Kandy
Kandy 2026: Was du vor der Reise wissen musst
Kandy ist das kulturelle Herz Sri Lankas und gehört seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt liegt auf rund 500 Metern Hoehe im zentralen Hochland der Insel, umgeben von gruenen Hügeln, Teeplantagen und tropischem Regenwald. Für deutschsprachige Reisende ist Kandy oft der erste Stopp nach der Ankunft in Colombo -- und das zu Recht. Hier findest du den berühmten Zahntempel (Sri Dalada Maligawa), in dem eine Reliquie des Buddha aufbewahrt wird, den malerischen Kandy-See im Stadtzentrum und den praechtigen Königlichen Botanischen Garten Peradeniya, der zu den schönsten Gärten Asiens zaehlt.
Im Vergleich zum hektischen Colombo wirkt Kandy gemütlicher, obwohl der Verkehr in der Innenstadt durchaus chaotisch sein kann. Die Stadt hat etwa 125.000 Einwohner und ist kompakt genug, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen. Die Lebenshaltungskosten sind für europaeische Verhaeltnisse sehr günstig: Ein Mittagessen bekommst du ab 300 LKR (ca. 0,90 EUR), ein Tuk-Tuk quer durch die Stadt kostet selten mehr als 500 LKR (ca. 1,50 EUR), und selbst gehobene Restaurants bleiben unter 30 EUR pro Person.
Wichtig zu wissen: Kandy ist eine heilige Stadt für singhalesische Buddhisten. An Poya-Tagen (Vollmond) sind Alkoholverkauf und Fleischkonsum in vielen Restaurants eingeschraenkt. In der Nähe des Zahntempels wird respektvolle Kleidung erwartet -- Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Die Einheimischen sind außerordentlich freundlich und hilfsbereit, besonders gegenüber Touristen, die ein paar Worte Singhalesisch versuchen. Ein einfaches 'Ayubowan' (Willkommen/Hallo) öffnet Tueren.
Seit 2025 gibt es ein neues elektronisches Visumsystem (ETA) für Sri Lanka. Deutsche, Oesterreicher und Schweizer beantragen das Visum online unter www.srilankaevisa.lk für 50 USD (ca. 46 EUR). Die Bearbeitung dauert in der Regel 24 bis 48 Stunden. Das Visum erlaubt einen Aufenthalt von 30 Tagen und kann vor Ort verlaengert werden. Alternativ gibt es ein Visa-on-Arrival am Flughafen Bandaranaike, das jedoch teurer ist (75 USD) und laengere Wartezeiten bedeutet.
Stadtteile von Kandy: Wo am besten übernachten
Die Wahl der Unterkunft in Kandy haengt stark davon ab, was du von deinem Aufenthalt erwartest. Die Stadt erstreckt sich rund um den kuenstlich angelegten See und zieht sich die umliegenden Hügel hinauf. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter, und die Preisunterschiede sind erheblich. Hier ein detaillierter Überblick über die sechs besten Gegenden für Touristen.
Stadtzentrum / Lake Side (Budget: 4.000-15.000 LKR / 12-45 EUR pro Nacht)
Das Stadtzentrum rund um den Kandy-See ist die beliebteste Gegend für Erstbesucher. Der Zahntempel, der Zentralmarkt von Kandy und die meisten Restaurants sind fußläufig erreichbar. Die Dalada Veediya (Hauptstraße) ist das pulsierende Zentrum mit Geschäften, Geldwechselstuben und Busverbindungen. Nachteil: Es kann laut sein, besonders früh morgens, wenn die Tempelzeremonien beginnen und der Verkehr einsetzt. Empfehlung: Suche nach Unterkuenften in den kleinen Seitenstraßen hinter der Hauptstraße -- dort ist es ruhiger und trotzdem zentral. Gute Guesthouses bieten hier Doppelzimmer mit Frühstück ab 5.000 LKR (ca. 15 EUR). Hotels der Mittelklasse mit Seeblick liegen bei 10.000-15.000 LKR (30-45 EUR).
Peradeniya / Universitätsviertel (Budget: 3.000-10.000 LKR / 9-30 EUR pro Nacht)
Peradeniya liegt etwa 6 Kilometer westlich des Stadtzentrums und ist vor allem wegen des Königlichen Botanischen Gartens bekannt. Die Gegend rund um die Universität von Peradeniya ist ruhiger und gruener als das Stadtzentrum. Hier findest du einige der besten Preis-Leistungs-Unterkuenfte in der Region Kandy. Familiengeführte Guesthouses bieten große Zimmer mit Gartenblick ab 3.000 LKR (ca. 9 EUR). Die Anbindung ans Zentrum ist gut: Bus Nr. 644 faehrt alle 10-15 Minuten und kostet nur 40 LKR. Ein Tuk-Tuk nach Kandy-Stadt kostet 400-600 LKR (ca. 1,50-2 EUR). Ideal für Naturliebhaber und Ruhesuchende, die trotzdem schnell in der Stadt sein wollen.
