Valletta
Valletta 2026: Was Sie wissen mussen
Valletta ist nicht einfach nur eine weitere europaeische Hauptstadt. Diese winzige Festungsstadt auf der Halbinsel zwischen zwei natuerlichen Haefen ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und gleichzeitig eine der am besten erhaltenen historischen Staedte Europas. Mit nur 6.000 Einwohnern auf weniger als einem Quadratkilometer ist sie die kleinste Hauptstadt der Europaeischen Union, doch was ihr an Groesse fehlt, macht sie durch Dichte an Geschichte und Kultur mehr als wett.
Die Stadt wurde nach der Grossen Belagerung von 1565 vom Johanniterorden erbaut und traegt den Namen des Grossmeisters Jean de Valette. Jede Strasse, jedes Gebaeude erzaehlt eine Geschichte von Kreuzrittern, Handelsrouten und strategischer Bedeutung. Heute ist Valletta eine lebendige Mischung aus barocker Architektur, zeitgenoessischer Kunst und mediterranem Lebensgefuehl.
Was Sie vorab wissen sollten: Valletta ist kompakt und zu Fuss erkundbar, aber unterschaetzen Sie die Topografie nicht. Die Stadt ist auf einem Huegel gebaut, mit steilen Strassen, die zum Wasser hinabfuehren. Bequeme Schuhe sind absolut notwendig. Die Sommer sind heiss und trocken mit Temperaturen ueber 35 Grad, waehrend die Winter mild bleiben mit etwa 15 Grad. Englisch ist neben Maltesisch Amtssprache, sodass die Verstaendigung fuer deutschsprachige Besucher unkompliziert ist.
Die Waehrung ist der Euro, was fuer Reisende aus dem DACH-Raum bequem ist. Kreditkarten werden fast ueberall akzeptiert, doch fuer kleine Geschaefte und traditionelle Bars empfiehlt sich Bargeld. Ein durchschnittliches Mittagessen kostet zwischen 12 und 18 Euro, ein Abendessen in einem gehobenen Restaurant zwischen 35 und 60 Euro pro Person.
Stadtteile: Wo ubernachten
Bei der Wahl der Unterkunft in und um Valletta haben Sie mehrere Optionen, die jeweils ihre eigenen Vorzuege bieten. Die Entscheidung haengt von Ihren Prioritaeten ab: moechten Sie mitten im historischen Geschehen sein, einen ruhigeren Rueckzugsort oder vielleicht naeher am Strand?
Valletta Altstadt
Im Herzen der UNESCO-Stadt zu uebernachten bedeutet, zwischen jahrhundertealten Palaesten aufzuwachen und abends die leeren Gassen zu geniessen, wenn die Tagestouristen weg sind. Die Auswahl reicht von Boutique-Hotels in restaurierten Stadthaeusern bis zu charmanten Apartments mit traditionellen maltesischen Balkonen.
Vorteile: Unmittelbarer Zugang zu allen Sehenswuerdigkeiten, authentische Atmosphaere, abends ruhig und romantisch. Die besten Restaurants sind zu Fuss erreichbar.
Nachteile: Die Unterkunftspreise sind die hoechsten auf Malta. Ein Doppelzimmer in einem guten Hotel kostet zwischen 150 und 300 Euro pro Nacht in der Hauptsaison. Parkmoeglichkeiten sind extrem begrenzt und teuer. Das Schleppen von Koffern ueber Kopfsteinpflaster und Treppen kann muehsam sein.
Empfehlung: Ideal fuer Erstbesucher, die das volle Valletta-Erlebnis wollen, und fuer Paare auf romantischem Kurzurlaub. Hotels wie das Iniala Harbour House oder das Casa Ellul bieten erstklassigen Komfort in historischem Ambiente.
Floriana
Direkt vor den Toren Vallettas liegt Floriana, eine ruhigere Alternative mit eigenem Charakter. Hier befinden sich die beeindruckenden Floriana Lines, weitere Befestigungsanlagen aus der Ordenszeit, und der zentrale Busbahnhof.
