Schardscha
Sharjah 2026: Was man vor der Reise wissen muss
Sharjah ist die Kulturhauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate — ein Ort, an dem statt Wolkenkratzern und Nachtclubs erstklassige Museen, duftende Gewürzmärkte und Uferpromenaden auf Sie warten, auf denen Familien bis Mitternacht spazieren gehen. Wenn Dubai der Glanz und Glamour ist, dann ist Sharjah die Seele der Emirate — der Ort, an dem man die echte arabische Kultur ohne touristischen Rummel erleben kann. Für deutschsprachige Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Sharjah ein besonders lohnendes Ziel: Die Flugverbindungen ab Frankfurt, München, Zürich und Wien sind hervorragend, und das Preis-Leistungs-Verhältnis schlägt Dubai um Längen.
Kurz zusammengefasst: Sharjah verdient einen Besuch wegen des Sharjah Museums für Islamische Zivilisation, Spaziergängen an der Uferpromenade Al Qasba, dem Einkaufserlebnis im Blauen Souk, der abendlichen Stimmung auf der Al Noor Insel und der Begegnung mit der emiratischen Küche. Optimal sind 2-3 Tage für die Stadt, und eine Kombination mit Dubai ist problemlos möglich.
Sharjah ist das drittgrößte Emirat der VAE und das einzige, das an zwei Küsten liegt: am Persischen Golf und am Golf von Oman. Hier erlebt man die Emirate ungefiltert — lebendige Stadtviertel, authentische arabische Küche und Preise, die zwei- bis dreimal niedriger als in Dubai liegen. Der größte Nachteil: Alkohol ist seit 1985 komplett verboten, und der Dresscode ist strenger als in Dubai. Der größte Vorteil: Sie sparen bei Unterkunft, Essen und Transport erheblich, und das Zentrum von Dubai ist nur 20-30 Autominuten entfernt. Für DACH-Reisende, die kulturell interessiert sind und nicht jeden Abend eine Bar brauchen, ist Sharjah schlicht die klügere Wahl als Basis für eine Emirate-Reise.
Stadtteile: Wo am besten übernachten
Al Majaz — Uferpromenade, Fontänen, Familienparadies
Al Majaz ist das malerischste Viertel Sharjahs, gelegen entlang der Khalid-Lagune. Hier befindet sich der berühmte Al-Majaz-Park mit einem musikalischen Springbrunnen, der jeden Abend eine beeindruckende Licht- und Wassershow bietet. Die Promenade ist gesäumt von Restaurants und Cafés, abends flanieren Familien, Jogger drehen ihre Runden, Kinder fahren Fahrrad. Das Viertel teilt sich in Al Majaz 1, 2 und 3 — alle drei sind gleichermaßen komfortabel und gut erschlossen.
Vorteile: Beste Aussicht auf die Lagune, ausgezeichnete Fußgänger-Infrastruktur, Restaurants in Gehweite, Nähe zur Al Qasba-Promenade. Ideal für Paare und Familien, die abends gern draußen unterwegs sind.
Nachteile: Etwas teurer als andere Viertel, Parkplatzsuche am Abend kann zur Herausforderung werden.
Preise: $$ (Hotels ab 50-80 USD/Nacht, Apartments ab 40 USD). Gegenüber vergleichbaren Lagen in Dubai sparen Sie hier 40-60 Prozent.
Al Khan — Strand, Aquarium, Ruhe
Al Khan ist ein Küstenviertel mit eigenem Strand und Blick auf den Persischen Golf. Hier befinden sich das Sharjah Aquarium und das Maritime Museum, und der Al-Khan-Strand zählt zu den besten kostenlosen Stränden im Emirat. Die Atmosphäre ist entspannt — am Abend grillen einheimische Familien Fisch am Ufer. Das Viertel ist ruhiger als Al Majaz und eignet sich besonders für Reisende, die meeresnah wohnen möchten, ohne auf Strandhotels mit Hotelpreisen angewiesen zu sein.
Vorteile: Strand in Gehweite, ruhig, wunderschöne Sonnenuntergänge über dem Golf. Für Familien mit kleinen Kindern eine hervorragende Wahl.
Nachteile: Weniger Restaurants als in Al Majaz, bis zum Stadtzentrum sind es 10-15 Minuten mit dem Auto.
Preise: $$ (Hotels ab 45-70 USD, Apartments ab 35 USD).
Al Nahda — Grenze zu Dubai, ideal für zwei Städte
Al Nahda liegt direkt an der Grenze zwischen Sharjah und Dubai und ist die perfekte Wahl, wenn Sie beide Städte erkunden möchten. Hohe Wohntürme, Einkaufszentren — darunter das Sahara Centre, eines der größten der Region — und die nächste Dubai-Metrostation ist in 15-20 Minuten erreichbar. Das Viertel ist lebendig und multinational: indische Restaurants, philippinische Cafés, pakistanische Imbisse — alles auf einer Straße. Für deutschsprachige Reisende, die Sharjah und Dubai gleichermaßen erkunden wollen, ohne ständig lange Taxifahrten in Kauf zu nehmen, ist Al Nahda die pragmatischste Lösung.
Vorteile: Nähe zu Dubai, günstiges Wohnen, riesige Auswahl an Gastronomie aus aller Welt.
Nachteile: Stau morgens und abends (Grenzübergang!), landschaftlich nicht das Schönste.
Preise: $ (Hotels ab 30-50 USD, Apartments ab 25 USD). Das günstigste Viertel für eine Doppel-Städtereise.