Anniewatte / Hügelzone Nord (Budget: 6.000-25.000 LKR / 18-75 EUR pro Nacht)
Anniewatte ist eine gehobenere Wohngegend auf den Hügeln nördlich des Sees. Von hier genießt du spektakulaere Panoramablicke über die Stadt, den See und die umliegenden Berge. Die Unterkuenfte reichen von charmanten Boutique-Hotels bis zu luxurioesen Villen mit Infinity-Pools. Der Nachteil: Du brauchst für jeden Weg ins Zentrum ein Tuk-Tuk (200-400 LKR) oder bist etwa 20-30 Minuten zu Fuß unterwegs -- bergab geht es schnell, der Rückweg bergauf kann bei Hitze anstrengend sein. Für Paare und Ruhesuchende, die bereit sind, etwas mehr auszugeben, ist Anniewatte eine hervorragende Wahl. Die besten Boutique-Hotels hier kosten zwischen 15.000 und 25.000 LKR (45-75 EUR) und bieten oft ein ausgezeichnetes Frühstück inklusive.
Asgiriya / Bahirawakanda (Budget: 5.000-20.000 LKR / 15-60 EUR pro Nacht)
Südwestlich des Zentrums liegt Asgiriya, bekannt für das gleichnamige Cricket-Stadion und den großen weißen Buddha auf dem Bahirawakanda-Hügel. Diese Gegend ist ein guter Kompromiss zwischen zentraler Lage und Ruhe. Viele Mid-Range-Hotels und Guesthouses befinden sich hier, oft mit Blick auf den Buddha oder die Stadt. Der Aufstieg zum Bahirawakanda Buddha (kostenlos) ist ein schöner Morgenspaziergang. Restaurants und Geschäfte sind in 10-15 Gehminuten erreichbar. Doppelzimmer in gepflegten Guesthouses kosten hier 5.000-8.000 LKR (15-25 EUR), Hotels der gehobenen Mittelklasse 12.000-20.000 LKR (35-60 EUR).
Hantana / Südliche Hügel (Budget: 8.000-40.000 LKR / 24-120 EUR pro Nacht)
Hantana ist die gehobenste Wohngegend Kandys und liegt auf den südlichen Hügeln mit Blick auf die Stadt. Hier befinden sich einige der besten Hotels Sri Lankas, darunter das legendaere Theva Residency. Die Umgebung ist tropisch-gruen, mit Teeplantagen und Wanderwegen direkt vor der Tuer. Wer absolute Ruhe, Luxus und atemberaubende Aussichten sucht, ist hier richtig. Der Nachteil: Ohne eigenes Fahrzeug oder Tuk-Tuk bist du auf deine Unterkunft angewiesen. Die Fahrt ins Zentrum dauert 15-20 Minuten und kostet 500-800 LKR mit dem Tuk-Tuk. Luxushotels beginnen bei 20.000 LKR (ca. 60 EUR) und gehen bis 40.000 LKR (120 EUR) und darüber.
Katugastota / Nördlicher Vorort (Budget: 2.500-7.000 LKR / 7-21 EUR pro Nacht)
Katugastota ist ein Vorort nördlich von Kandy, der vor allem für Budgetreisende interessant ist. Die Gegend ist weniger touristisch, dafür erlebst du das alltägliche sri-lankische Leben hautnah. Einfache, aber saubere Guesthouses bieten Zimmer ab 2.500 LKR (ca. 7 EUR). Es gibt lokale Restaurants mit authentischer Küche zu Einheimischenpreisen. Die Busverbindung ins Zentrum ist gut (20-30 Minuten, 30 LKR), aber abends wird es schwieriger, zurückzukommen. Für Alleinreisende und Backpacker, die das echte Sri Lanka erleben wollen und nicht auf Komfort angewiesen sind, ist Katugastota eine ehrliche Alternative.
Beste Reisezeit für Kandy
Kandy liegt im sogenannten 'Wet Zone' Sri Lankas, was bedeutet, dass es das ganze Jahr über feuchter ist als die Küste. Trotzdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Jahreszeiten, und die richtige Reisezeit kann deinen Aufenthalt erheblich beeinflussen.
Trockenzeit: Januar bis April
Die beste Reisezeit für Kandy ist von Januar bis April. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 24-30 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit ist ertraeglich, und Regenschauer sind kurz und vorhersehbar (meist am spaeten Nachmittag). Der Februar ist besonders angenehm -- warm, aber nicht drückend. Im April steigen die Temperaturen etwas, und das singhalesische Neujahrsfest (Sinhala Aluth Avurudda) am 14. April bringt eine festliche Atmosphaere mit sich, allerdings auch hoeheres Touristenaufkommen und steigende Preise.
Suedwest-Monsun: Mai bis September
Von Mai bis September bringt der Suedwest-Monsun regelmäßige, teilweise heftige Regenfaelle nach Kandy. Die Durchschnittstemperaturen sinken auf 22-27 Grad. Das bedeutet nicht, dass du nicht reisen kannst -- es regnet selten den ganzen Tag. Typisch sind kraeftige Schauer am Vormittag oder Abend mit sonnigen Phasen dazwischen. Die Vorteile: Deutlich weniger Touristen, günstigere Unterkuenfte (bis zu 30% Rabatt), und die Landschaft ist ueppig gruen. Bringe wasserdichte Schuhe und einen guten Regenschirm mit.