Vorteile: Guenstigere Preise als in Valletta selbst, trotzdem nur 10 Minuten zu Fuss zum Stadtzentrum. Gute Verkehrsanbindung, da alle Busse hier halten. Mehr lokales Flair, weniger touristisch.
Nachteile: Weniger Restaurantauswahl direkt vor Ort. Abends etwas weniger Atmosphaere als in der Altstadt.
Empfehlung: Gute Wahl fuer budgetbewusste Reisende, die trotzdem zentral wohnen moechten. Doppelzimmer ab etwa 80 Euro pro Nacht.
Sliema und St. Julian's
Diese modernen Kuenstenstaedte gegenueber von Valletta sind das touristische Zentrum Maltas mit Hotels aller Kategorien, Einkaufsmoeglichkeiten und Nachtleben. Die Faehre verbindet Sliema in nur 10 Minuten mit Valletta.
Vorteile: Groesste Auswahl an Hotels von Budget bis Luxus. Strandpromenaden zum Joggen und Schwimmen. Viele Restaurants, Bars und Geschaefte. Faehrverbindung nach Valletta ist ein Erlebnis fuer sich mit herrlichem Blick auf die Skyline.
Nachteile: Weniger historisches Flair, mehr moderner Massentourismus. Verkehr kann problematisch sein. Die Kueste ist felsig ohne Sandstraende direkt in Sliema.
Empfehlung: Ideal fuer Familien und laengere Aufenthalte. Hotels wie das Fortina Spa Resort oder das AX The Palace bieten gutes Preis-Leistungs-Verhaeltnis. Doppelzimmer zwischen 100 und 200 Euro.
Die drei Staedte: Vittoriosa, Senglea, Cospicua
Auf der anderen Seite des Grand Harbour liegen die Three Cities, die noch aeltere Geschichte haben als Valletta selbst. Hier residierte der Johanniterorden vor dem Bau der neuen Hauptstadt. Vittoriosa (Birgu) ist besonders charmant mit engen Gassen und dem Fort St. Angelo.
Vorteile: Authentisches Malta ohne Touristenmassen. Atemberaubende Aussicht auf Valletta, besonders bei Sonnenuntergang. Deutlich guenstigere Preise. Die Faehre nach Valletta faehrt regelmaessig.
Nachteile: Weniger Infrastruktur vor Ort, weniger Restaurants und Bars. Abends sehr ruhig, was nicht jedermanns Sache ist.
Empfehlung: Perfekt fuer Wiederholungsbesucher und alle, die das weniger bekannte Malta entdecken moechten. Boutique-Hotels wie das Cugo Gran Macina bieten Luxus zu vernuenftigen Preisen ab etwa 120 Euro.
Mdina und der Inland
Die alte Hauptstadt Mdina im Landesinneren ist eine weitere Festungsstadt mit mittelalterlichem Charakter. Hier zu uebernachten bietet eine voellig andere Perspektive auf Malta.
Vorteile: Magische Atmosphaere, besonders nachts wenn die Tagestouristen weg sind. Kuehlere Temperaturen im Sommer. Zentrale Lage fuer Ausfluege in den Norden und Sueden der Insel.
Nachteile: 30 Minuten mit dem Bus nach Valletta. Sehr begrenzte Auswahl an Unterkuenften und Restaurants.
Empfehlung: Fuer eine oder zwei Naechte als Kontrast zu Valletta interessant. Das Xara Palace Relais bietet Luxus in einem Palazzo aus dem 17. Jahrhundert.
Beste Reisezeit
Malta geniesst ein typisch mediterranes Klima mit heissen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Die beste Reisezeit haengt stark davon ab, was Sie unternehmen moechten.
Fruehling (Maerz bis Mai)
Dies ist die ideale Zeit fuer Sightseeing und Wandern. Die Temperaturen liegen zwischen 15 und 25 Grad, die Insel ist gruen und blueht. Ostern wird auf Malta mit grossen Prozessionen gefeiert, was ein besonderes Erlebnis ist, aber auch hoehere Preise und mehr Touristen bedeutet. April und Mai bieten das beste Verhaeltnis aus angenehmem Wetter und moderaten Preisen.
