicherheitsregeln nicht einhalten. Nutzen Sie nur lizenzierte Anbieter, die Ihr Hotel empfiehlt.
Haare flechten am Strand. Haendlerinnen am Junkanoo Beach und in der Innenstadt bieten an, Haare zu flechten. Der Preis wird zu Beginn vereinbart, kann aber am Ende um das Zwei- bis Dreifache 'steigen' -- 'weil Sie lange Haare haben', 'weil ich mehr Zeit gebraucht habe'. Vereinbaren Sie vorher einen Festpreis und scheuen Sie sich nicht, zu gehen, wenn er sich aendert.
Taxis ohne Taxameter. Einige Fahrer (besonders am Kreuzfahrthafen) können die Fahrtkosten ueberhoehen. Fragen Sie vor dem Einsteigen nach dem Preis, vergleichen Sie mit den offiziellen Tarifen (auf der Website des Bahamas Tourist Office zu finden) und buchen Sie Taxis im Voraus über das Hotel -- vorbestellte Wagen sind immer günstiger als auf der Straße angehaltene.
Kreditkartenbetrug kommt auf den Bahamas vor. Verwenden Sie Karten mit Chip, geben Sie die Karte nicht aus der Hand (bestehen Sie darauf, dass das Terminal zu Ihnen gebracht wird), pruefen Sie Ihre Abrechnungen. Heben Sie Bargeld nur an Bankautomaten ab, nicht an Straßenautomaten. Für DACH-Reisende: Informieren Sie Ihre Bank vor der Reise über den Aufenthalt in der Karibik, damit die Karte nicht wegen 'verdaechtiger Aktivitäten' gesperrt wird.
Notfallnummern
Polizei: 919 oder 322-4444. Krankenwagen: 919. Feuerwehr: 919. Kuestenwache: 322-3877.
Für DACH-Reisende: Die nächsten deutschen, österreichischen und schweizerischen Botschaften befinden sich nicht auf den Bahamas. Die Bundesrepublik Deutschland hat ein Honorarkonsulat in Nassau (aktuelle Kontaktdaten vor der Reise auf der Website des Auswaertigen Amts pruefen). In ernsten konsularischen Notfaellen wenden Sie sich an die Deutsche Botschaft in Kingston (Jamaika) oder Washington D.C. (USA). Österreich und die Schweiz haben ebenfalls keine Botschaften auf den Bahamas -- die zustaendige österreichische Botschaft ist in Washington, die schweizerische ebenfalls. Speichern Sie die Notfallnummern Ihrer Botschaft im Handy, bevor Sie abreisen.
Gesundheit und Medizin
Medizinische Versorgung
Das Princess Margaret Hospital in Nassau ist das größte staatliche Krankenhaus der Bahamas. Das Doctors Hospital (ebenfalls in Nassau) ist eine Privatklinik mit hoeherem Versorgungsniveau. Das Rand Memorial Hospital ist das wichtigste Krankenhaus auf Grand Bahama. Auf den entlegenen Inseln gibt es nur kleine Kliniken mit grundlegender Ausstattung -- in ernsthaften Fällen werden Patienten nach Nassau oder Miami evakuiert.
Auslandskrankenversicherung -- absolut unverzichtbar! Medizin auf den Bahamas ist teuer (das Land gehoert zu keinem System kostenloser Gesundheitsversorgung für Auslaender), und eine Evakuierung per Helikopter nach Miami kann Zehntausende Dollar kosten. Für DACH-Reisende gibt es hier eine klare Empfehlung: Schließen Sie eine Auslandskrankenversicherung ab, die ausdruecklich einen medizinischen Ruecktransport einschließt. In Deutschland bieten dies unter anderem die ADAC Auslandskrankenversicherung, die HanseMerkur, die DKV und die Envivas an. Die Jahrespolicen kosten oft nur 10 bis 30 Euro pro Jahr und decken Reisen weltweit ab. In Österreich sind die Wiener Städtische und die Generali gute Optionen. In der Schweiz ist die Auslandsdeckung oft bereits in der Grundversicherung enthalten, aber pruefen Sie die Details -- besonders die Deckungssumme für medizinische Evakuierung. Achten Sie darauf, dass Ihre Police explizit 'medizinisch notwendigen Ruecktransport' abdeckt -- nicht nur 'medizinisch sinnvollen'. Der Unterschied kann im Ernstfall Zehntausende Euro ausmachen.
Wichtig: Bewahren Sie alle Arztbelege, Rezepte und Rechnungen auf. Deutsche Krankenversicherungen erstatten in der Regel erst nach Vorlage der Originaldokumente. Fotografieren Sie alles zusaetzlich mit dem Smartphone als Sicherheitskopie.
Impfungen und Krankheiten
Pflichtimpfungen für die Einreise auf die Bahamas gibt es nicht (es sei denn, Sie kommen aus einem Gelbfiebergebiet). Empfohlen werden die Standardimpfungen: Hepatitis A und B, Tetanus-Diphtherie. Malaria gibt es auf den Bahamas nicht. Dengue-Fieber und Chikungunya sind möglich und werden durch Muecken uebertragen. Verwenden Sie Mueckenschutzmittel, besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Für DACH-Reisende: Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropeninstitut (in Deutschland gibt es Tropenmedizinische Beratungsstellen in Hamburg, Berlin, München und anderen Städten), wenn Sie unsicher sind. Eine tropenmedizinische Beratung ist sinnvoll, besonders wenn Sie auf den Out Islands abseits der medizinischen Infrastruktur reisen.
Sonnenbrand ist das haeufigste medizinische Problem von Touristen auf den Bahamas. Die Sonne ist hier intensiv, besonders zwischen 11 und 15 Uhr. LSF 50+, Hut, haeufiges Nachcremen -- das ist keine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit. Für hellhaeutige DACH-Reisende, die gerade aus dem mitteleuropaeischen Winter kommen: Die UV-Strahlung auf den Bahamas ist etwa drei- bis viermal so stark wie in Deutschland im Hochsommer. Unterschaetzen Sie das nicht. Hitzeschlag ist das zweithaeufigste Problem: Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag.
Meeresbewohner: Quallen (besonders die Portugiesische Galeere, deren Tentakel starke Verbrennungen verursachen), Seeigel (darauf zu treten ist schmerzhaft und kann zu Infektionen führen), Rochen (schlurfen Sie mit den Füßen, wenn Sie ins Wasser gehen -- der Rochen schwimmt dann davon). Bei Quallenstich: Essig hilft, das Gift zu neutralisieren. Bei Seeigel: Pinzette und heißes Wasser. Nehmen Sie eine kleine Reiseapotheke mit: Desinfektionsmittel, Wundsalbe, Pflaster, Ibuprofen, Antihistaminikum und Kohletabletten gegen Magenverstimmung gehoeren ins Gepäck.