Intermonsunal-Periode: Oktober bis Dezember
Oktober und November sind die regenreichsten Monate in Kandy. Starke Niederschlaege können Straßen überfluten und Ausflüge beeintraechtigen. Ab Dezember bessert sich das Wetter deutlich, und die Weihnachtszeit bringt eine angenehme Kuehle (20-26 Grad) mit sich. Viele Europaeer nutzen die Weihnachtsferien für einen Sri-Lanka-Trip -- entsprechend voll und teuer wird es.
Wichtige Feste und Feiertage
Esala Perahera (Juli/August): Das größte und spektakulaerste Fest Kandys. Zehn Nächte lang ziehen praechtige Prozessionen mit geschmueckten Elefanten, Trommeln, Taenzern und Feuerakrobaten durch die Stadt. Das Highlight ist der letzte Abend, wenn der Zahntempel-Elefant die goldene Zahnreliquie-Schatulle traegt. Unterkuenfte müssen Monate im Voraus gebucht werden, und die Preise verdoppeln oder verdreifachen sich. Trotzdem: Wer kann, sollte dieses Erlebnis einplanen -- es gibt nichts Vergleichbares in ganz Suedasien.
Poya-Tage (monatlich, Vollmond): An jedem Vollmondtag feiern sri-lankische Buddhisten Poya. An diesen Tagen ist der Verkauf von Alkohol landesweit verboten, viele Restaurants servieren nur vegetarische Gerichte, und der Zahntempel ist besonders belebt. Für Touristen bedeutet das: Kein Bier im Restaurant, aber dafür eine einzigartige spirituelle Atmosphaere. Der Vesak Poya im Mai (Buddhas Geburtstag) ist besonders eindrucksvoll mit Laternen und Lichtinstallationen in der ganzen Stadt.
Sinhala und Tamil New Year (14. April): Das gemeinsame Neujahrsfest der Singhalesen und Tamilen ist ein dreitaegiges Familienfest. Viele Geschäfte und Restaurants schließen, oeffentlicher Verkehr ist eingeschraenkt. Wenn du in dieser Zeit in Kandy bist, wirst du aber oft zu Familienfeiern eingeladen -- eine wunderbare Gelegenheit, die Gastfreundschaft der Sri Lanker kennenzulernen.
Reiseroute durch Kandy: 3 bis 7 Tage
Kandy und seine Umgebung bieten genug Sehenswürdigkeiten für eine ganze Woche. Hier ein detaillierter Plan, der sowohl die wichtigsten Highlights als auch weniger bekannte Orte abdeckt. Alle Preise beziehen sich auf 2026 und können leicht variieren.
Tag 1: Ankunft und Stadterkundung
Vormittag (9:00-12:00): Nach dem Frühstück in deiner Unterkunft beginne mit einem Spaziergang rund um den Kandy-See. Die Uferrunde ist etwa 3,5 Kilometer lang und dauert gemütlich eine Stunde. Du passierst den Zahntempel, die königliche Audienzhalle und die malerische Wolkenumrandung auf der Suedseite. Gegen 10:30 Uhr besuchst du den berühmten Zentralmarkt von Kandy. Plane hier mindestens eine Stunde ein: Im Erdgeschoss findest du frisches Obst (Mango, Rambutan, Mangosteen), im Obergeschoss die Gewuerzabteilung -- hier kannst du Ceylon-Zimt, Kardamom, Pfeffer und Kurkuma in exzellenter Qualität kaufen. Handeln ist erlaubt und erwartet: Beginne bei etwa 50% des geforderten Preises.
Mittagessen (12:00-13:00): Gehe zum Hela Bojun Hala, einem staatlich betriebenen Food Court in der Nähe des Marktes. Hier kochen lokale Frauen authentische singhalesische Gerichte ab 100 LKR (ca. 0,30 EUR) pro Portion. Probiere Rice and Curry -- du bekommst Reis mit bis zu acht verschiedenen Currys für etwa 300 LKR (ca. 0,90 EUR). Es ist das beste Preis-Leistungs-Verhaeltnis in ganz Kandy.
Nachmittag (14:00-17:00): Besuche den Zahntempel (Sri Dalada Maligawa). Der Eintritt kostet 2.000 LKR (ca. 6 EUR) für Ausländer. Plane zwei Stunden ein -- es gibt neben dem Haupttempel auch ein kleines Museum und die beeindruckende königliche Bibliothek. Die beste Zeit für den Besuch ist um 14:00 Uhr, wenn die Nachmittagszeremonie (Puja) beginnt und die Tuer zum Zahnreliquien-Raum geöffnet wird. Trage respektvolle Kleidung (Schultern und Knie bedeckt), und ziehe die Schuhe am Eingang aus. Fotografieren ist erlaubt, aber nicht im innersten Heiligtum.