Heritage Area (Heart of Sharjah) — Geschichte und Kultur pur
Das Herz von Sharjah ist ein restauriertes historisches Viertel mit Lehmziegelhäusern, traditionellen Windtürmen und engen Gassen. Hier befindet sich das Sharjah Museum für Islamische Zivilisation, das Heritage Museum und der älteste Markt Souk Al Arsah. Die Atmosphäre ist wie eine Zeitreise: Von glänzernden Hochhäusern zu Häusern aus dem 19. Jahrhundert in einer einzigen Biegung. Abends wird das Viertel beleuchtet und wird besonders fotogen. Für kulturinteressierte Reisende aus dem DACH-Raum, die Museen und Architektur schätzen, ist dies das faszinierendste Quartier.
Vorteile: Authentische Atmosphäre, Museen in unmittelbarer Nähe, hervorragende Fotomotive.
Nachteile: Wenig Hotels direkt im Viertel, enge Straßen für Autofahrer.
Preise: $$ (nächstgelegene Hotels ab 40-60 USD).
Muwaileh — Studenten, Budget, University City
Das Viertel rund um den Universitätscampus ist die günstigste Wohnoption in Sharjah. Hier gibt es zahlreiche preiswerte Cafés und Kantinen, die auf Studenten ausgerichtet sind: Karak-Tee für 3 Dirham, Shawarma für 8, ein vollständiges Mittagessen für 15-20 Dirham. Das Viertel entwickelt sich rasch, neue Wohnkomplexe entstehen, aber die heimelige, nicht-touristische Atmosphäre bleibt erhalten. Für Budget-Reisende, die vor allem günstig essen und schlafen wollen, eine Überlegung wert.
Vorteile: Niedrigste Preise in ganz Sharjah, vielfältiges Essensangebot, jugendliche Atmosphäre.
Nachteile: Weit von den Sehenswürdigkeiten entfernt, ein Auto oder Taxi ist notwendig.
Preise: $ (Apartments ab 20-30 USD, Hotels ab 25-40 USD).
Al Taawun — Hochhäuser und Blick auf den Golf
Ein modernes Viertel an der Grenze zu Dubai, bebaut mit Hochhäusern, die Panoramablick auf den Persischen Golf bieten. Wer im 'Dubai-Stil' wohnen möchte, aber zu Sharjah-Preisen, ist hier richtig. In der Nähe liegt die Corniche-Promenade, Einkaufszentren und eine schnelle Auffahrt auf die Autobahn E11 Richtung Dubai. Die Infrastruktur ist modern, die Ausstattung der Apartments oft überraschend gut für den Preis.
Vorteile: Moderne Infrastruktur, Panoramablick, Nähe zu Dubai.
Nachteile: Wenig historisches Flair, Stau in den Stoßzeiten.
Preise: $$ (Hotels ab 45-75 USD, Apartments ab 35 USD).
Empfehlung für DACH-Reisende: Für einen Erstbesuch ist Al Majaz die beste Wahl — zentral, schön, mit guter Anbindung. Wer Dubai und Sharjah kombinieren will, wählt Al Nahda oder Al Taawun. Kulturfans sind im Heritage-Viertel am glücklichsten, Strandurlauber in Al Khan.
Beste Reisezeit
Ideal: November bis März. Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad, man kann den ganzen Tag draußen unterwegs sein, im Meer schwimmen und auf Terrassen essen. Dies ist die Hochsaison, Hotelpreise liegen 30-50 Prozent höher, aber der Komfort ist es absolut wert. Für deutschsprachige Reisende, die dem mitteleuropäischen Winter entfliehen wollen, ist dies die perfekte Jahreszeit: Direktflüge ab Frankfurt (ca. 6 Stunden mit FlyDubai oder Emirates), ab München (ca. 5,5 Stunden), ab Zürich (ca. 6 Stunden mit Etihad oder Swiss) und ab Wien (ca. 5,5 Stunden mit Emirates oder Austrian) bringen Sie in angenehme Wärme, während daheim Schnee liegt.
Gut: Oktober und April. Übergangsmonate — tagsüber 30-35 Grad, aber morgens und abends angenehm. Preise sind niedriger, weniger Touristen, das Meer ist warm. Das optimale Verhältnis von Preis und Komfort. Besonders der April ist für Wanderungen auf der Ostküste von Sharjah ideal, bevor die Sommerhitze einsetzt.
Heiß: Mai bis September. Temperaturen von 40-48 Grad, Luftfeuchtigkeit bis zu 90 Prozent. Draußen spazieren ist tagsüber körperlich unmöglich — und das ist keine Übertreibung. Aber: Hotelpreise fallen um das Zwei- bis Dreifache, alle Einkaufszentren und Museen sind klimatisiert, und abends (nach 20:00 Uhr) wird es erträglich. Wer Hitze gewöhnt ist und hauptsächlich Museen und Shopping plant, kann es wagen. Die Flugpreise aus dem DACH-Raum sind im Sommer ebenfalls deutlich günstiger — oft die Hälfte des Winterpreises.
Festivals und Veranstaltungen:
- Sharjah Light Festival (Februar) — eine atemberaubende Lichtshow, die auf Gebäude in der ganzen Stadt projiziert wird. Kostenlos und absolut sehenswert. Die Gebäude im Heritage-Viertel verwandeln sich in riesige Leinwände für Videokunst.
- Sharjah Heritage Days (April) — Festival der emiratischen Kultur im Heritage-Viertel: Handwerkswerkstätten, traditionelles Essen, Musik und Tanz. Ein authentischer Einblick in die Kultur.
- Internationale Buchmesse (November) — eine der größten im Nahen Osten mit über 2 Millionen Besuchern. Für Bücherfreunde ein Erlebnis, und überraschend viele Aussteller bieten auch englischsprachige und vereinzelt deutschsprachige Literatur an.
- Ramadan (Daten wechseln jährlich) — eine besondere Zeit: tagsüber ist vieles geschlossen, aber die nächtlichen Iftar-Mahlzeiten und die Atmosphäre sind zauberhaft. Informieren Sie sich vorab über die genauen Daten für Ihr Reisejahr.