Sommer (Juni bis August)
Heiss und trocken mit Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad. Das Meer ist warm genug zum Baden, doch das Sightseeing in Valletta kann bei dieser Hitze anstrengend werden. Die steilen Strassen und der reflektierende Kalkstein verstaerken das Hitzegefuehl. Falls Sie im Sommer kommen, planen Sie Besichtigungen fuer den fruehen Morgen oder spaeten Nachmittag. Mittags suchen Sie Zuflucht in klimatisierten Museen oder Cafes.
Wichtig: August ist der Monat der Village Festas, traditioneller Dorffeste zu Ehren der Schutzheiligen. Diese finden ueberall auf Malta statt mit Feuerwerk, Prozessionen und Strassenmaerkten. Ein authentisches Erlebnis, aber rechnen Sie mit noch mehr Touristen.
Herbst (September bis November)
September ist noch sommerlich warm mit Temperaturen um 28 Grad, aber die extremste Hitze ist vorbei. Oktober bringt gelegentliche Regenschauer, bleibt aber angenehm mit etwa 22 Grad. November wird kuehler und regnerischer. Der Frueh-Herbst ist eine ausgezeichnete Reisezeit mit sinkenden Preisen und angenehmen Bedingungen.
Winter (Dezember bis Februar)
Mild mit Temperaturen zwischen 10 und 17 Grad, aber durchaus regnerisch. Hotels bieten deutlich guenstigere Raten, und Sie haben die Sehenswuerdigkeiten fast fuer sich allein. Die St.-Johannes-Kathedrale ohne Warteschlange zu besichtigen ist ein Privileg. Weihnachten und Neujahr sind Ausnahmen mit hoeherem Besucheraufkommen und festlicher Dekoration.
Meine Empfehlung
Fuer Besucher aus dem DACH-Raum, die der mitteleuropaeischen Kaelte entfliehen moechten, ist Malta im Februar und Maerz eine gute Wahl. Die Mandelbaumbluete im Februar ist besonders schoen. Fuer das klassische Sommererlebnis mit Schwimmen und Strandleben waehlen Sie Juni oder September, um die Augusthitze zu vermeiden.
Reiseroute 3 bis 7 Tage
Tag 1: Ankunft und erste Erkundung Vallettas
Nach der Ankunft am Flughafen Malta (MLA) erreichen Sie Valletta in etwa 20 Minuten mit dem Taxi (fest 20 Euro) oder dem Bus X4 (2 Euro). Checken Sie ein und beginnen Sie Ihre Erkundung mit einem Spaziergang durch die Republic Street, die Hauptachse der Stadt.
Nachmittag: Besuchen Sie die Upper Barrakka Gardens, die schoenste Aussichtsplattform mit Blick auf den Grand Harbour und die Three Cities. Um 12 Uhr und 16 Uhr wird die Saluting Battery abgefeuert, eine traditionelle Kanonenzeremonie. Spazieren Sie anschliessend hinunter zum Waterfront-Bereich am Hafen.
Abend: Geniessen Sie Ihr erstes maltesisches Abendessen in einem der Restaurants in der Strait Street, einst das Rotlichtviertel, heute die Ausgehmeile mit guten Restaurants und Bars.
Tag 2: Vallettas Highlights
Vormittag: Beginnen Sie frueh mit der St.-Johannes-Kathedrale (Einlass ab 9:30 Uhr, Eintritt 15 Euro). Diese barocke Kirche von aussen bescheiden, innen ueberwältigend ist ein absolutes Muss. Die Deckengemalede und der Boden aus Grabplatten der Ritter sind atemberaubend. Im Oratorium haengt Caravaggios Meisterwerk Die Enthauptung Johannes des Taeufers.
Mittag: Besuchen Sie den Grossmeisterpalast (Eintritt 10 Euro) mit seinen praechtig ausgestatteten Staatsraeumen und der Waffenkammer. Die Sammlung historischer Ruestungen ist eine der groessten Europas.