Abend (17:30-20:00): Um 17:30 Uhr beginnt die tägliche Kandyan Dance Show im Kandy Lake Club oder der Cultural Hall nahe dem See. Der Eintritt betraegt 1.500-2.000 LKR (ca. 4,50-6 EUR). Die einstuendige Auffuehrung zeigt traditionelle singhalesische Taenze, Trommelkunst und das berühmt-beruechtigte Feuerlaufen am Ende. Danach: Abendessen im Devon Restaurant (1.000-2.000 LKR / 3-6 EUR) -- eine Institution in Kandy für gehobenere sri-lankische Küche.
Tag 2: Botanischer Garten und Teeerlebnis
Vormittag (8:00-12:00): Nimm den Bus Nr. 644 vom Kandy Busbahnhof zum Königlichen Botanischen Garten Peradeniya (Fahrzeit 20 Minuten, 40 LKR). Der Eintritt betraegt 2.000 LKR (ca. 6 EUR). Der Garten erstreckt sich über 60 Hektar und beherbergt über 4.000 Pflanzenarten. Highlights: Die riesige Javan-Feige (ein einzelner Baum bedeckt 2.500 Quadratmeter!), die Orchideensammlung, der Gewuerzgarten und die Palmenallee. Nimm dir mindestens drei Stunden Zeit. Tipp: Engagiere am Eingang einen offiziellen Guide (ca. 2.000 LKR für 2 Stunden) -- sie kennen faszinierende Geschichten über die Pflanzen und die Kolonialgeschichte des Gartens.
Nachmittag (13:00-17:00): Fahre mit dem Tuk-Tuk (ca. 1.500 LKR hin und zurück mit Wartezeit) zu einer Teefabrik in der Umgebung. Die Giragama Tea Factory oder die Kadugannawa-Teefabriken bieten Führungen für 500-1.000 LKR an. Du siehst den gesamten Prozess: vom Pfluecken der Blaetter über das Welken und Rollen bis zur Fermentation und Trocknung. Am Ende kannst du verschiedene Teesorten verkosten und kaufen -- die Preise hier sind deutlich günstiger als in den touristischen Shops in der Stadt. Ein Kilogramm erstklassiger Ceylon BOP (Broken Orange Pekoe) kostet ab 1.500 LKR (ca. 4,50 EUR).
Abend (18:00-20:00): Abendessen im Empire Café am Kandy-See. Dieses kolonialzeitliche Gebäude bietet eine Mischung aus sri-lankischer und westlicher Küche (1.500-3.000 LKR / 4,50-9 EUR). Der Blick auf den beleuchteten Zahntempel am Abend ist unbezahlbar.
Tag 3: Ambuluwawa und lokale Tempel
Vormittag (8:00-12:00): Nimm ein Tuk-Tuk zum Ambuluwawa Tower (30 Minuten Fahrt, ca. 1.500 LKR hin und zurück). Dieser einzigartige spiralfoermige Turm auf 1.100 Metern Hoehe bietet ein 360-Grad-Panorama über das zentrale Hochland. Der Eintritt betraegt 500 LKR (ca. 1,50 EUR). Die letzten Stufen zum Gipfel sind eng und steil -- Schwindelfreiheit ist hier definitiv von Vorteil. An klaren Tagen siehst du bis zum Adam's Peak. Auf dem Gelaende gibt es auch einen kleinen Biodiversity-Park und einen buddhistischen Tempel, einen Hindu-Tempel, eine Moschee und eine Kirche -- ein Symbol für die religioese Vielfalt Sri Lankas.
Nachmittag (13:00-17:00): Besuche die historischen Tempel südlich von Kandy: den Lankathilaka-Tempel (300 LKR Eintritt) aus dem 14. Jahrhundert mit seiner beeindruckenden Mischung aus singhalesischer und dravidischer Architektur, und den Embekke-Tempel, der für seine außergewöhnlichen Holzschnitzereien berühmt ist -- die detaillierten Skulpturen von Taenzern, Musikern und mythischen Wesen gehören zu den feinsten Beispielen mittelalterlicher Handwerkskunst in ganz Suedasien. Ein Tuk-Tuk für die gesamte Tour (Ambuluwawa + beide Tempel) kostet etwa 5.000-7.000 LKR (15-21 EUR) und ist es absolut wert. Verhandle den Preis vor der Abfahrt und bestehe darauf, dass der Fahrer auf dich wartet.
Abend (18:30-20:30): Genieße ein authentisches Kottu Roti beim Kandyan Muslim Hotel in der Nähe des Marktes. Dieses einfache Restaurant (nicht zu verwechseln mit einem echten Hotel) ist eine Legende: Das rhythmische Hacken der Kottu-Zubereitung auf der heißen Platte ist schon von weitem hoerbar. Chicken Kottu kostet 600-800 LKR (ca. 2 EUR) und ist riesig portioniert.