Wann buchen: Für die Hochsaison (Dezember-Januar) mindestens 2-3 Monate im Voraus. Während des Sharjah Light Festival einen Monat vorher. In der restlichen Zeit reicht eine Woche Vorlauf. Für Flüge aus dem DACH-Raum gilt: Je früher gebucht, desto günstiger — besonders bei Direktverbindungen über die Weihnachtszeit.
Reiseroute: Von 3 bis 7 Tagen
Sharjah in 3 Tagen: Das Wesentliche
Tag 1: Kultur und Geschichte
9:00-11:30 — Sharjah Museum für Islamische Zivilisation. Beginnen Sie den Tag hier, solange es kühler ist und wenige Besucher da sind. Über 5000 Artefakte, von alten Koranhandschriften bis zu Astrolabien. Verpassen Sie nicht den Saal mit dem goldenen Mosaikgewölbe und die Sammlung zur islamischen Wissenschaft. Planen Sie mindestens 2 Stunden ein — für geschichtsinteressierte Besucher aus dem DACH-Raum locker auch 3 Stunden. Die Beschriftungen sind auf Englisch und Arabisch, ein Audioguide ist verfügbar.
11:30-13:00 — Spaziergang durch das Heritage-Viertel (Heart of Sharjah). Restaurierte Lehmziegelgebäude, Windtürme, enge Gassen. Schauen Sie im Bait Al Naboodah vorbei — dem Haus eines Perlenhändlers aus dem 19. Jahrhundert. Gleich nebenan der Souk Al Arsah, einer der ältesten Märkte der VAE: Gewürze, Parfüm, Antiquitäten. Die Atmosphäre erinnert an orientalische Märkte, wie man sie aus Reiseberichten kennt — nur ohne den aggressiven Verkaufsstil, der in manchen Ländern üblich ist.
13:00-14:30 — Mittagessen im Heritage-Viertel. Probieren Sie Machboos (Reis mit Fleisch und Gewürzen) in einem der lokalen Restaurants. Durchschnittliche Rechnung: 25-35 AED (ca. 6-8 Euro). Wer es leichter mag: Hummus, frisches Brot und Salat gibt es überall.
15:00-17:00 — Blauer Souk (Zentralmarkt). Das ikonische Gebäude Sharjahs mit blauer Mosaik-Fassade. Innen: über 600 Geschäfte mit Teppichen, Gold, Souvenirs, Gewürzen. Handeln Sie! Den Anfangspreis kann man um 30-50 Prozent herunterhandeln. Tipp: Die oberen Stockwerke haben oft bessere Preise als das Erdgeschoss, weil dort weniger Laufkundschaft vorbeikommt.
18:00-21:00 — Uferpromenade Al Qasba. Fahren Sie mit dem Riesenrad Eye of the Emirates (60 Meter Höhe, 30 AED / ca. 7 Euro) — der beste Blick auf das abendliche Sharjah. Danach Abendessen in einem der Restaurants an der Promenade: Shababeek (libanesische Küche) oder Jones the Grocer (international). Die Stimmung am Kanal bei Sonnenuntergang ist wirklich besonders.
Tag 2: Natur und modernes Sharjah
8:00-10:30 — Al-Khan-Strand. Am Morgen ist es hier ruhig und friedlich. Das Wasser ist klar, der Eintritt frei. Nebenan liegt der Fischmarkt, wo man den Morgenfang bestaunen kann. Für Schwimmer: Das Wasser ist von Oktober bis Mai angenehm, im Sommer badewannenwarm.
11:00-13:00 — Al Noor Insel. Ein Schmetterlingsgarten, Lichtinstallationen und Landschaftsarchitektur inmitten der Khalid-Lagune. Eintritt: 35 AED (ca. 8 Euro). Besonders schön vor dem Sonnenuntergang, aber morgens sind weniger Besucher da. Die Insel ist klein genug für 1-2 Stunden, aber so schön gestaltet, dass man länger bleiben möchte.
13:30-14:30 — Mittagessen im Viertel Al Majaz. Das Fen Café bei der Sharjah Art Foundation ist ein stilvolles Restaurant mit Autorenküche und Blick auf die Altstadt. Perfekt für eine Pause mit gutem Kaffee.
15:00-17:00 — Al Noor Moschee. Eine Nachbildung der Blauen Moschee in Istanbul, die montags für Nicht-Muslime geöffnet ist (kostenlose Führung). Dresscode ist Pflicht: Frauen erhalten eine Abaya. Im Inneren beeindruckende Mosaiken und Kalligraphie. Die Führungen sind auf Englisch und sehr informativ — eine seltene Gelegenheit, eine aktive Moschee von innen zu erleben und Fragen zu stellen.
18:00-21:00 — Al-Majaz-Park und Springbrunnen. Abendspaziergang entlang der Lagune, musikalische Fontänenshow (alle 30 Minuten nach Sonnenuntergang). Abendessen an der Promenade — probieren Sie Luqaimat (Honigbällchen) mit Karak-Tee als Dessert.
Tag 3: Ostküste (Tagesausflug)
8:00 — Aufbruch zur Ostküste von Sharjah (1,5-2 Stunden Fahrt). Mieten Sie ein Auto (ab 80 AED/Tag, ca. 20 Euro) oder buchen Sie eine geführte Tour. Die Fahrt durch das Hadschar-Gebirge ist schon für sich genommen spektakulär — karge Felslandschaften, die an den Oman erinnern.
10:00-12:00 — Khor Fakkan: ein künstlicher Wasserfall am Amphitheater, Strand mit türkisfarbenem Wasser am Golf von Oman. Schnorcheln bei Shark Island (Bootsausflug ab 100 AED). Das Wasser an der Ostküste ist deutlich klarer als am Persischen Golf — ein Unterschied wie Tag und Nacht.