Nachmittag: Erkunden Sie das Fort St. Elmo (Eintritt 10 Euro), das bei der Grossen Belagerung eine entscheidende Rolle spielte. Das Kriegsmuseum im Fort dokumentiert auch Maltas Rolle im Zweiten Weltkrieg, als die Insel zur am staerksten bombardierten Stelle der Welt wurde.
Abend: Reservieren Sie einen Tisch im Noni oder Rubino fuer gehobene maltesische Kueche.
Tag 3: Mdina und Rabat
Nehmen Sie den Bus 51, 52 oder 53 vom Busbahnhof Valletta nach Mdina (etwa 25 Minuten, 2 Euro). Diese stille Stadt war die alte Hauptstadt Maltas und traegt den Beinamen zu Recht: Autos sind verboten, und die Atmosphaere ist fast gespenstisch ruhig.
Vormittag: Betreten Sie Mdina durch das Haupttor und spazieren Sie durch die engen Gassen. Besuchen Sie die St.-Pauls-Kathedrale und geniessen Sie den Blick von den Festungsmauern ueber die Insel. Das Cafe Fontanella auf den Bastionen ist perfekt fuer eine Kaffeepause mit hausgemachtem Kuchen.
Mittag: Im benachbarten Rabat besuchen Sie die St.-Pauls-Katakomben (Eintritt 6 Euro), ein unterirdisches Labyrinth fruehchristlicher Grabstaetten aus dem 4. Jahrhundert.
Nachmittag: Rueckkehr nach Valletta. Wenn Sie noch Energie haben, besuchen Sie das MUZA, Maltas neues Nationalmuseum fuer Kunst (Eintritt 7 Euro).
Tag 4: Die Three Cities
Nehmen Sie die Faehre von Valletta nach Vittoriosa (Birgu). Die Ueberfahrt dauert nur 10 Minuten und kostet 2,80 Euro.
Vormittag: Erkunden Sie Vittoriosa mit seinem Inquisitorenpalast (Eintritt 6 Euro) und dem Maritime Museum. Spazieren Sie durch die Gassen zum Fort St. Angelo, dem Hauptquartier des Johanniterordens vor dem Bau Vallettas.
Mittag: Mittagessen im Restaurant Tal-Petut, das authentische maltesische Hausmannskost serviert. Reservierung empfohlen.
Nachmittag: Besuchen Sie die Nachbarstaedte Senglea und Cospicua. Die Gardjola Gardens in Senglea bieten einen spektakulaeren Blick auf Valletta. Der Wachturm mit Auge und Ohr-Symbolen ist ein beliebtes Fotomotiv.
Tag 5: Praehistorisches Malta
Malta besitzt einige der aeltesten freistehenden Bauwerke der Menschheit, aelter als Stonehenge oder die Pyramiden.
Vormittag: Besuchen Sie das Hal-Saflieni-Hypogaum in Paola. Diese unterirdische Tempelanlage und Nekropole ist ueber 5.000 Jahre alt. WICHTIG: Tickets muessen Wochen oder sogar Monate im Voraus online gebucht werden. Nur 80 Besucher pro Tag werden eingelassen. Eintritt 35 Euro, aber absolut lohnenswert.
Nachmittag: Fahren Sie nach Gozo mit der Faehre von Cirkewwa (25 Minuten, 4,65 Euro pro Person). Auf Gozo besuchen Sie die Ggantija-Tempel bei Xaghra (Eintritt 9 Euro), die etwa 5.500 Jahre alt sind und zu den beeindruckendsten megalithischen Strukturen gehoeren.
Abend: Bleiben Sie zum Abendessen auf Gozo. Die Insel ist bekannt fuer ihre Ziegenkaeseproduktion. Ta' Rikardu in Victoria serviert authentische Gozo-Kueche.
Tag 6: Strand und Entspannung
Nach fuenf intensiven Tagen ist Erholung angesagt. Malta hat zwar wenige Sandstraende, aber wunderbare Bademoeglichkeiten.
Option 1 - Golden Bay: Der bekannteste Sandstrand Maltas mit Liegestuehlen und Wassersport. Bus 44 von Valletta.