Tag 4-5: Ausflüge in die Umgebung
Tag 4 -- Zug nach Nuwara Eliya: Dies ist die berühmteste Zugstrecke Sri Lankas und eine der schönsten Bahnfahrten der Welt. Der Zug faehrt gegen 8:47 Uhr ab Kandy und erreicht Nanu Oya (nächster Bahnhof zu Nuwara Eliya) um etwa 12:00 Uhr. Kaufe Tickets für die 2. Klasse (ca. 300 LKR / 0,90 EUR) oder 1. Klasse mit reserviertem Sitzplatz (1.200 LKR / 3,50 EUR) -- die 3. Klasse ist günstig, aber oft überfuellt. Setze dich auf die rechte Seite in Fahrtrichtung für die besten Aussichten auf Teeplantagen, Wasserfaelle und Berglandschaften. In Nuwara Eliya kannst du die koloniale 'Little England'-Atmosphaere genießen, den Gregory-See besuchen und eine weitere Teefabrik besichtigen. Rückfahrt mit dem Zug am spaeten Nachmittag oder übernachte dort.
Tag 5 -- Tagestrip nach Sigiriya und Dambulla: Organisiere einen Tagesausflug nach Sigiriya (Loewen-Felsen, 30 USD Eintritt) und Dambulla (Hoehlen-Tempel, 1.500 LKR). Die Fahrt von Kandy nach Sigiriya dauert etwa 2,5 Stunden mit dem Auto. Ein privater Fahrer kostet 12.000-15.000 LKR (35-45 EUR) für den ganzen Tag. Alternativ faehrt ein Bus nach Dambulla (3 Stunden, 250 LKR), von dort ein weiterer Bus nach Sigiriya (30 Minuten, 60 LKR). Starte früh (6:00 Uhr), um den Felsen vor der Mittagshitze zu besteigen. Die 1.200 Stufen sind anstrengend, aber die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend. Auf dem Rückweg halte in Dambulla für die fuenf Hoehlen-Tempel mit über 150 Buddha-Statuen und aufwaendigen Deckenmalereien.
Tag 6-7: Trekking und Entschleunigung
Tag 6 -- Knuckles Range Trekking: Das Knuckles-Gebirge (Dumbara Kanduvetiya) ist ein UNESCO-Weltnaturerbe etwa 35 Kilometer nordöstlich von Kandy. Hier findest du unberuehrte Nebelwaelder, endemische Tier- und Pflanzenarten und spektakulaere Wanderrouten. Für eine Tageswanderung empfiehlt sich die Riverston-Route (3-4 Stunden, mittel) oder der Mini World's End Viewpoint (2 Stunden, leicht). Ein lokaler Guide ist empfehlenswert und kostet 3.000-5.000 LKR (9-15 EUR). Organisierte Touren ab Kandy inklusive Transport und Guide gibt es ab 8.000 LKR (24 EUR) pro Person. Packe wasserfeste Kleidung, feste Schuhe und genügend Wasser ein -- die Temperatur kann auf den Gipfeln unter 15 Grad fallen.
Tag 7 -- Entschleunigung: Nutze den letzten Tag für alles, was du noch nicht geschafft hast: ein letzter Besuch im Zahntempel zur Morgenzeremonie (5:30 Uhr -- früh, aber magisch), Souvenirs auf dem Zentralmarkt kaufen (Gewuerze, Tee, Batik-Stoffe), eine Ayurveda-Massage in einem der vielen Spas (ab 3.000 LKR / 9 EUR für eine Stunde), oder einfach am See sitzen und das Treiben beobachten. Am Nachmittag kannst du den Udawattakele-Waldpark besuchen, ein geschuetztes Waldgebiet direkt hinter dem Zahntempel (Eintritt 650 LKR). Hier leben Rieseneichhoernchen, Warane und über 80 Vogelarten -- eine gruene Oase der Ruhe mitten in der Stadt.
Wo essen in Kandy: Restaurants und Cafés
Kandy bietet eine überraschend vielfaeltige Gastronomieszene -- von Straßenständen, an denen eine Mahlzeit weniger als einen Euro kostet, bis zu gehobenen Restaurants mit internationaler Küche. Hier die wichtigsten Adressen, nach Budget sortiert.
Budget: Unter 500 LKR (unter 1,50 EUR)
Hela Bojun Hala: Dieses staatlich gefoerderte Food Court-Konzept ist ein Geheimtipp für authentisches Essen zum Einheimischenpreis. Lokale Frauen kochen traditionelle Gerichte ab 100 LKR pro Portion. Rice and Curry (Reis mit mehreren Currys) kostet 250-350 LKR. Die Qualität schwankt je nach Stand, aber insgesamt ist es ausgezeichnet. Geöffnet meist bis 15:00 Uhr -- komm früh zum Mittagessen.
Balaji Dosai: Ein kleines vegetarisches Restaurant nahe dem Busbahnhof, das die besten Dosas (knusprige Pfannkuchen aus Reis- und Linsenteig) in Kandy serviert. Plain Dosa ab 200 LKR (ca. 0,60 EUR), Masala Dosa mit Kartoffelfuellung 350 LKR. Dazu gibt es scharfes Sambar (Linsensuppe) und Kokosnuss-Chutney. Ideal für ein schnelles, günstiges Frühstück oder Mittagessen.