Leitungswasser: Auf New Providence und Grand Bahama wird das Leitungswasser gereinigt und ist grundsaetzlich sicher, aber der Geschmack kann speziell sein (das Wasser wird aus Meerwasser entsalzt). Auf den entlegenen Inseln: nur Flaschenwasser. Für DACH-Reisende, die an hervorragendes Leitungswasser gewoehnt sind: Kaufen Sie auf den Bahamas Flaschenwasser, Sie werden den Unterschied schmecken.
Geld und Budget auf den Bahamas
Waehrung
Der Bahamische Dollar (BSD) ist im Verhaeltnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt, und beide Waehrungen werden überall akzeptiert. Sie können mit US-Dollar in jedem Geschaeft, Restaurant oder Taxi bezahlen -- Wechselgeld kann in jeder der beiden Waehrungen gegeben werden. Geldwechseln ist nicht noetig.
Für DACH-Reisende bedeutet das: Tauschen Sie vor der Reise Euro in US-Dollar um. Das können Sie bei Ihrer Hausbank erledigen (oft günstigerer Kurs als am Flughafen) oder vor Ort an einem Bankautomaten US-Dollar abheben. Achten Sie bei der Abhebung auf die Gebühren Ihrer Bank -- manche deutschen Direktbanken wie die DKB oder die ING bieten gebuehrenfreie Abhebungen im Ausland an. Schweizer Reisende sollten CHF in USD tauschen, nicht in BSD -- auf den Bahamas kann niemand Schweizer Franken wechseln.
Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in den meisten Hotels, Restaurants und größeren Geschaeften in Nassau und Freeport akzeptiert. Auf den entlegenen Inseln ist Bargeld oft die einzige Option. American Express wird seltener akzeptiert. Bankautomaten gibt es auf allen größeren Inseln, aber auf kleinen Inselchen können sie fehlen -- nehmen Sie genügend Bargeld mit. EC-Karten (Girocard) aus dem DACH-Raum funktionieren auf den Bahamas in der Regel NICHT -- nehmen Sie unbedingt eine Visa oder Mastercard mit. Viele DACH-Banken bieten mittlerweile kostenlose Reise-Kreditkarten an -- beantragen Sie eine rechtzeitig vor der Reise.
Budget
Die Bahamas sind ein teures Reiseziel. Das ist nicht Suedostasien und nicht Osteuropa. Fast alles (außer Fisch und Fruechten) wird importiert, und die Preise spiegeln das wider. Für DACH-Reisende, die an die Preise in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gewoehnt sind: Die Bahamas sind ungefaehr auf dem Niveau der Schweiz -- in einigen Bereichen sogar teurer.
Budget-Variante (100 bis 150 Dollar pro Tag und Person / ca. 90 bis 135 Euro): Guesthouses und Hostels (40 bis 80 Dollar pro Nacht), Essen in lokalen Imbissen und auf Märkten (10 bis 15 Dollar pro Mahlzeit), Fortbewegung mit Jitneys und zu Fuß, kostenlose Straende und Schnorcheln vom Ufer.
Mittleres Budget (200 bis 350 Dollar pro Tag und Person / ca. 180 bis 315 Euro): Hotels mit 3 bis 4 Sternen (120 bis 200 Dollar pro Nacht), Restaurants mittleren Niveaus (30 bis 50 Dollar pro Abendessen), Ausflüge (50 bis 150 Dollar pro Aktivität), Taxi oder Mietwagen. Das ist das Niveau, auf dem die meisten DACH-Reisenden sich bewegen werden.
Hohes Budget (500+ Dollar pro Tag und Person / ca. 450+ Euro): Resorts wie Atlantis, Baha Mar, One and Only Ocean Club (300 bis 1000+ Dollar pro Nacht), gehobene Restaurants (80 bis 150 Dollar pro Abendessen), private Ausflüge und Charterboote. Für Schweizer Reisende: Das entspricht ungefaehr dem Preisniveau, das man von einem guten Skiurlaub in St. Moritz oder Zermatt kennt -- nur mit Strand statt Schnee.
Mehrwertsteuer (VAT) auf den Bahamas betraegt 10 Prozent. Sie ist normalerweise im angegebenen Preis enthalten, aber pruefen Sie -- an manchen Stellen wird sie auf die Rechnung aufgeschlagen. In Restaurants können sowohl Mehrwertsteuer als auch Servicegebuehr (Gratuity, normalerweise 15 Prozent) auf die Rechnung kommen -- lesen Sie die Rechnung aufmerksam, um nicht doppelt Trinkgeld zu geben. Wenn auf der Rechnung 'Gratuity included' steht, ist zusaetzliches Trinkgeld nicht obligatorisch, obwohl ein paar Dollar extra für ausgezeichneten Service immer willkommen sind.
Tipp für Restguthaben: Wenn Ihnen vor dem Abflug bahamaische Dollar uebrig bleiben, geben Sie sie am Flughafen für Souvenirs oder Essen aus. Wenn Sie mit einem großen bahamaischen Schein eine kleine Einkauf bezahlen, bekommen Sie das Wechselgeld in US-Dollar. Das ist einfacher, als einen Wechselschalter zu suchen. Außerhalb der Bahamas sind bahamaische Dollar praktisch wertlos -- sie können in den meisten Banken der Welt nicht umgetauscht werden. In keiner deutschen Wechselstube werden Sie BSD los.
Tipp für Out Islands: Auf kleinen Inseln gibt es möglicherweise ueberhaupt keine Bankautomaten. Decken Sie sich in Nassau mit Bargeld ein. Auf Cat Island, Long Island, Inagua und San Salvador sollten Sie genügend Cash für den gesamten Aufenthalt haben. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert -- kleine lokale Restaurants, Bootsausfluege und Märkte nehmen nur Bargeld.
Reiserouten durch die Bahamas
7 Tage -- klassisch Nassau und Exuma
Tag 1: Ankunft in Nassau. Ankunft am Lynden Pindling Airport, Transfer zum Hotel (Taxi nach Cable Beach etwa 25 bis 30 Dollar, nach Paradise Island 35 bis 40 Dollar -- Preis vor dem Einsteigen verhandeln). Wenn Sie morgens ankommen, Spaziergang durch die Innenstadt: Bay Street mit ihren pastellfarbenen Kolonialgebaeuden, der Straw Market (handeln -- der Anfangspreis ist mindestens doppelt so hoch), die Queen's Staircase (65 in den Felsen gehauene Stufen -- Wasser mitnehmen), Fort Charlotte (freier Eintritt, gute Aussicht auf Hafen und Stadt). Mittagessen in einem lokalen Imbiss -- probieren Sie Conch Salad (frischer Salat aus dem Meeresschnecke Conch mit Pfeffer und Limette, wird direkt vor Ihnen zubereitet). Abend: Abendessen auf Arawak Cay (lokaler Fischmarkt, bekannt als 'Fish Fry'). Das ist ein Pflichtbesuch: ein Dutzend Imbisse direkt am Ufer, frischeste Meeresfruechte, Livemusik und Sky Juice (Kokoswasser mit Gin und Muskatnuss -- Vorsicht, staerker als man denkt). Probieren Sie Cracked Conch bei Twin Brothers oder Oh Andros.