Option 2 - Blue Lagoon auf Comino: Die kleine Insel zwischen Malta und Gozo ist beruehmt fuer ihr tuerkisblaues Wasser. Bootstouren starten von Sliema, Bugibba oder Cirkewwa. Im Sommer extrem ueberfuellt, frueh morgens hingehen oder die Nebensaison waehlen. Tagesausflug ab etwa 25 Euro.
Option 3 - St. Peter's Pool: Natuerliche Felsbecken im Sueden bei Marsaxlokk. Keine Infrastruktur, dafuer spektakulaere Natur. Nur fuer sichere Schwimmer.
Tag 7: Marsaxlokk und Suedkueste
Ihr letzter Tag fuehrt Sie in den authentischen Sueden Maltas.
Vormittag: Fahren Sie nach Marsaxlokk (Bus 81 oder 85), dem traditionellen Fischerdorf mit bunt bemalten Luzzus, den typischen maltesischen Fischerbooten. Sonntags findet hier der groesste Markt Maltas statt. Probieren Sie fangfrischen Fisch in einem der Hafenrestaurants.
Nachmittag: Besuchen Sie die Blaue Grotte bei Wied iz-Zurrieq. Bootsfarten in die Grotten kosten etwa 8 Euro und sind bei ruhigem Wetter moeglich. Die Farben des Wassers sind unglaublich.
Zum Abschluss: Kehren Sie nach Valletta zurueck fuer einen letzten Abendspaziergang. Ein Aperitivo im Cafe Society am St. George's Square ist der perfekte Abschluss.
Wo essen: Restaurants
Die maltesische Gastronomie ist eine Fusion aus sizilianischen, arabischen und britischen Einfluessen. In den letzten Jahren hat sich eine spannende kulinarische Szene entwickelt, die traditionelle Rezepte neu interpretiert.
Gehobene Kueche
Noni (221 Republic Street) ist derzeit das beste Restaurant Vallettas. Chef Jonathan Brincat bietet ein Degustationsmenue fuer 85 Euro, das maltesische Zutaten auf hoechstem Niveau praesentiert. Reservierung mindestens eine Woche im Voraus erforderlich.
ION - The Harbour im Iniala Hotel bietet Fine Dining mit Blick auf den Grand Harbour. Rechnen Sie mit 120-150 Euro pro Person inklusive Weinbegleitung. Die Location allein ist ein Erlebnis.
Rubino (53 Old Bakery Street) ist eine Institution seit 1906. Hier wird traditionelle maltesische Kueche auf gehobenem Niveau serviert. Das Mittagsmenue fuer 35 Euro ist ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhaeltnis. Reservierung dringend empfohlen.
Mittelklasse
Legligin (119 St. Lucia Street) serviert moderne Interpretationen maltesischer Klassiker in entspannter Atmosphaere. Hauptgerichte zwischen 18 und 28 Euro. Probieren Sie die Bragioli, maltesische Rindsrouladen.
Nenu The Artisan Baker (143 St. Dominic Street) ist spezialisiert auf Ftira, das traditionelle maltesische Fladenbrot, mit kreativen Belaegen. Perfekt fuer ein schnelles, authentisches Mittagessen zwischen 10 und 15 Euro.
Trabuxu Bistro (Strait Street) bietet eine gute Auswahl mediterraner Gerichte in einer Weinbar-Atmosphaere. Hauptgerichte 20-30 Euro, exzellente Weinauswahl.
Budget-freundlich
Is-Suq tal-Belt (Merchants Street) ist die renovierte historische Markthalle mit verschiedenen Food-Staenden. Hier finden Sie alles von maltesischen Pastizzi bis Sushi. Ideal fuer ein schnelles Mittagessen ab 8 Euro.
Caffe Cordina (244 Republic Street) ist das aelteste Cafe Maltas seit 1837. Die Preise sind fuer die Touristenlage fair: Espresso 2 Euro, Pastizzi 1,50 Euro. Die Art-Deco-Innenraeume sind einen Besuch wert.
Piadina Caffe (mehrere Standorte) bietet italienische Piadine mit maltesischem Twist ab 7 Euro. Gut fuer einen schnellen Snack.