Straßenstande rund um den Markt: Am Vormittag findest du überall Wade (Linsenkrapfen, 30-50 LKR), Isso Wade (mit Garnele, 50-80 LKR), Egg Hoppers (schalenfoermige Pfannkuchen mit Ei, 50 LKR) und verschiedene Short Eats (kleine Snacks ab 30 LKR). Hygienisch ist alles einwandfrei -- achte einfach darauf, dass frisch zubereitet wird.
Mittelklasse: 500-2.000 LKR (1,50-6 EUR)
Kandyan Muslim Hotel: Trotz des Namens ist dies ein Restaurant, kein Hotel. Es ist die erste Adresse für Kottu Roti und Biryani in Kandy. Das Chicken Kottu (600-800 LKR) ist legendaer -- eine Mischung aus gehacktem Roti-Brot, Gemuese, Ei und Fleisch, laut und theatralisch auf der heißen Platte zubereitet. Das Mutton Biryani (700-900 LKR) ist ebenfalls hervorragend. Das Restaurant ist einfach eingerichtet, aber immer voll -- ein gutes Zeichen. Abends kann es vorkommen, dass du kurz warten musst.
Devon Restaurant: Ein gehobenes sri-lankisches Restaurant mit klimatisierten Raeumen und westlichen Sitzmöglichkeiten. Hier bekommst du Rice and Curry in Restaurantqualität (1.000-1.500 LKR), aber auch Seafood, Steaks und Pasta. Die Portionen sind großzuegig, der Service freundlich und die Hygiene einwandfrei. Ideal, wenn du eine Pause von Straßenessen brauchst, ohne auf sri-lankische Küche zu verzichten. Hauptgerichte: 1.000-2.000 LKR (3-6 EUR).
Gehoben: 2.000-5.000 LKR (6-15 EUR)
Empire Café: Im historischen Queen's Hotel am See gelegen, bietet das Empire Café eine stimmungsvolle Kolonialatmosphaere mit hohen Decken und Holzmoebeln. Die Karte mischt sri-lankische Klassiker mit internationalen Gerichten. Ein Lunch Buffet mit diversen Currys kostet 1.500-2.500 LKR. Am Abend sind die Gerichte a la carte (1.500-3.000 LKR / 4,50-9 EUR). Der Vorteil: Sitzplaetze mit Blick auf den See und den Zahntempel. Der Nachteil: Touristenpreise und manchmal langsamer Service.
Mandiya: Ein modernes Restaurant mit zeitgenoessischer sri-lankischer Küche. Mandiya interpretiert traditionelle Rezepte neu und praesentiert sie ansprechend. Die Gerichte (1.200-2.500 LKR / 3,50-7,50 EUR) sind sorgfaeltig zubereitet, die Portionen allerdings kleiner als in traditionellen Restaurants. Gute Cocktails und eine angenehme Atmosphaere machen es zu einem idealen Ort für ein gehobeneres Abendessen.
Fine Dining: Über 5.000 LKR (über 15 EUR)
Theva Cuisine: Das beste Restaurant in der Region Kandy, gelegen im Theva Residency auf den Hügeln über der Stadt. Die Küche verbindet sri-lankische Traditionen mit moderner Technik und internationalen Einfluessen. Ein Drei-Gaenge-Menue kostet 4.000-8.000 LKR (12-24 EUR) -- für europaeische Verhaeltnisse ein Schnaeppchen, für Sri Lanka gehoben. Der Blick von der Terrasse auf die beleuchtete Stadt bei Nacht ist atemberaubend. Reservierung empfohlen, besonders am Wochenende. Kleiderordnung: Smart Casual.
Was probieren: Kandys Küche
Die Küche rund um Kandy ist reichhaltig, wuerziger als an der Küste und stark von der singhalesischen Tradition gepraegt. Hier sind acht Gerichte, die du unbedingt probieren solltest -- mit ihren singhalesischen Namen, damit du sie auf jeder Speisekarte findest.
1. Rice and Curry (Bath Curry): Das Nationalgericht Sri Lankas und das tägliche Mittagessen für fast jeden Singhalesen. Du bekommst einen Teller Reis mit fuenf bis acht kleinen Currys: Dhal (rote Linsen), Pol Sambol (scharfe Kokosnussraspeln), Parippu (Linsencurry), verschiedene Gemuese-Currys und ein Fleisch- oder Fischcurry. In Kandy ist das Chicken Curry (Kukul Mas Curry) besonders aromatisch, zubereitet mit geroesteten Gewuerzen, Curryblaetern und Kokosmilch. Ein vollstaendiges Rice and Curry kostet 300-800 LKR (0,90-2,50 EUR) je nach Restaurant.
2. Kottu Roti (Koththu): Das beliebteste Streetfood Sri Lankas. Roti-Fladenbrot wird in Stuecke gehackt und mit Gemuese, Ei und wahlweise Huehnchen, Rindfleisch oder Kaese auf einer heißen Platte gebraten. Die Zubereitung ist ein Spektakel: Das rhythmische Hacken mit zwei Metallschabern klingt wie ein Schlagzeug und lockt Passanten an. Kandys Version ist oft etwas schaerfer als im Sueden. Preis: 400-800 LKR (1,20-2,50 EUR).