Tag 2: Straende von Nassau. Vormittag am Cable Beach -- Schwimmen, Sonnenbaden, Wassersport. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer, und je weiter man von den Haupthotels entfernt ist, desto weniger Menschen gibt es. Man kann Kajak, SUP-Board mieten oder Parasailing ausprobieren. Nachmittag: Paradise Island und Atlantis -- das Marine Habitat Aquarium (kostenlos für Gäste, für andere etwa 40 Dollar) mit über 50.000 Meeresbewohnern in offenen Becken, The Dig (Unterwasserruinen -- beeindruckende Unterwasserstadt-Kulissen), Spaziergang über das Resortgelaende (selbst wenn Sie hier nicht wohnen, der Maßstab beeindruckt). Wenn Zeit bleibt: Blue Lagoon Island, wo man mit Delfinen schwimmen kann (Halbtagesausflug, etwa 200 Dollar, in der Hochsaison vorbuchen). Abend: Cocktail in einer der Bars auf Paradise Island mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem Hafen von Nassau.
Tag 3: Nassau -- Kultur und Geschichte. Vormittag: National Art Gallery of The Bahamas (untergebracht im schönen Kolonialgebaeude Villa Doyle, Dauerausstellung bahamaischer Kunst und Wechselausstellungen), Pirates of Nassau Museum (interaktives Pirateriemuseum -- hier hatten einst Blackbeard, Calico Jack und Anne Bonny ihr Hauptquartier. Das Museum rekonstruiert die Atmosphaere des Piraten-Nassaus des 18. Jahrhunderts mit Soundeffekten und lebensgrossen Kulissen). Nachmittag: Ardastra Gardens and Zoo (der einzige Zoo der Bahamas, bekannt für seine Show mit marschierenden Flamingos -- die Voegel marschieren in Formation wie Soldaten, ein gleichzeitig komisches und beeindruckendes Schauspiel). Falls noch Zeit: John Watling's Distillery im Buena Vista Estate (kostenlose Führung und Rum-Verkostung). Abend: Graycliff Hotel and Restaurant, eine der ältesten Residenzen Nassaus (erbaut 1740), wo man eine handgerollte Zigarre in der Graycliff Cigar Company rauchen und einen Cocktail im tropischen Gärten genießen kann. Das Restaurant ist teuer, aber die Atmosphaere ist jeden Dollar wert.
Tag 4: Flug nach Exuma. Morgenflug mit Bahamasair von Nassau nach Georgetown (etwa 30 Minuten). Einchecken im Hotel. Nachmittagsspaziergang durch Georgetown -- klein, aber bezaubernd mit Kolonialarchitektur. Sonnenuntergang am Tropic of Cancer Beach (einer der besten Straende der Exumas, genau auf dem Wendekreis des Krebses gelegen).
Tag 5: Schwimmende Schweine und Thunderball Grotto. Ein ganzer Tag auf dem Boot -- Ausflug durch die Exuma Cays (im Voraus buchen, Kosten etwa 200 bis 350 Dollar pro Person, einschließlich Mittagessen und Schnorchelausruestung). Erster Stopp: Big Major Cay -- die schwimmenden Schweine schwimmen zum Boot, sobald sie den Motor hoeren, und betteln um Futter. Beste Zeit: früh morgens, wenn die Schweine hungrig und noch nicht müde von Touristen sind. Die Fotos werden unglaublich -- die Schweine posieren bereitwillig. Dann: Thunderball Grotto -- bei Ebbe schwimmen Sie durch einen Unterwassereingang (etwa einen Meter tief) in die Höhle und befinden sich in einer Unterwasserkathedrale -- Sonnenstrahlen dringen durch Risse in der Decke und beleuchten Schwaerme tropischer Fische. Genau hier würde die Szene aus dem James-Bond-Film 'Thunderball' gedreht. Weiter: Compass Cay (Schwimmen mit Ammenhaien), Allen's Cay (Fuettern endemischer Bahama-Leguane -- sie laufen zum Boot und nehmen Fruechte direkt aus der Hand). Mittagessen auf einer Sandbank mitten im Ozean -- einige Ausflüge beinhalten ein Barbecue aus frisch gefangenem Hummer auf einem unbewohnten Inselchen. Rückkehr nach Georgetown zum Sonnenuntergang. Das ist einer der Tage, an die Sie sich Ihr ganzes Leben lang erinnern werden.
Tag 6: Schnorcheln und Straende der Exumas. Vormittag: Schnorcheln an den Riffen bei Staniel Cay oder im Exuma Cays Land and Sea Park (dem ersten Meerespark der Welt). Die Wasserklarheit ist unglaublich -- Sichtweite 20 bis 30 Meter. Nachmittag: entspanntes Relaxen am Strand, Kajakfahren in den Mangroven oder einfach in der Haengematte liegen und lesen.
Tag 7: Rückreise. Morgenflug von Georgetown zurück nach Nassau. Wenn Ihr Heimflug abends ist: letzte Einkaeufe in der Innenstadt, Mittagessen am Fish Fry, Abschiedscocktail mit Blick auf den Hafen. Wenn morgens: direkter Transfer zum Flughafen.
10 Tage -- Nassau, Exuma und Eleuthera
Tage 1 bis 3: Nassau. Wie im 7-Tage-Reiseplan beschrieben.
Tage 4 bis 6: Exuma. Wie im 7-Tage-Reiseplan. Am dritten Tag zusaetzlich: Hochseefischen in der Tongue of the Ocean (Halbtages-Charter etwa 400 bis 600 Dollar pro Boot) oder Tauchen an den Riffen der Exumas (ein Tauchgang etwa 100 bis 150 Dollar).
Tag 7: Flug nach Eleuthera. Flug von Georgetown nach North Eleuthera (möglicherweise mit Umstieg in Nassau). Wassertaxi nach Harbour Island (10 Minuten, 5 bis 7 Dollar). Einchecken im Hotel. Golfwagen mieten (der einzige vernuenftige Weg, sich fortzubewegen). Erste Begegnung mit dem Pink Sands Beach -- der rosa Sand bei Sonnenuntergang sieht zauberhaft aus.