Ausserhalb Vallettas
Tal-Petut (Vittoriosa) wurde bereits erwaehnt und ist ein Muss fuer authentische Hausmannskost. Das Fuenf-Gaenge-Menue fuer 45 Euro ist ein Erlebnis. Der Besitzer serviert persoenlich und erzaehlt die Geschichte jedes Gerichts.
Ta' Rikardu (Victoria, Gozo) ist der beste Ort fuer Gozo-Spezialitaeten. Der hausgemachte Ziegenkaese und die Kanincheneintopf sind legendaer. Hauptgerichte 15-25 Euro.
Tartarun (Marsaxlokk) serviert den frischesten Fisch direkt am Hafen. Die Fischhaxe mit Kartoffeln ist das Signature-Gericht. Rechnen Sie mit 25-40 Euro pro Person.
Was probieren: Lokale Kuche
Die maltesische Kueche ist herzhaft, wuerzend und geerdert. Frischer Fisch, Kaninchen, Ziegenkaese und sonnengereifte Tomaten bilden die Grundlage.
Unbedingt probieren
Pastizzi: Diese kleinen Blaetterteigtaschen mit Ricotta-Fuellung (Pastizzi tal-Irkotta) oder Erbsenpueree (Pastizzi tal-Pizelli) sind der maltesische Nationalsnack. Sie kosten nur 50 Cent bis 1 Euro und sind ueberall erhaeltlich. Am besten frisch aus dem Ofen bei Crystal Palace in Rabat, einer Institution seit Jahrzehnten.
Ftira: Das traditionelle maltesische Fladenbrot mit knuspriger Kruste und weichem Inneren. Mit Tomaten, Kapern, Oliven und Ziegenkaese belegt wird es zu Ftira Ghawdxija, einem Gozo-Klassiker.
Fenkata: Kaninchen ist das inoffizielle Nationalgericht Maltas. Traditionell wird es geschmort mit Wein und Knoblauch serviert (Stuffat tal-Fenek) oder frittiert (Fenek Moqli). Ein komplettes Kaninchenessen fuer zwei Personen kostet etwa 40-50 Euro.
Bragioli: Maltesische Rindsrouladen, gefuellt mit Speck, Eiern und Petersilie, langsam in Tomatensauce geschmort. Ein Comfort-Food-Klassiker, besonders im Winter.
Lampuki: Die Goldmakrele ist der beliebteste Fisch Maltas, in Saison von September bis November. Gegrillt oder als Lampuki Pie mit Spinat, Oliven und Kapern zubereitet.
Suessspeisen
Kannoli: Obwohl sizilianischen Ursprungs, sind diese knusprigen Teigroellchen mit suesser Ricottafuellung auf Malta allgegenwaertig. Am besten bei Busy Bee in Rabat.
Imqaret: Frittierte Teigtaschen gefuellt mit einer Dattelmasse und Anis. Werden heiss serviert und sind besonders auf Festen beliebt. Etwa 2 Euro pro Stueck.
Qaghoq tal-Ghasel: Honigring, ein traditionelles Weihnachtsgebaeck, aber ganzjaehrig erhaeltlich. Gefuellt mit Zitrusschalen, Gewuerzen und Melasse.
Getraenke
Kinnie: Das maltesische Nationalgetraenk, eine bittere Orangenlimonade mit Kraeuetern. Gewoehnungsbeduerftig, aber erfrischend. Probieren Sie es einmal, 2 Euro fuer eine Flasche.
Cisk: Das lokale Bier, ein leichtes Lager, das zum mediterranen Klima passt. 3-4 Euro fuer ein grosses Glas.
Maltesische Weine: Die Weinproduktion hat sich stark verbessert. Probieren Sie einheimische Rebsorten wie Gellewza (rot) und Girgentina (weiss). Meridiana und Marsovin sind renommierte Weingueter.
Lokale Geheimnisse und Tipps
Nach vielen Besuchen und Gespraechen mit Einheimischen hier einige Insidertipps, die nicht in jedem Reisefuehrer stehen.