12:30-14:00 — Meeresfrüchte-Mittagessen in Khor Fakkan. Fangfrischer Fisch, Tintenfisch und Garnelen vom Grill — 40-60 AED (10-15 Euro) für ein vollständiges Mittagessen. Qualität und Frische sind herausragend.
14:30-16:00 — Kalba: Mangrovenreservat und Kajakfahren durch die Mangroven (ab 80 AED). Hier kann man Reiher, Eisvögel und sogar Meeresschildkröten beobachten. Ein echtes Naturerlebnis, das die meisten Touristen verpassen.
16:30-17:30 — Al Hefaiyah Mountain Conservation Centre — ein Bergreservat mit Arabischen Oryxen und Gazellen. Für Naturfreunde ein Muss.
18:00 — Rückfahrt nach Sharjah. Wenn noch Energie übrig ist: Abendessen im Viertel Rolla (günstig und lecker).
Sharjah in 5 Tagen: Ohne Eile
Die ersten 3 Tage folgen dem Programm oben. Dann:
Tag 4: Wüste und Safari
8:00-13:00 — Sharjah Safari Park, der größte Safari-Park außerhalb Afrikas. Löwen, Giraffen, Nashörner, Elefanten in naturnahen Gehegen. Eintritt: 40 AED (ca. 10 Euro). Kommen Sie zur Öffnung — die Tiere sind morgens am aktivsten. Der Park ist überraschend gut gestaltet und kann sich mit europäischen Zoos messen lassen. Für Familien mit Kindern ein ganztägiges Highlight.
14:00-15:30 — Mittagessen, Erholung im Hotel (in den heißen Monaten absolut notwendig — unterschätzen Sie die Mittagshitze nicht).
16:00-20:00 — Mleiha: Archäologisches Zentrum und Wüstensafari. Dünenbashing im Geländewagen, Sandboarding, Sonnenuntergang in der Wüste. Abendpicknick unter dem Sternenhimmel (Pakete ab 200 AED, ca. 50 Euro). Mleiha ist zugleich eine wichtige archäologische Stätte mit Funden, die 130.000 Jahre alt sind — Geschichtsinteressierte kommen doppelt auf ihre Kosten. Die Wüste bei Sonnenuntergang zu erleben gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen in den gesamten Emiraten.
Tag 5: Kunst, Shopping und Gastronomie
9:00-11:00 — Sharjah Art Foundation und Viertel Al Mureijah. Zeitgenössische Kunst in restaurierten traditionellen Gebäuden. Der Eintritt zu den meisten Ausstellungen ist frei. Die Foundation hat internationales Renommee und zeigt Künstler aus der gesamten arabischen Welt und darüber hinaus.
11:00-12:30 — Sharjah Calligraphy Museum — das einzige Museum für arabische Kalligraphie in der Region. Klein, aber beeindruckend. Für Typografie- und Schriftbegeisterte ein besonderer Ort.
13:00-14:30 — Mittagessen in Rolla: das Viertel mit dem besten günstigen Essen. Indische, pakistanische, libanesische Küche — alles im Umkreis von 500 Metern. Ein Schlaraffenland für Foodies mit kleinem Budget.
15:00-18:00 — Mega Mall oder Sahara Centre zum Shopping. Das Sahara Centre liegt an der Grenze zu Dubai mit über 350 Geschäften, Eislaufbahn und Kino. Wer europäische Marken sucht: Die Preise sind ähnlich wie daheim, aber bei lokalen Marken und Gold lässt sich sparen.
19:00-21:00 — Abschiedsessen an der Al-Qasba-Promenade. Bestellen Sie einen Mix-Grill mit Blick auf den Kanal. Ein würdiger Abschluss für fünf intensive Tage.
Sharjah in 7 Tagen: Mit Umgebung
Die ersten 5 Tage folgen dem Programm oben. Dann:
Tag 6: Dubai
Tagesausflug nach Dubai (20-30 Minuten von Sharjah). Besuchen Sie die Dubai Mall, den Burj Khalifa, das historische Viertel Al Fahidi und machen Sie eine Abra-Fahrt über den Dubai Creek. Abends zurück in Sharjah. Wer möchte, kann in Dubai Alkohol genießen (in Sharjah verboten). Für DACH-Reisende, die Dubai kennen: Selbst wer schon da war, entdeckt im Kontrast zu Sharjah neue Facetten. Und wer noch nie in Dubai war: Ein Tag reicht für die Highlights.
Tag 7: Ajman und Umm Al Qaiwain
9:00-12:00 — Ajman (15 Minuten von Sharjah): ruhiger Strand, Fischmarkt, Ajman Museum in der alten Festung. Hier gibt es auch lizenzierte Hotels mit Bars — weniger strenge Regeln als in Sharjah. Ein angenehm verschlafenes Emirat, das kaum Touristen sieht.
13:00-17:00 — Umm Al Qaiwain (45 Minuten): Dreamland Aqua Park (einer der größten Wasserparks der VAE, ab 100 AED), Mangrovenwälder, die verlassene Altstadt. Das 'unberührteste' Emirat — praktisch keine Touristen. Für Reisende, die abseits ausgetretener Pfade unterwegs sein wollen, ein faszinierendes Ziel.
Wo essen: Restaurants und Cafés
Straßenessen und Märkte
Sharjah ist ein Paradies für Straßenessen, und die Preise sind eine Wohltat nach dem Dubai-Schock. Die wichtigsten Viertel dafür: Rolla, Al Wahda und der Universitätscampus. Hier kostet Shawarma 5-10 AED (1-2,50 Euro, gegenüber 15-25 AED in Dubai), Karak-Tee 2-3 AED und ein vollständiges Mittagessen 15-25 AED (4-6 Euro). Für deutschsprachige Reisende, die gutes Essen schätzen, aber nicht für eine Mahlzeit den Gegenwert eines Kinoprogramms ausgeben wollen, ist das ein Segen.