Tag 8: Harbour Island den ganzen Tag. Vormittag: Spaziergang durch Dunmore Town -- bunte Häuser, enge Gassen, Loyalist Cottage (Museum), St. John's Church. Mittagessen im Sip Sip -- Kult-Restaurant mit Meerblick und dem besten Hummer-Bisque der Insel. Nachmittag: Schnorcheln an den Riffen bei Devil's Backbone (gefaehrlich für Schiffe, aber wunderbar für Schnorchler) oder Kajakfahren in den Mangroven.
Tag 9: Eleuthera. Ueberfahrt zurück nach Eleuthera. Mieten Sie ein Auto und erkunden Sie die Insel. Glass Window Bridge -- die Stelle, an der Atlantik und Karibisches Meer aufeinandertreffen (obligatorischer Fotostopp). Preacher's Cave -- eine Höhle, in der sich die ersten englischen Siedler nach einem Schiffbruch 1648 Schutz suchten. Surfer's Beach -- falls Wellen und Erfahrung vorhanden. Leon Levy Native Plant Preserve -- ein botanisches Schutzgebiet mit Wegen durch Mangrovenwalder und Gezeitenbuchten.
Tag 10: Rückreise. Morgenflug von North Eleuthera oder Governor's Harbour zurück nach Nassau. Umsteigen und Heimflug.
14 Tage -- voelliges Eintauchen
Tage 1 bis 3: Nassau und New Providence. Wie im 7-Tage-Reiseplan, aber mit Ergaenzungen: Wracktauchen vor Nassau (Bond Wrecks, Stuart Cove's), Love Beach (Schnorcheln am Riff, aber nur tagsueber), Clifton Heritage National Park an der Westspitze der Insel (Plantagenruinen, die Unterwasserskulptur Ocean Atlas -- die größte Unterwasserskulptur der Welt).
Tage 4 bis 6: Exuma. Drei volle Tage wie beschrieben. Am dritten Tag: Tagesausflug zum Exuma Cays Land and Sea Park (wenn es möglich ist, ein Boot zu mieten oder einen Ausflug zu finden).
Tage 7 bis 9: Eleuthera und Harbour Island. Drei Tage wie im 10-Tage-Reiseplan beschrieben. Ergaenzungen: Ananasplantage in Gregory Town (im Juni: Pineapple Festival), Hatchet Bay Cave (Höhle mit Fledermaeuse und Stalaktiten, Taschenlampe und Führer noetig), Ten Bay Beach -- einer der schönsten und ruhigsten Straende Eleutheras.
Tage 10 bis 12: Andros. Flug nach Andros. Zwei Tage Tauchen am Andros Barrier Reef -- Wandtauchen in der Tongue of the Ocean, Blue Holes, Korallengaerten. Ein Tag Bonefishing auf den Flats mit lokalem Guide (selbst wenn Sie kein Angler sind -- es ist ein meditatives und schoenes Erlebnis). Oder: Kajakfahren durch Mangrovenlabyrinte, Besuch der Androsia Batik Factory in Fresh Creek (lokale Batikproduktion mit einzigartigen bahamaischen Designs).
Tage 13 bis 14: Rückkehr über Nassau. Flug zurück nach Nassau. Letzter Tag: Shopping, Abschiedsabendessen, Entspannung am Pool. Abflug. Für DACH-Reisende mit zwei Wochen Urlaub ist diese Route ideal -- sie deckt die wichtigsten Facetten der Bahamas ab und bietet genug Zeit, um jeden Ort wirklich zu genießen, ohne zu hetzen.
21 Tage -- Grand Tour durch den Archipel
Tage 1 bis 3: Nassau. Vollstaendige Erkundung der Hauptstadt, einschließlich Museen, Forts, Atlantis, Tauchen, Fish Fry und Nachtleben.
Tage 4 bis 6: Exuma. Schwimmende Schweine, Thunderball Grotto, Exuma Cays Land and Sea Park, Tauchen und Angeln.
Tage 7 bis 9: Eleuthera und Harbour Island. Rosa Straende, Glass Window Bridge, Surfen, Dunmore Town, Ananasplantagen.
Tage 10 bis 12: Andros. Tauchen am Barriereriff, Blue Holes, Bonefishing, Mangroven-Kajakfahren, Batikfabrik.
Tage 13 bis 15: Abaco. Flug nach Marsh Harbour. Erster Tag: Kennenlernen der Stadt, Spaziergang am Yachthafen, Mittagessen in einem der Hafenrestaurants (Snappas oder Jib Room), Boot mieten oder Yachtcharter für den nächsten Tag buchen. Zweiter Tag: Fähre nach Hope Town auf Elbow Cay -- der berühmte rot-weiß gestreifte Leuchtturm Elbow Reef Lighthouse (einer der letzten handbetriebenen Leuchttuerme der Welt -- der Waerter zieht den Mechanismus alle zwei Stunden auf), Spaziergang durch das bezaubernde Städtchen, Schnorcheln an den Riffen bei Tahiti Beach. Dritter Tag: Fähre nach Green Turtle Cay -- das Städtchen New Plymouth mit seiner loyalistischen Architektur, Miss Emily's Blue Bee Bar (Geburtsstaeette des Cocktails Goombay Smash -- hier würde er erfunden, und hier schmeckt er am besten), Ocean Beach. Abende mit Livemusik in den Hafenbars.
Tage 16 bis 17: Bimini. Flug nach Bimini (Charter von Nassau oder Verbindung über Miami). Erster Tag: Straende von North Bimini (Radio Beach ist der beste), Bimini Road (Schnorcheln an den raetselhaften Steinbloecken auf dem Meeresboden), Shark Lab (Forschungsstation zur Erforschung von Haien, mit Führung besuchbar). Zweiter Tag: Hochseefischen im Golfstrom (Halbtages-Charter ab 500 Dollar, ganzer Tag ab 800 Dollar, aber die Emotionen sind unbezahlbar -- Marlin, Thunfisch, Wahoo). Abend: Resorts World Bimini (Kasino, Strandclub) oder Bimini Big Game Bar and Grill -- eine Bar, die den Geist Hemingways atmet.