Die beste Zeit fuer Sehenswuerdigkeiten
Die St.-Johannes-Kathedrale oeffnet um 9:30 Uhr. Seien Sie um 9:15 Uhr vor der Tuer. In den ersten 30 Minuten haben Sie die Kirche fast fuer sich allein. Ab 10:30 Uhr kommen die Kreuzfahrttouristen. Aehnlich beim Hypogeum: Buchen Sie die erste Zeitschleife um 9 Uhr.
Kreuzfahrtschiff-Tage vermeiden
Wenn grosse Kreuzfahrtschiffe anlegen, wird Valletta von Tausenden Tagesgaesten ueberflutet. Pruefen Sie vorab den Hafenkalender unter maltacruiseport.com. An solchen Tagen weichen Sie nach Mdina oder Gozo aus, oder bleiben Sie bis zum spaeten Nachmittag in Ihrem Hotel.
Das Manoel Theatre
Das Manoel Theater von 1731 ist eines der aeltesten bespielten Theater Europas. Selbst wenn Sie keine Auffuehrung besuchen, lohnt sich eine Fuehrung (6 Euro, taeglich 10:30 und 11:30 Uhr). Das Barock-Interieur ist einzigartik.
Strait Street nach Einbruch der Dunkelheit
Die ehemalige Rotlicht-Meile hat sich zur hippen Ausgehmeile gewandelt. Zwischen 20 und 23 Uhr ist die Atmosphaere am besten. Bridge Bar fuer Cocktails, Cafe Society fuer Wein, Tico Tico fuer Live-Musik.
Die Aufzuege nutzen
Valletta hat zwei kostenlose Aufzuege, die Ihnen die steilen Anstiege ersparen. Der Barrakka Lift verbindet den Hafen mit den Upper Barrakka Gardens. Ein weiterer Lift befindet sich am Stadttor beim Busbahnhof.
Lokale Busse statt Taxis
Das Busnetz ist guenstig und erreicht alle touristischen Ziele. Eine Tallinja-Karte fuer 21 Euro bietet eine Woche unbegrenzte Fahrten. Einzelfahrten kosten 2 Euro (1,50 Euro im Winter). Die Busse sind modern und klimatisiert. Taxis sind teuer und versuchen haeufig, Touristen ueberzurechnen.
Sonntagsausflug nach Marsaxlokk
Der Sonntagsmarkt in Marsaxlokk ist touristisch, aber trotzdem charmant. Kommen Sie frueh (vor 9 Uhr), fruehstuecken Sie im Cafe und kaufen Sie frischen Fisch. Die bunten Luzzus im Hafen sind fruehmorgens am fotogensten, wenn das Licht weich ist.
Wassertaxen und alternative Routen
Neben der offiziellen Faehre nach Sliema und Vittoriosa gibt es private Wassertaxen, die flexiblere Routen anbieten. Verhandeln Sie den Preis vorher. Eine Rundfahrt durch den Grand Harbour bei Sonnenuntergang kostet etwa 15-20 Euro pro Person und ist ein unvergessliches Erlebnis.
Transport und Verbindungen
Anreise aus dem DACH-Raum
Malta ist von deutschen, oesterreichischen und schweizerischen Flughaefen gut erreichbar.
Direktfluege ab Deutschland: Lufthansa fliegt von Frankfurt und Muenchen. Ryanair und Eurowings bedienen zahlreiche Strecken ab Koeln, Berlin, Hamburg, Duesseldorf und anderen Staedten. Air Malta fliegt ab Frankfurt, Muenchen und Duesseldorf. Flugzeit etwa 2,5 Stunden.
Direktfluege ab Oesterreich: Austrian Airlines und Ryanair fliegen von Wien. Flugzeit etwa 2 Stunden.
Direktfluege ab Schweiz: Swiss und Edelweiss fliegen von Zuerich und Genf. Flugzeit etwa 2 Stunden.
Die Preise variieren stark je nach Saison. In der Nebensaison finden Sie Fluege ab 50 Euro, in der Hauptsaison und um Feiertage herum eher 150-250 Euro.
Vom Flughafen nach Valletta
Bus X4: Die guenstigste Option fuer 2 Euro. Faehrt alle 30 Minuten und braucht etwa 30 Minuten bis Valletta Busbahnhof.