3. Hoppers (Appa): Schalenfoermige Pfannkuchen aus fermentiertem Reismehl und Kokosmilch, knusprig am Rand und weich in der Mitte. Es gibt sie als Plain Hopper, Egg Hopper (mit einem Ei in der Mitte) und String Hoppers (Idiyappam) -- feine Reisnudeln, die gedaempft und mit Curry serviert werden. Hoppers sind das traditionelle Frühstück und kosten 40-80 LKR (0,12-0,25 EUR) pro Stueck.
4. Lamprais (Lamprais): Ein Erbe der burghischen (niederlaendisch-singhalesischen) Küche: Reis, Fleischcurry, Sambol, Brinjal-Moerdschel (Auberginenpaste) und ein hartgekochtes Ei, alles in ein Bananenblatt gewickelt und gebacken. Die Aromen verschmelzen beim Backen zu einem einzigartigen Geschmack. In Kandy findest du Lamprais bei spezialisierten Cateringunternehmen und auf Märkten -- frage dein Guesthouse, wo es die besten gibt. Preis: 500-800 LKR (1,50-2,50 EUR).
5. Pol Sambol: Kein eigenes Gericht, aber eine unverzichtbare Beilage zu fast jedem sri-lankischen Essen. Frisch geraspelte Kokosnuss, gemischt mit rotem Chilipulver, Zwiebeln, Limettensaft und Maldivenfischschnipseln (getrocknetem Thunfisch). Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, und die Version in Kandy ist tendenziell schaerfer als an der Küste. Probiere es vorsichtig -- es kann extrem scharf sein.
6. Wambatu Moju: Eingelegte Auberginen, suess-sauer und leicht wuerzig. Dieses typisch singhalesische Gericht wird als Beilage zu Rice and Curry serviert und ist eine köstliche Ergaenzung zu den scharfen Currys. Die Auberginen werden frittiert und in einer Sauce aus Essig, Zucker, Senfsamen und Chili eingelegt. Besonders gut in Hela Bojun Hala.
7. Kukul Mas Curry (Chicken Curry): Das Huehnchencurry nach Kandy-Art unterscheidet sich von den Küsten-Versionen durch die Verwendung von dunkel geroesteten Gewuerzen (insbesondere geroesteter Koriander und Kreuzkuemmel), die dem Curry eine tiefere, rauchigere Note verleihen. Zusammen mit Curryblaetern, Zimt, Kardamom und Kokosmilch entsteht ein komplexes, aromatisches Gericht. Preis als Hauptgericht: 600-1.200 LKR (1,80-3,60 EUR).
8. Curd and Treacle (Kiri Peni): Der perfekte Nachtisch: Dicker Bueffeljoghurt, serviert mit Kitul-Palmsirup (Treacle). Die Kombination aus saurem Joghurt und suessem, karamelligem Sirup ist suechtig machend. Am besten ist der Curd von Straßenhändlern, die ihn in Tontöpfen verkaufen (150-300 LKR / 0,45-0,90 EUR). In der Umgebung von Kandy gibt es viele Bueffelfarmern, die frischen Curd anbieten -- achte auf die Tontopf-Stapel am Straßenrand.
Geheimtipps für Kandy: Rat von Einheimischen
Diese Tipps stammen von Einheimischen und Langzeitreisenden und helfen dir, typische Touristenfallen zu vermeiden und das Beste aus deinem Kandy-Aufenthalt zu machen.
1. Zahntempel früh morgens besuchen: Die Morgenzeremonie (Puja) beginnt um 5:30 Uhr und ist die stimmungsvollste. Während die meisten Touristen zur Nachmittagszeremonie kommen, ist der Tempel morgens fast leer. Du hoerst die Trommeln und Floeten, siehst die Glaeubigen mit Lotusblumen und erlebst den Tempel so, wie er gedacht ist -- als Ort der Andacht, nicht als Touristenattraktion.
2. Tuk-Tuk-Preise immer vorher verhandeln: In Kandy gibt es keine Taxameter in Tuk-Tuks. Bevor du einsteigst, frage nach dem Preis und handle. Richtwerte: Innerhalb der Stadt 200-400 LKR, zum Botanischen Garten 500-700 LKR, zum Flughafen Colombo 15.000-18.000 LKR. Wenn dir jemand deutlich weniger anbietet, will er dich zu einem Gewuerzladen oder einer Edelsteinhandlung bringen, wo er Provision bekommt. Die Apps PickMe und Über funktionieren in Kandy, allerdings sind weniger Fahrer verfügbar als in Colombo.
3. Vorsicht bei freundlichen Helfern am Zahntempel: Am Eingangsbereich warten selbsternannte Guides, die dich ansprechen und kostenlose Hilfe anbieten. Am Ende verlangen sie eine überzogene Gebühr oder führen dich in Geschäfte mit überhoehten Preisen. Offizielle Guides erkennst du an ihrer Lizenzplakette des Sri Lanka Tourism Development Board. Buchung am besten über dein Hotel.