Tage 18 bis 19: Cat Island oder Long Island. Waehlen Sie eine der beiden. Cat Island für Liebhaber von Einsamkeit und Kultur: Aufstieg zum Mount Alvernia zum Klöster The Hermitage (20 Minuten, Panoramablick), Fernandez Bay (einer der schönsten Straende des Archipels), Abend mit Live-Rake-and-Scrape-Musik in einer lokalen Bar, Abendessen im 'Home Restaurant' bei einer lokalen Gastgeberin. Long Island für Taucher und Naturliebhaber: Dean's Blue Hole (202 Meter -- das tiefste marine Blue Hole der Welt, selbst wenn Sie nicht tauchen, ist der Anblick beeindruckend), die dramatischen Klippen der Ostkueste, Cape Santa Maria Beach (gehoert regelmaessig zu den Top 10 der Welt).
Tage 20 bis 21: Rückkehr über Nassau. Flug zurück in die Hauptstadt. Vorletzter Tag: Was Sie am Anfang verpasst haben -- Clifton Heritage National Park (Unterwasserskulptur Ocean Atlas, Plantagenruinen), Shopping auf der Bay Street, letzter Conch Salad auf Potter's Cay. Abschiedsabendessen auf Arawak Cay -- dasselbe Fish Fry, aber jetzt wissen Sie, was Sie bestellen, und kennen Ihren Taxifahrer beim Namen. Letzter Tag: Abflug mit Sehnsucht nach dem tuerkisfarbenen Wasser, einer Braune, die noch einen Monat halten wird, und dem festen Versprechen, zurueckzukehren. Denn 700 Inseln -- das ist zu viel für eine einzige Reise, selbst für eine dreiwöchige.
Für DACH-Reisende, die drei Wochen Urlaub nehmen können: Das ist die ultimative Bahamas-Erfahrung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die meisten Arbeitnehmer genügend Urlaubstage für eine solche Reise -- nutzen Sie diesen Luxus, den Reisende aus vielen anderen Ländern nicht haben.
Kommunikation und Internet auf den Bahamas
Mobilfunk
Die Hauptanbieter sind BTC (Bahamas Telecommunications Company, gehoert zu Liberty Latin America) und Aliv (seit 2016). Die Abdeckung in Nassau und Freeport ist gut (4G LTE), auf entlegenen Inseln kann sie instabil oder auf 3G beschränkt sein.
Eine touristische SIM-Karte von BTC kostet etwa 10 bis 20 Dollar mit einem kleinen Datenvolumen. Aliv bietet aehnliche Pakete an. Kaufen kann man sie in den Büros der Anbieter am Flughafen oder in der Innenstadt von Nassau. Ein Reisepass ist für den Kauf einer SIM-Karte erforderlich.
eSIM ist die bequemere Option und für DACH-Reisende besonders empfehlenswert. Airalo, Holafly und andere eSIM-Anbieter bieten Pakete für die Bahamas ab 5 bis 10 Dollar für 1 GB an. Aktivieren Sie die eSIM vor der Reise -- und Sie haben sofort nach der Landung Internet. Die meisten modernen Smartphones (iPhone ab XS, Samsung ab S20, Google Pixel ab 3) unterstuetzen eSIM. Pruefen Sie vor der Reise, ob Ihr Geraet kompatibel ist.
WLAN
Kostenloses WLAN gibt es in den meisten Hotels, aber die Geschwindigkeit kann enttaeuschen -- besonders abends, wenn alle Gäste gleichzeitig online sind. In Cafés und Restaurants ist WLAN in Nassau verbreitet, weniger auf den entlegenen Inseln. Der Flughafen Nassau bietet kostenloses WLAN.
Roaming: Pruefen Sie die Tarife Ihres Mobilfunkanbieters. Roaming auf den Bahamas kann teuer sein. Für DACH-Reisende gilt: Die EU-Roaming-Verordnung ('Roam like at home') gilt auf den Bahamas NICHT -- die Bahamas sind weder EU noch EWR. Roamingkosten bei deutschen Anbietern wie Telekom, Vodafone oder O2 können schnell mehrere Euro pro Megabyte betragen. Bei Schweizer Anbietern ist es aehnlich. Deshalb: eSIM oder lokale SIM-Karte kaufen und deutsches Roaming deaktivieren. Tipp: Läden Sie alle notwendigen Karten, Woerterbuecher und Apps herunter, solange Sie noch schnelles Internet haben.
Internet auf den entlegenen Inseln
Auf kleinen Inseln (Cat Island, Long Island, Inagua, San Salvador) kann das Internet langsam sein oder ganz fehlen. Auf Andros ist die Verbindung außerhalb der Hauptsiedlungen instabil. Auf den Exumas gibt es in Georgetown normales Internet, aber auf kleinen Inselchen nur Satelliteninternet, wenn man Glück hat. Wenn Ihnen eine zuverlässige Verbindung für die Arbeit wichtig ist -- klaeren Sie das mit dem Hotel vor der Buchung. Starlink erscheint allmaehlich auf einigen Inseln und in einigen Hotels, aber bisher ist das eher die Ausnahme als die Regel.
Praktischer Rat: Versuchen Sie nicht, von den Out Islands aus remote zu arbeiten, wenn Ihr Job stabile Videoanrufe oder das Hochladen großer Dateien erfordert. Lassen Sie das für Nassau, wo das Internet akzeptabel ist. Und auf den kleinen Inseln: Trennen Sie sich vom Netz und genießen Sie das, wofuer Sie hergekommen sind -- Stille, Ozean und das Fehlen von Benachrichtigungen. Für die vielen DACH-Reisenden, die auch im Urlaub staendig erreichbar sein wollen: Die Bahamas Out Islands sind ein hervorragender Ort, um das digitale Fasten zu ueben. Ihr Arbeitgeber wird es überleben. Und Sie werden sich erholen wie seit Jahren nicht.
Essen und Trinken auf den Bahamas
Conch -- der König der bahamaischen Küche
Conch (ausgesprochen 'Konk') ist eine große Meeresschnecke, die die Grundlage der bahamaischen Küche bildet. Sie wird auf ein Dutzend Arten zubereitet, und kein Bahamas-Besuch ist vollstaendig ohne die Verkostung mindestens einiger davon.
Conch Salad ist frischer Conch, in Wuerfel geschnitten und gemischt mit Tomaten, Zwiebeln, Pfeffer, Limettensaft und Scotch Bonnet Pfeffer. Er wird direkt vor Ihnen zubereitet -- auf Arawak Cay in Nassau kann man beobachten, wie der Koch die Muschel aufschlaegt, den Weichtierkoerper herauszieht und ihn in weniger als einer Minute in einen Salat verwandelt. Es ist das bahamaische Ceviche, und es ist großartig. Die Schärfe variiert -- bitten Sie um 'mild', wenn Sie sich Ihrer Pfeffertoleranz nicht sicher sind. Für DACH-Reisende, die vielleicht Ceviche aus Peru oder Sashimi aus Japan kennen: Conch Salad ist geschmacklich aehnlich frisch und lebendig, aber mit einem einzigartigen karibischen Twist.