Taxi: Festpreis 20 Euro nach Valletta, 25 Euro nach Sliema. Nur die offiziellen weissen Taxis am Taxistand nutzen.
Transfer vorab buchen: Fuer Gruppen oder bei spaeter Ankunft sinnvoll. Etwa 25-35 Euro fuer einen Privatwagen.
Innerhalb Maltas
Busse: Das gesamte Land wird vom Tallinja-Busnetz abgedeckt. Die Busse sind modern, klimatisiert und guenstig. Alle Routen fuehren ueber den zentralen Busbahnhof in Valletta. Nachteile: Busse koennen voll sein und der Verkehr auf Malta ist oft zaeh.
Faehren: Die Faehre Sliema-Valletta (1,50 Euro) und Valletta-Three Cities (2,80 Euro) sind nicht nur praktisch, sondern auch ein Erlebnis. Die Gozo-Faehre von Cirkewwa faehrt alle 45 Minuten und kostet 4,65 Euro pro Person (Hin- und Rueckfahrt wird nur bei Rueckkehr bezahlt).
Mietwagen: Fuer Tagesausfluege zu abgelegenen Straenden oder laendlichen Gebieten praktisch. Rechnen Sie mit 30-50 Euro pro Tag. ACHTUNG: Es herrscht Linksverkehr, und der Fahrstil der Malteser ist, sagen wir, mediterran. Die Strassen sind oft eng und schlecht beschildert. Parkplaetze in Valletta sind rar und teuer.
Taxi und Ridesharing: Die Bolt-App funktioniert auf Malta und ist guenstiger als herkoemmliche Taxis. Eine Fahrt von Valletta nach Sliema kostet etwa 8-10 Euro.
Nach Gozo
Die Faehre von Cirkewwa nach Mgarr (Gozo) faehrt etwa alle 45 Minuten und braucht 25 Minuten. Bezahlt wird nur bei der Rueckfahrt: 4,65 Euro fuer Fussgaenger, 15,70 Euro fuer ein Auto. Am Wochenende und in der Hochsaison kann es lange Wartezeiten geben, besonders fuer Autos.
Auf Gozo empfiehlt sich ein Mietwagen oder Quad, da das Busnetz weniger dicht ist als auf Malta. Alternativ gibt es Hop-on-Hop-off-Busse und gefuehrte Touren ab Victoria.
Nach Comino
Die kleine Insel zwischen Malta und Gozo ist nur per Boot erreichbar. Touren starten von Sliema, Bugibba, Cirkewwa und Mgarr (Gozo). Preise ab 15 Euro fuer eine einfache Ueberfahrt, 25-30 Euro fuer einen Ganztagesausflug mit Stopps zum Schwimmen.
Fazit: Fur wen geeignet
Valletta und Malta sind ideal fuer Reisende, die Geschichte, Kultur und mediterranes Flair auf engem Raum erleben moechten. Die Insel eignet sich hervorragend fuer einen Kurztrip von drei bis fuenf Tagen, bietet aber genug Tiefe fuer eine volle Woche.
Perfekt fuer: Geschichtsinteressierte und Architekturfans, die von Johanniterrittern und Barockkirchen begeistert sind. Paare auf der Suche nach einem romantischen Staedtetrip. Fotografen, die jeden Winkel festhalten wollen. Kulturreisende, die Konzerte und Theater schaetzen. Sonnenanbeter, die moderate Preise und kurze Flugzeiten aus Mitteleuropa suchen.
Weniger geeignet fuer: Strandurlauber, die lange Sandstraende erwarten. Familien mit kleinen Kindern koennten die steilen Strassen und fehlende Kinderangebote als Herausforderung empfinden. Nachtschwaermer, die ein pulsierendes Nachtleben suchen, sind in Sliema oder St. Julian's besser aufgehoben.
Valletta ueberrascht, verzaubert und bleibt in Erinnerung. Diese kleine Festungsstadt hat mehr Charakter pro Quadratmeter als die meisten europaeischen Hauptstaedte. Wer einmal durch ihre honigfarbenen Gassen spaziert ist, wird wiederkommen wollen.