Auf dem Fischmarkt von Sharjah (Sharjah Fish Market) kann man frischen Fisch kaufen und ihn direkt nebenan in den angrenzenden Küchen zubereiten lassen — für 10-15 AED (2,50-4 Euro). Die beste Zeit: morgens zwischen 6:00 und 9:00 Uhr, wenn die Fischer ihren Fang bringen. Ein Erlebnis für alle Sinne.
Der Obst- und Gemüse-Markt (Fruit and Vegetable Market) ist ein riesiges Gebäude mit Kuppeln, wo ein Kilo Mangos 5-8 AED kostet und eine Wassermelone 3-5 AED. Daneben: Reihen mit Gewürzen, Nüssen und Trockenfrüchten. Die Qualität der tropischen Früchte ist unvergleichlich besser als alles, was man in DACH-Supermärkten findet.
Lokale Imbisse
Suchen Sie Orte, in denen Taxifahrer und Bauarbeiter essen — dort ist es günstig und schmackhaft. Im Viertel Rolla reiht sich Straße an Straße mit indischen, pakistanischen und jemenitischen Imbissen. Biryani für 12-15 AED (3-4 Euro), ein Teller Hummus mit Brot für 5 AED. Haben Sie keine Scheu vor Lokalen ohne englische Beschilderung — oft gibt es dort das beste Essen. Für deutschsprachige Reisende: Zeigen Sie einfach auf das, was andere Gäste essen, oder nutzen Sie Google Translate auf dem Handy.
Project Chaiwala und Tea Break servieren den besten Karak-Tee der Stadt. Paratha mit Ei plus Karak-Tee ergibt ein Frühstück für 8 AED (ca. 2 Euro). Wer aus dem DACH-Raum kommt und morgens eigentlich ein Brötchen mit Käse erwartet: Probieren Sie es — nach dem zweiten Morgen werden Sie zum Paratha-Fan.
Restaurants der mittleren Preisklasse
Shababeek (Al Qasba) — libanesische Küche mit Blick auf den Kanal. Mezze, Grillgerichte, frische Säfte. Durchschnittliche Rechnung: 80-120 AED (20-30 Euro) für zwei Personen. Qualität und Ambiente sind hervorragend.
Sanobar Restaurant — familiär geführtes libanesisches Restaurant seit 1983. Meeresfrüchte, Grillgerichte, Biryani. Die Portionen sind riesig. Rechnung: 60-90 AED (15-22 Euro). Ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben ist — im besten Sinne.
Shakespeare and Co. — viktorianischer Stil, den ganzen Tag Frühstück, nahöstliche und internationale Küche. Beliebt bei einheimischen Emiratis. Rechnung: 70-100 AED (18-25 Euro). Die Portionen und die Atmosphäre erinnern ein wenig an gemütliche Wiener Kaffeehäuser — nur mit arabischem Einschlag.
71 Steak and Grill — Steakrestaurant mit Holzkohlengrill. Steaks, Rippen, Tomahawk. Rechnung: 100-150 AED (25-37 Euro). Für Fleischliebhaber, die nach ein paar Tagen Mezze und Reis Abwechslung suchen.
Gehobene Restaurants
Casa Samak — Fischrestaurant mit Blick auf den Golf. Frische Meeresfrüchte, Hummer, gegrillter Oktopus. Ein romantischer Ort für das Abendessen. Rechnung: 150-250 AED (37-62 Euro) für zwei Personen. Reservieren Sie am Wochenende im Voraus. Die Qualität der Meeresfrüchte ist ausgezeichnet — frischer als in den meisten europäischen Küstenstädten.
The Twisted Olive (Sharjah Golf and Shooting Club) — mediterrane Küche mit Blick auf den Golfplatz. Elegante Atmosphäre. Rechnung: 150-200 AED (37-50 Euro). Ein Hauch von europäischem Flair in arabischer Umgebung.
Jones the Grocer (Flag Island) — australische Marke mit Blick auf die Promenade. Frühstück, Brunch, Salate. Rechnung: 100-150 AED (25-37 Euro). Besonders der Brunch am Freitag ist empfehlenswert.
Cafés und Frühstück
Fen Café (Al Mureijah) — trendiges Café neben der Sharjah Art Foundation. Übe-Latte, Chia-Bowls, Salate mit Grünkohl. Das Interior: Minimalismus und Kunst. Rechnung: 40-60 AED (10-15 Euro). Für alle, die auch im Urlaub nicht auf guten Spezialitätenkaffee verzichten möchten.
Al Zawaya Walk — ein versteckter Komplex aus Cafés rund um einen kleinen künstlichen See hinter Gebäuden. Ruhig, gemütlich, hervorragender Kaffee. Ein Geheimtipp, den die meisten Touristen nie finden.
Für ein günstiges Frühstück: jede Cafeteria in den Wohnvierteln. In den VAE bedeutet 'Cafeteria' nicht Selbstbedienung, sondern ein kleines Café: Omelette plus Brot plus Tee für 10-15 AED (2,50-4 Euro). Einfach, satt machend und überraschend gut.
Was probieren: Das Essen in Sharjah
Machboos — das Nationalgericht der Emirate. Aromatischer Reis mit Fleisch (Lamm, Huhn oder Fisch), gewürzt mit Kardamom und getrockneter Limette (Loomi). Suchen Sie es in lokalen emiratischen Restaurants. Preis: 25-40 AED (6-10 Euro). Der beste Machboos wird mit Daqus serviert (scharfe Tomatensauce). Das Gericht erinnert entfernt an Biryani, hat aber ein ganz eigenes Geschmacksprofil — erdiger, zitrusbetonter, weniger scharf als die indische Variante.