Cracked Conch ist panierter und frittierter Conch. Knusprige Kruste, zartes Fleisch im Inneren. Serviert mit Pommes frites und Krautsalat. Das ist bahamaisches Fast Food im besten Sinne.
Conch Fritters sind Teigbaellchen mit Conch-Stücken, frittiert. Eine hervorragende Beilage zum Bier. Wird in praktisch jedem Restaurant serviert.
Conch Chowder ist eine dicke Suppe aus Conch mit Gemüse, Tomaten und Gewürzen. Wird mit Sherry serviert -- geben Sie ein paar Tropfen direkt in die Suppe. Scorched Conch ist gegrillter Conch mit Zitrone und Butter -- eine weniger bekannte, aber interessante Variante.
Meeresfruechte
Rock Lobster (Languste) -- die bahamaische Languste hat keine Scheren (im Gegensatz zum Maine-Hummer), aber der Schwanz ist voll von zartem Fleisch. Die Langustensaison läuft von August bis März. Gegrillter Langustenschwanz mit Butter und Zitrone ist ein Klassiker. Lobster Mac and Cheese ist eine überraschend gelungene Kombination.
Grouper (Zackenbarsch) ist der beliebteste Fisch auf den Bahamas. Er wird auf verschiedene Arten zubereitet: gebraten, gebacken, paniert, gegrillt. Frisch gefangener Grouper ist ein voellig anderes Erlebnis als tiefgefrorener aus dem Supermarkt. Für DACH-Fischliebhaber: Wenn Sie frischen Fisch vom Hamburger Fischmarkt oder vom Bodensee kennen und schaetzen -- auf den Bahamas ist der Fisch noch frischer, weil er oft morgens gefangen und mittags serviert wird.
Snapper, Mahi-Mahi, Wahoo, Thunfisch -- all diese Fische werden in den Gewaessern der Bahamas gefangen und frisch serviert. Boil Fish and Grits ist ein traditionelles bahamaisches Frühstück: Fisch, geschmort mit Zwiebeln, Tomaten und Pfeffer, serviert mit Maisgriesspudding (Grits). Es klingt seltsam, aber nach dem ersten Mal werden Sie es jeden Morgen bestellen.
Traditionelle Gerichte
Peas and Rice -- Reis mit Taubenerbsen (Pigeon Peas), zubereitet mit Tomatenmark und Gewürzen. Das ist die Beilage, die buchstaeblich zu allem serviert wird. Ein einfaches, aber leckeres Gericht, das in jedem lokalen Restaurant zu finden ist.
Johnnycake -- ein suesses Maisbrot, weich und kruemelig. Traditionell zum Frühstück mit Butter serviert, passt aber auch hervorragend zu Fischgerichten.
Souse -- eine Brühe aus Huhn (Chicken Souse) oder aus Lamm- oder Schweinefuessen mit Zitrone, Zwiebeln und Pfeffer. Bahamier halten sie für das beste Mittel gegen Kater -- und angesichts der Mengen an Rum, die auf den Inseln konsumiert werden, ist das relevant.
Stew Fish -- Fisch, geschmort in Tomatensauce mit Zwiebeln und Pfeffer. Serviert mit Grits oder Reis. Guava Duff -- ein Dessert aus Teig mit Guavenfuellung, gebacken und mit dicker Rumsauce serviert. Das ist das Hauptdessert der bahamaischen Küche, und es ist mindestens einmal einen Versuch wert.
Benny Cake -- eine Suessigkeit aus Sesamkoernern mit Zucker. Coconut Tart -- ein Gebaeck mit Kokosnussfuellung. Rum Cake -- ein mit Rum getraenkter Küchen, ein beliebtes Souvenir.
Getraenke
Kalik ist das Nationalbier der Bahamas, ein leichtes Lagerbier, ideal für das heiße Klima. 'A Kalik is a Bahamian's best friend' -- sagen die Einheimischen. Kalik Gold ist eine staerkere Version. Sands Beer ist ein weiteres lokales Bier. Für DACH-Biertrinker, die an deutsches Bier gewoehnt sind: Kalik ist kein Craft Beer und wird keinen Bierkenner vom Hocker hauen. Aber als leichtes, kuehles Strandbier bei 30 Grad im Schatten einer Palme ist es perfekt. Erwarten Sie kein Weizenbier oder Pils -- erwarten Sie Erfrischung.
Sky Juice ist der inoffizielle Nationalcocktail: Kokoswasser, Gin, Kondensmilch und Muskatnuss. Serviert in einem Plastikbecher auf Arawak Cay. Es klingt seltsam, aber nach dem ersten Schluck verstehen Sie, warum die Bahamier ihn lieben. Warnung: staerker, als man denkt.
Bahama Mama ist der bekannteste bahamaische Cocktail: Rum (dunkler und Kokos), Kaffeelikoer, Ananassaft, Orangensaft und Grenadine. Goombay Smash: Rum, Kokosrum, Ananassaft und Orangensaft. Beide werden in jeder Bar und jedem Hotel serviert.
Switcha ist eine lokale Limonade aus bahamaischen Limetten (Key Limes), Zucker und Wasser. Unglaublich erfrischend in der Hitze. Auf dem Potter's Cay Markt kann man hausgemachten Switcha finden -- er schmeckt besser als der kommerzielle.
Rum ist das Hauptalkoholgetraenk der Bahamas. John Watling's Distillery in Nassau ist eine Rumdestillerie, untergebracht im kolonialen Anwesen Buena Vista Estate von 1789. Die Führung mit Verkostung ist kostenlos und lohnt sich auf jeden Fall -- Sie sehen den gesamten Produktionsprozess, von der Destillation bis zur Abfuellung, und probieren mehrere Rumsorten, darunter den gereiften Buena Vista (5 Jahre in Eichenfaessern). Im Shop der Destillerie sind die Preise niedriger als am Flughafen. Für DACH-Reisende: Bis zu einem Liter Spirituosen können zollfrei in die EU eingefuehrt werden. Für die Schweiz gelten aehnliche Grenzen. Ein oder zwei Flaschen John Watling's sind ein hervorragendes Mitbringsel.
Kokoswasser direkt aus der Nuss. Verkäufer mit Macheten am Strand und auf den Straßen schlagen die Spitze einer Kokosnuss in Sekunden ab. Kostet 3 bis 5 Dollar, und in der Hitze gibt es nichts Besseres. Wenn Sie das Wasser ausgetrunken haben, bitten Sie den Verkäufer, die Kokosnuss aufzuschlagen, um das Fruchtfleisch zu essen.
Wein wird lokal nicht produziert (das Klima ist nicht geeignet), aber in Restaurants und Supermaerkten in Nassau gibt es eine gute Auswahl importierter Weine. Die Preise sind höher als auf dem Festland -- eine Flasche Wein im Restaurant beginnt bei 30 bis 40 Dollar. Für DACH-Weinliebhaber: Erwarten Sie nicht die Vielfalt und Qualität, die Sie von zu Hause kennen. Der Wein auf den Bahamas ist importiert und oft länger transportiert worden. Greifen Sie lieber zum Rum oder zu Cocktails -- das ist hier die bessere Wahl.
Wo essen
Arawak Cay (Fish Fry) in Nassau ist ein Pflichtbesuch. Eine Reihe kleiner Restaurants und Imbisse direkt am Ufer, die frischeste Meeresfruechte zu relativ vernuenftigen Preisen servieren. Oh Andros, Twin Brothers, Goldie's -- alle sind gut. Kommen Sie zum Mittag- oder fruehem Abendessen.
Potter's Cay -- direkt unter der Brücke nach Paradise Island. Weniger touristisch und authentischer als Arawak Cay. Frischer Conch-Salat wird direkt vor Ihnen zubereitet.
Lokale Restaurants vs. Touristenrestaurants -- der Preisunterschied kann beim gleichen Qualitaetsniveau das Doppelte betragen. Fragen Sie den Taxifahrer oder den Hotelangestellten, wo die Einheimischen essen -- das ist immer der beste Rat. Auf den Bahamas gilt eine einfache Regel: Je näher am Kreuzfahrthafen, desto teurer und schlechter. Das beste Essen gibt es in unscheinbaren Imbissen, die wie Schuppen aussehen, aber so duften, dass die Füße einen von selbst zur Tuer tragen.
Auf den Out Islands ist die Essenssituation anders. Es gibt wenige Restaurants, und oft ist es das einzige auf der ganzen Insel. Dafuer serviert es das, was morgens gefangen würde -- frischer geht es nicht. Auf Cat Island und Long Island kochen einige Hausfrauen für Touristen auf Bestellung bei sich zu Hause -- das nennt sich 'Home Restaurant', und es ist eines der authentischsten kulinarischen Erlebnisse auf den Bahamas. Fragen Sie die Besitzer Ihrer Unterkunft -- sie kennen garantiert jemanden.
Einige konkrete Empfehlungen in Nassau: Dillet's Guest House für traditionelles bahamaisches Frühstück (Boil Fish and Grits), Bahamian Cookin' am Trinity Place für Souse und Peas and Rice, Da Fish Fry auf Arawak Cay für Meeresfruechte, Lukka Kairi auf Bay Street für Cocktails und Conch-Salat mit Hafenblick. Auf Eleuthera: Sip Sip auf Harbour Island (Mittagessen mit Blick auf den Pink Sands Beach), 1648 Bar and Grille in Governor's Harbour. Auf den Exumas: Chat N Chill am Volleyball Beach in Georgetown -- eine Kultbar am Strand, zu der man mit dem Boot faehrt.
Shopping auf den Bahamas -- Was mitbringen
Traditionelle Souvenirs
Rum ist die offensichtliche Wahl. John Watling's Rum -- lokale Produktion, ausgezeichnete Qualität. Kann direkt in der Destillerie oder am Flughafen gekauft werden. Rum Cake -- ein mit Rum getraenkter Küchen in huebscher Verpackung. Tortuga Rum Cake ist die bekannteste Marke, überall erhaeltlich. Für DACH-Reisende: Denken Sie an die Zollfreimengen -- ein Liter Spirituosen und 200 Gramm Tabak für die EU, aehnliche Grenzen für die Schweiz.
Bahama Mama Hot Sauce -- für Scharfesseliebhaber. Gewürze -- Bahamian Seasoning (Gewürzmischung für Fisch und Fleisch). Guava Jam -- Guavenmarmelade, eine der besten tropischen Marmeladen, die Sie probieren werden.
Strohwaren sind ein traditionelles bahamaisches Handwerk. Taschen, Huete, Koerbe, geflochtene Puppen. Kaufen Sie auf dem Straw Market in Nassau, aber handeln Sie -- der Anfangspreis ist normalerweise um das Zwei- bis Dreifache ueberhoeht. Die Qualität variiert: Handarbeit kostet mehr, sieht aber auch besser aus. Für DACH-Reisende, die es gewoehnt sind, feste Preise zu zahlen: Das Handeln gehoert hier dazu und wird erwartet. Beginnen Sie bei etwa 40 bis 50 Prozent des genannten Preises und arbeiten Sie sich hoch. Das macht beiden Seiten Spaß.
Androsia Batik -- Stoffe mit einzigartigem Batikmuster, hergestellt auf Andros. Farbenfroh, mit Meeres- und Tropenmotiven. Hemden, Kleider, Taschen, Kissenbezuege -- ein hervorragendes und wirklich einzigartiges Souvenir.
Conch-Schmuck: Conch-Perlen (Conch Pearl) sind seltene und teure Perlen von rosa Farbe, die sich im Inneren der Conch-Muschel bilden. Es ist eine der seltensten Perlenarten der Welt -- nur eine von 10.000 Conch-Muscheln produziert eine Perle. Der Preis reicht von Hunderten bis Tausenden Dollar, je nach Größe und Qualität. Billige 'Conch-Perlen' auf dem Straw Market sind Faelschungen.
Wo einkaufen
Straw Market, Bay Street, Nassau -- der Haupttouristenmarkt. Große Auswahl, aber unterschiedliche Qualität und Preise. Handeln Sie. Prince George Wharf -- Geschaefte am Kreuzfahrthafen, auf Kreuzfahrtpassagiere ausgerichtet. Höhere Preise, aber praktisch für schnelles Einkaufen.
Port Lucaya Marketplace, Freeport -- Einkaufs- und Unterhaltungszentrum auf Grand Bahama mit Geschaeften, Restaurants und Livemusik. Entspanntere Atmosphaere als in Nassau.
Duty Free: Auf den Bahamas gibt es kein Duty Free im herkoemmlichen Sinne -- aber es gibt auch keine höhen Einfuhrzoelle auf viele Waren. Schmuck, Uhren und Parfuem können günstiger sein als in Europa. Vergleichen Sie die Preise vor dem Kauf. Für Schweizer Reisende, die an höhe Preise gewoehnt sind: Auf den Bahamas können bestimmte Luxusgueter tatsaechlich günstiger sein als zu Hause.
Nützliche Apps für die Bahamas-Reise
Bahama Eats -- App für Essenslieferung, funktioniert in Nassau. Große Auswahl an Restaurants, von bahamaischer bis indischer, italienischer und chinesischer Küche. GPS-Tracking des Kuriers, Zahlung per Karte oder bar.