Harees — ein Brei aus Weizen und Fleisch, der stundenlang gekocht wird, bis er eine seidige Konsistenz erreicht. Traditionell ein Ramadan-Gericht, aber ganzjährig erhältlich. Preis: 15-25 AED (4-6 Euro). Geschmacklich zart und sättigend, mit Zimt verfeinert. Für europäische Gaumen ungewohnt, aber probierenswert — denken Sie an einen herzhaften Grießbrei mit orientalischem Twist.
Luqaimat — knusprige Teigbällchen, übergossen mit Dattelsirup und bestreut mit Sesam. Das traditionelle Dessert, ohne das man nicht abreisen darf. Preis: 10-15 AED (2,50-4 Euro) pro Portion. Am besten heiß, direkt aus der Fritteuse. Wer Schmalzkuchen oder Quarkbällchen vom Jahrmarkt kennt, hat eine ungefähre Vorstellung — aber der Dattelsirup macht den Unterschied.
Balaleet — das Traumfrühstück: süße Fadennudeln mit Kardamom, Rosenwasser und Safran, bedeckt mit einem hauchdünnen Eieromelette. Die Kombination von süß und salzig mag überraschen, aber probieren Sie es unbedingt. Preis: 15-20 AED (4-5 Euro). Eines dieser Gerichte, die man nur hier bekommt.
Shawarma — ja, banal, aber in Sharjah auf einem anderen Niveau. Frisches Brot, Fleisch vom Drehspieß, Knoblauchsauce und eingelegtes Gemüse. Im Viertel Rolla finden Sie die besten. Preis: 5-10 AED (1-2,50 Euro — kein Scherz). Wer aus Berlin, Wien oder Zürich kommt und denkt, gute Shawarma zu kennen: Sharjah setzt den Maßstab.
Regag — hauchdünner, knuspriger Pfannkuchen, der auf einer großen runden Platte zubereitet wird. Füllung: Ei, Käse, Honig oder Fischsauce. Straßenessen, das man unbedingt probieren muss. Preis: 5-10 AED (1-2,50 Euro). Schauen Sie dem Koch bei der Zubereitung zu — das ist schon für sich ein Erlebnis.
Karak-Tee — kräftiger schwarzer Tee mit Milch, Kardamom und Zucker. Getränk Nummer eins in den VAE, das morgens, mittags, abends und nachts getrunken wird. Kostet 2-3 AED (unter 1 Euro). Probieren Sie ihn bei Project Chaiwala oder in jeder beliebigen Cafeteria — der Geschmack ist überall gleichermaßen köstlich. Nach ein paar Tagen in den Emiraten werden Sie verstehen, warum die ganze Nation süchtig danach ist.
Gahwa — arabischer Kaffee mit Kardamom, serviert aus einer traditionellen Dallah (Kaffeekanne) in kleinen Tassen. Man trinkt ihn mit Datteln. Kostenlos in Museen und Geschäften (eine Geste der Gastfreundschaft), im Café 5-10 AED. Geschmacklich ganz anders als europäischer Kaffee — leichter, würziger, ohne Milch. Ein kulturelles Erlebnis ebenso wie ein kulinarisches.
Was man NICHT bestellen sollte: Sushi in günstigen Restaurants (die Qualität ist unvorhersehbar), 'traditionelle emiratische Küche' in Touristenrestaurants (überhöhte Preise, durchschnittlicher Geschmack). Suchen Sie Orte, in denen Einheimische essen.
Für Vegetarier: Kein Problem. Indische Restaurants gibt es in Sharjah an jeder Ecke, und sie haben ein umfangreiches vegetarisches Angebot. Hummus, Falafel und Ful Medames sind überall erhältlich. Die Auswahl ist deutlich besser als in den meisten deutschen Großstädten.
Allergien: Nüsse werden in vielen Desserts verwendet. Milchprodukte stecken in jedem zweiten Gericht. Fragen Sie nach — das Personal kennt normalerweise die Zutaten. Zöliakiebetroffene sollten vorsichtig sein: Weizen ist allgegenwärtig, aber Reisgerichte und Grillgerichte sind in der Regel sicher.
Geheimnisse: Tipps von Einheimischen
1. Der Stau an der Grenze ist Realität. Morgens von Sharjah nach Dubai und abends zurück — höllischer Stau. Planen Sie Fahrten entweder vor 7:00 Uhr oder nach 10:00 Uhr morgens. Oder nutzen Sie eine Kombination: Fahren Sie mit dem Taxi zur Grenze (10-15 AED), gehen Sie zu Fuß über die Grenze und steigen Sie in die Dubai Metro. Das spart Zeit und Nerven — besonders in der Hauptverkehrszeit kann der Stau leicht 60-90 Minuten dauern.
2. Freitag ist nicht Sonntag. Viele Geschäfte und Märkte öffnen erst nach dem Freitagsgebet (13:30-14:00 Uhr). Museen arbeiten oft, aber mit geändertem Zeitplan. Planen Sie den Freitagmorgen als Ruhezeit oder Strandzeit ein. In der DACH-Region ist man den freien Sonntag gewöhnt — hier ist Freitag der 'halbe Ruhetag', und Samstag-Sonntag ist normales Wochenende.
3. Handeln auf Märkten, nicht in Einkaufszentren. Im Blauen Souk ist der Anfangspreis eine Einladung zum Dialog. Lächeln Sie, nennen Sie 50 Prozent des genannten Preises und bewegen Sie sich zur Mitte. In den Malls sind die Preise fest. Deutschsprachige Reisende, die das Feilschen nicht gewöhnt sind: Sehen Sie es als Spiel, nicht als Konfrontation. Die Händler erwarten es und respektieren Käufer, die mitverhandeln.
4. Kostenloses WLAN fast überall. Einkaufszentren, Cafés, Parks — alles ist vernetzt. Die Geschwindigkeit ist ordentlich. Eine SIM-Karte von Etisalat oder du kann man am Flughafen kaufen (Touristenpakete ab 55 AED für 1 GB plus Anrufe). Für die meisten DACH-Reisenden reicht das Roaming des eigenen Tarifs in Kombination mit dem allgegenwärtigen WLAN aber völlig aus — prüfen Sie vorher die Konditionen Ihres Anbieters.
5. Der Dresscode ist strenger als in Dubai. Sharjah ist das konservativste Emirat. Schultern und Knie bedeckt — Pflicht an öffentlichen Orten. Am Strand sind Badeanzüge in Ordnung, aber vom Strand zum Auto sollte man sich etwas überwerfen. Bußgelder gibt es in der Praxis nicht, aber die Polizei kann einen ansprechen. Für Frauen aus dem DACH-Raum: Ein leichtes Tuch für die Schultern im Tagesrucksack reicht völlig aus.
6. Fotografieren — aber nicht Menschen. Fotos von Gebäuden, Moscheen, Märkten — bitte sehr. Aber Fotos von einheimischen Frauen ohne Erlaubnis sind ein schwerer Verstoß. Fotos von Polizei und militärischen Einrichtungen sind verboten. Diese Regeln werden ernst genommen — halten Sie sich daran.
7. Alkohol gleich null. In Sharjah gibt es keine einzige Bar, keinen Spirituosenladen und kein Restaurant mit Alkohollizenz. Auch nicht in Hotels. Mitbringen und lagern ist ebenfalls verboten. Wer dennoch ein Bier möchte: 15 Minuten bis Ajman oder 25 Minuten bis Dubai. Für deutschsprachige Reisende, die abends gern ein Glas Wein trinken: Planen Sie das ein und sehen Sie die alkoholfreien Tage als kulturelle Erfahrung — oder fahren Sie am Wochenende nach Dubai für einen Abend.
8. Museen am Mittwoch — nur für Frauen. Einige Museen und Kulturzentren veranstalten einen 'Ladies Day' — nur für Frauen. Prüfen Sie die Öffnungszeiten im Voraus, um keine Überraschung zu erleben.
9. Klimaanlagen sind Ihr bester Freund. Selbst im Winter nehmen Sie einen leichten Pullover mit — in Gebäuden laufen die Klimaanlagen auf Hochtouren. Der Kontrast von 40 Grad draußen und 18 Grad drinnen führt garantiert zu Erkältungen, wenn man nicht vorbereitet ist. Wer empfindlich ist: Ein Schal oder eine dünne Jacke gehört in jeden Tagesrucksack.
10. Leitungswasser ist Brauchwasser. Nicht trinken. Eine Flasche Wasser (1,5 Liter) kostet 1-2 AED (unter 0,50 Euro) im Supermarkt. Immer eine Flasche dabeihaben — Dehydrierung ist das häufigste Gesundheitsproblem bei Touristen.
11. Bargeld wird immer noch gebraucht. Märkte und kleine Cafeterias akzeptieren nur Bargeld. Geldautomaten gibt es an jeder Ecke, die Gebühr beträgt 5-10 AED (1-2,50 Euro) pro Abhebung mit ausländischer Karte. Tipp: Heben Sie größere Beträge auf einmal ab, um Gebühren zu sparen. Kreditkarten (Visa, Mastercard) funktionieren in Hotels, Restaurants und Einkaufszentren problemlos.
Transport und Kommunikation
Vom Flughafen ins Zentrum
Der internationale Flughafen Sharjah (SHJ) liegt 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Optionen:
- Taxi — 30-50 AED (7-12 Euro) bis ins Zentrum, 15-20 Minuten. Die bequemste Variante. Das Taxameter ist Pflicht.
- Bus — Linie 111 bis ins Zentrum, 5 AED (ca. 1,25 Euro). Fährt alle 30-40 Minuten. Die Haltestelle befindet sich gegenüber dem Terminal.
- Privattransfer — ab 80 AED (ca. 20 Euro). Praktisch bei viel Gepäck. Buchen Sie über die App Careem.
- Mietwagen — Schalter am Flughafen. Ab 80 AED/Tag (ca. 20 Euro) für die Economy-Klasse. Internationaler Führerschein oder Führerschein aus GCC-Staaten erforderlich. Achtung: Der deutsche, österreichische und Schweizer Führerschein wird zusammen mit einem internationalen Führerschein akzeptiert. Ohne internationalen Führerschein kann es Probleme geben.
Wichtiger Hinweis für DACH-Reisende: Viele fliegen über den Flughafen Dubai (DXB), da die Direktverbindungen aus Frankfurt, München, Zürich und Wien häufiger dorthin gehen. Von DXB bis Sharjah sind es 20-40 Minuten mit dem Taxi (60-100 AED / 15-25 Euro) oder der Bus E303 (10 AED / 2,50 Euro). Wenn Ihr Hotel in Al Nahda oder Al Taawun liegt, ist der Flughafen Dubai sogar näher als der Flughafen Sharjah. Air Arabia fliegt direkt ab Sharjah — die günstigste Option, wenn verfügbar.
Transport in der Stadt
Taxi — das Hauptverkehrsmittel. Grundtarif 3,5 AED plus 1 AED pro Kilometer. Von einem Ende der Stadt zum anderen: 15-30 AED (4-7 Euro). Nutzen Sie Apps:
- Careem — die beliebteste App in den VAE, Festpreise, Kartenzahlung möglich. Funktioniert zuverlässig und ist die erste Wahl.