WhatsApp -- das wichtigste Kommunikationsmittel für die Buchung von Taxis, Booten und Ausflügen. Speichern Sie die Nummern von Fahrern und Guides -- sie werden sich als nützlich erweisen. Für DACH-Reisende, die WhatsApp ohnehin taeglich nutzen: Hier ist es nicht nur ein Messenger, sondern DAS Buchungssystem der Bahamas.
Google Maps -- funktioniert gut in Nassau und Freeport. Auf entlegenen Inseln ist die Abdeckung begrenzt -- läden Sie Offline-Karten im Voraus herunter. Tipp: Läden Sie die Karten der Bahamas herunter, solange Sie noch in Deutschland WLAN haben.
Windy -- App für Wetter- und Windvorhersage, entscheidend wichtig für Segeln, Tauchen und die Planung von Bootsfahrten. Zeigt auch Wellenhoehe und Stroemungen an -- unentbehrlich für jeden, der aufs Wasser geht.
XE Currency -- obwohl der Bahamische und der US-Dollar im Gleichschritt sind, ist die App nützlich für die Umrechnung in Euro oder Schweizer Franken. So behalten Sie immer den Ueberblick, was eine Mahlzeit oder ein Ausflug in Ihrer Heimatwaehrung kostet. Aktuell (Stand März 2026) liegt der EUR/USD-Kurs bei etwa 1:1,08, was bedeutet, dass 100 Dollar etwa 93 Euro entsprechen. Der CHF/USD-Kurs liegt bei etwa 1:0,89, was 100 Dollar zu etwa 89 CHF macht.
Google Translate -- obwohl die Amtssprache Englisch ist, kann die App bei schwerem bahamaischem Akzent helfen. Und für diejenigen, deren Englisch etwas eingerostet ist: Die Kamera-Funktion übersetzt Speisekarten und Schilder in Echtzeit.
Maps.me -- eine hervorragende Alternative zu Google Maps für Offline-Navigation. Die Karten sind oft detaillierter als bei Google, besonders auf den Out Islands. Kostenlos und funktioniert ohne Internet.
Tides Near Me oder Tide Charts -- Gezeitenkalender-Apps, unverzichtbar für Schnorchler (Thunderball Grotto ist nur bei Ebbe zugaenglich) und Angler. Läden Sie die Gezeitendaten vor der Reise herunter.
iDive oder Subsurface -- für Taucher ein digitales Logbuch auf dem Smartphone. Praktisch, um alle Tauchgaenge auf den Bahamas zu dokumentieren.
Reiseausweis-App (ID Wallet) -- speichern Sie Ihren Reisepass, Ihre Versicherungsnummer und Notfallkontakte digital. Falls der physische Pass verloren geht, haben Sie wenigstens eine Kopie dabei.
Fazit
Die Bahamas sind ein Land, das truegerisch einfach erscheint. Tuerkisfarbenes Wasser, weißer Sand, Palmen, Rum -- all das gibt es hier, und all das ist wunderbar. Aber hinter dieser Postkartenidylle verbirgt sich eine erstaunlich vielschichtige Welt, die sich nur denjenigen erschließt, die bereit sind, tiefer zu graben.
Man kann eine Woche im Atlantis verbringen, ohne das Resort zu verlassen, und mit dem Eindruck abreisen, die Bahamas seien ein großer Freizeitkomplex. Oder man kann in ein kleines Flugzeug steigen, nach Andros fliegen, in ein Blue Hole tauchen, einen Bonefish auf den Flats fangen, frisch gefangenen Grouper in einem Dorfimbiss essen und mit dem Verstaendnis abreisen, dass man etwas Echtes beruehrt hat.
Die Exumas sind wohl der magischste Ort des Archipels. Unbewohnte Inseln, Wasser in der Farbe von fluessigem Türkis, schwimmende Schweine, Thunderball Grotto -- all das klingt wie eine Fantasie, aber all das ist real und erreichbar. Eleuthera ist für diejenigen, die Stille und Authentizitaet suchen. Harbour Island für diejenigen, die rosa Sand und den Charme einer Kleinstadt wollen. Bimini für Angler und Abenteurer. Andros für Taucher und Naturliebhaber.
Der wichtigste Rat: Beschraenken Sie sich nicht auf Nassau. Ja, die Hauptstadt verdient ein paar Tage, aber die echten Bahamas liegen auf den Out Islands. Jede Insel ist eine eigene Welt, und je mehr Sie davon sehen, desto tiefer verstehen Sie dieses Land. Haben Sie keine Angst vor kleinen Flugzeugen, unregelmaessigen Fähren und fehlendem WLAN. Die besten Momente passieren oft dort, wo das Handy kein Signal hat.
Für DACH-Reisende möchte ich zum Schluss noch ein paar persoenliche Worte sagen: Die Bahamas sind weiter weg als das Mittelmeer, teurer als die Türkei und schwieriger zu erreichen als die Kanaren. Aber sie bieten etwas, das kein europaeisches Reiseziel bieten kann: diese Kombination aus karibischer Lebensfreude, unberuehrter Natur, Unterwasserwundern und einer Kultur, die so anders ist als unsere, dass jeder Tag eine Entdeckung ist. Die langen Urlaubstage, die Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz genießen, sind wie geschaffen für eine solche Reise. Nutzen Sie sie.
Und wenn Sie immer noch denken, die Bahamas seien 'nur ein weiterer Karibikstrand' -- kommen Sie und überzeugen Sie sich, wie sehr Sie sich geirrt haben. 700 Inseln, jede mit ihrem eigenen Charakter, jede mit einer Geschichte, die es wert ist, gehoert zu werden. Das Leben ist zu kurz, um nicht wenigstens ein paar davon zu sehen. Beginnen Sie mit Nassau, dann probieren Sie die Exumas, dann Eleuthera -- und Sie werden verstehen, dass jede Insel eine neue Facette dieses Archipels offenbart. Jemand wird sich in das Tauchen auf Andros verlieben. Jemand in die Stille von Cat Island. Jemand in das Angeln auf Bimini. Aber alle ohne Ausnahme werden sich in die Farbe dieses Wassers verlieben -- diesen unmoeglich, unwirklich Ton von Türkis, der weder auf einem Foto noch auf einem Video wiedergegeben werden kann und den man mindestens einmal im Leben mit eigenen Augen gesehen haben muss.
Informationen aktuell Stand 2026. Pruefen Sie Visabestimmungen, Flugplaene und aktuelle Reisehinweise des Auswaertigen Amts (Deutschland), des BMEIA (Österreich) bzw. des EDA (Schweiz) vor der Reise.