- Über — funktioniert, aber die Fahrzeugauswahl ist kleiner als in Dubai.
- S'hail — die offizielle App für den öffentlichen Nahverkehr der VAE (Busrouten und Fahrpläne).
Busse — das Netz von Mowasalat Sharjah. Günstig (3-5 AED / ca. 1 Euro), aber die Routen sind begrenzt und die Intervalle betragen 20-40 Minuten. Nützlich für Fahrten nach Dubai (Linien E303, E306 für 10 AED / 2,50 Euro). Die Busse sind klimatisiert und komfortabel, aber die Taktung ist für europäische Verhältnisse gewöhnungsbedürftig.
Mietwagen — die beste Option, wenn Sie die Ostküste oder die Wüste erkunden möchten. Internationale Anbieter (Hertz, Budget, Sixt) und lokale Anbieter (günstiger). Ab 80 AED/Tag (ca. 20 Euro). Benzin ist spottbillig: 2,5-3 AED pro Liter (ca. 0,60-0,75 Euro). Wer aus der DACH-Region kommt und an Benzinpreise von 1,80 Euro pro Liter gewöhnt ist, wird sich freuen. Der Verkehr in Sharjah ist deutlich ruhiger als in Dubai, und die Straßen sind gut ausgebaut. Vorsicht an Kreisverkehren — dort gelten andere Vorfahrtsregeln als in Europa.
Metro — in Sharjah gibt es keine Metro. Die nächsten Stationen befinden sich in Dubai (Al Nahda oder Stadium). Man kann mit dem Bus oder Taxi zur Grenze fahren und in die Dubai Metro umsteigen. Für Ausflüge nach Dubai ist diese Kombination schneller und stressfreier als mit dem Auto durch den Grenzstau zu fahren.
Internet und Kommunikation
SIM-Karte: Etisalat und du sind die beiden Mobilfunkanbieter der VAE. Touristen-SIM-Karten gibt es am Flughafen und in Einkaufszentren. Ein Paket für 7 Tage: 55-75 AED (14-19 Euro) für 1-3 GB plus Anrufe. eSIM über die Apps Airalo oder Etisalat (ab 35 AED für 1 GB). Die 5G-Abdeckung in der Stadt ist ausgezeichnet — oft schneller als in vielen deutschen Großstädten.
WLAN: Kostenlos in den meisten Hotels, Einkaufszentren, Cafés und Parks. Geschwindigkeit: 10-50 Mbit/s. In der Dubai Metro ebenfalls kostenlos. Für die meisten Reisezwecke völlig ausreichend.
Die wichtigsten Apps:
- Careem — Taxi und Essenslieferung. Das Über der VAE, funktioniert aber besser im lokalen Kontext.
- Talabat — Essenslieferung. Riesige Auswahl an Restaurants, Lieferung in 30-60 Minuten. Vergleichbar mit Lieferando, aber mit größerem Angebot.
- Google Maps — Navigation funktioniert hervorragend, alle Points of Interest sind aktuell.
- Visit Sharjah — offizielle Tourismus-App: Karten, Veranstaltungen, Rabatte. Lohnt sich vor der Reise herunterzuladen.
- Nöl Card App — wenn Sie die Dubai Metro nutzen möchten, laden Sie die Karte über die App auf.
Wichtig: VoIP-Anrufe (WhatsApp-Anrufe, FaceTime) sind in den VAE offiziell gesperrt. Nutzen Sie Botim (kostenpflichtige App, 50 AED/Monat) oder normale Telefonanrufe. Textnachrichten über WhatsApp, Telegram und Signal funktionieren problemlos — nur die Sprachanrufe und Videoanrufe sind betroffen. Für DACH-Reisende, die an WhatsApp-Anrufe gewöhnt sind: Laden Sie vor der Reise alternativ Botim herunter oder nutzen Sie einen VPN-Dienst (rechtliche Grauzone in den VAE, aber weit verbreitet).
Fazit: Für wen Sharjah das Richtige ist
Sharjah ist ein anderes Emirat. Ohne Alkohol, ohne rekordverdächtige Wolkenkratzer, ohne zur Schau gestellten Luxus. Dafür mit echter Kultur, ehrlichen Preisen und einer Atmosphäre, die Dubai vor Jahrzehnten verloren hat. In 2-3 Tagen sehen Sie das Wichtigste, in 5 Tagen verlieben Sie sich, nach einer Woche fühlen Sie sich wie zu Hause. Für deutschsprachige Reisende, die mehr als Glitzer suchen und Kultur, Geschichte und authentische Begegnungen schätzen, ist Sharjah die vielleicht klügste Wahl in den gesamten Vereinigten Arabischen Emiraten.
Ideal für: Familien mit Kindern (sicher, viele Parks und kinderfreundliche Aktivitäten), Geschichts- und Kulturliebhaber (Museen von Weltrang), Budget-Reisende (ideale Basis für die Erkundung der VAE), Fotografen (Architektur, Märkte, Licht).
Weniger geeignet für: Reisende, die Nachtleben und Alkohol suchen, Liebhaber von Luxus-Strandresorts (in Dubai besser aufgehoben), Shopping-Enthusiasten (Dubai bietet mehr Auswahl).
Wie viele Tage: Minimum 2 (Stadt), optimal 4-5 (mit Ostküste und Wüste), Maximum 7 (mit Dubai und Nachbaremiraten). Kombinieren Sie Sharjah als Basis mit Tagesausflügen — Sie sparen erheblich bei der Unterkunft und erleben die Emirate von ihrer authentischen Seite.
Informationen aktuell für 2026. Preise können je nach Saison variieren. Wechselkurs: 1 AED entspricht ungefähr 0,25 Euro (Stand 2026).