4. Wasser aus dem Hahn nicht trinken: Das Leitungswasser in Kandy ist gechlort, aber nicht zuverlaessig sicher für europaeische Maegen. Kaufe Flaschenwasser (1,5 Liter ab 80 LKR / 0,25 EUR) oder bringe einen Wasserfilter mit. Viele Guesthouses bieten kostenloses gefiltertes Wasser zum Nachfuellen an -- frage danach und spare Plastik.
5. Gewuerze am Markt statt in Touristenlaeden kaufen: Die Gewuerzgeschaefte rund um den Zahntempel verlangen das Drei- bis Fuenffache der Marktpreise. Gehe stattdessen in das obere Stockwerk des Zentralmarkts, wo die Einheimischen einkaufen. Ein Paeckchen echten Ceylon-Zimts kostet dort 200-400 LKR statt 1.500 LKR im Touristenladen. Achte auf das Qualitätsmerkmal: Echter Ceylon-Zimt ist hell, duenn und blaettrig, während der billigere Cassia-Zimt dunkel und dick ist.
6. Sonntags in die Kirche gehen: Kandy hat eine lebendige christliche Gemeinde. Die St. Paul's Church und die St. Anthony's Cathedral halten sonntags Gottesdienste auf Singhalesisch und Englisch. Selbst wenn du nicht religioes bist, sind die Gesaenge und die Gemeinschaft ein eindrucksvolles Erlebnis.
7. Regenschirm immer dabei haben: Auch in der Trockenzeit kann es in Kandy ploetzlich und heftig regnen. Ein kleiner, faltbarer Regenschirm ist essentiell. Wenn du keinen hast, kaufe einen am Markt für 300-500 LKR. Regenjacken sind bei der Luftfeuchtigkeit unangenehm -- ein Schirm ist immer die bessere Wahl.
8. Bahirawakanda-Buddha zum Sonnenuntergang besuchen: Die große weiße Buddha-Statue auf dem Bahirawakanda-Hügel wird von Touristen oft übersehen, obwohl der Aufstieg nur 20 Minuten dauert und der Blick über Kandy bei Sonnenuntergang spektakulaer ist. Der Eintritt ist frei (Spende erwuenscht). Gehe etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang los.
9. Essen in 'Hotels': In Sri Lanka bezeichnen sich viele einfache Restaurants als 'Hotel'. Wenn Einheimische sagen 'Lass uns ins Hotel gehen', meinen sie Mittagessen, nicht Übernachten. Die besten lokalen Restaurants in Kandy heißen: Muslim Hotel, New Buhari Hotel, City Hotel Restaurant -- alles Restaurants mit ausgezeichnetem Essen.
10. Poya-Tage strategisch nutzen: An Vollmond-Poya-Tagen ist Alkohol verboten und viele Fleischrestaurants geschlossen. Nutze diese Tage bewusst: Der Zahntempel ist festlich geschmueckt und besonders belebt, und die vegetarischen Gerichte, die überall angeboten werden, gehören zum Besten, was die sri-lankische Küche zu bieten hat.
11. Udawattakele Forest Reserve am frühen Morgen: Dieses Waldreservat direkt hinter dem Zahntempel (Eintritt 650 LKR) ist ein verborgenes Juwel. Gehe zwischen 6:00 und 8:00 Uhr, wenn die Vögel am aktivsten sind. Du kannst Sri-Lanka-Rieseneichhoernchen, Flughunde und mit Glueck sogar einen Weißbauchseeadler sehen. Der Wald bietet auch Ruhe und Kuehle -- ideal nach dem Trubel der Stadt.
Transport und Kommunikation
Anreise aus dem DACH-Raum
Fluege: Aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz gibt es nur wenige Direktverbindungen nach Sri Lanka. Die gaengigsten Routen führen über die Golfstaaten: Emirates (via Dubai), Qatar Airways (via Doha) oder Etihad (via Abu Dhabi) bieten tägliche Fluege ab Frankfurt, Muenchen, Wien und Zuerich nach Colombo Bandaranaike International Airport (CMB). Condor fliegt saisonal (November bis April) ab Frankfurt direkt nach Colombo -- eine der wenigen europaeischen Direktverbindungen und mit etwa 10 Stunden Flugzeit die schnellste Option. Sri Lankan Airlines bietet Umsteigeverbindungen über verschiedene Hubs an. Preise schwanken stark: In der Nebensaison (Mai-September) findest du Hin- und Rückfluege ab 450 EUR, in der Hauptsaison (Dezember-März) eher 650-900 EUR. Tipp: Buche mindestens drei Monate im Voraus und vergleiche über Skyscanner oder Google Flights. Gabelflug-Optionen (z.B. Hin nach Colombo, Rück ab Mattala im Sueden) können günstiger sein.
Vom Flughafen nach Kandy
Option 1 -- Privater Transfer: Am komfortabelsten. Buchbar über dein Hotel oder am Flughafenschalter (12.000-15.000 LKR / 35-45 EUR, 3-4 Stunden je nach Verkehr). Tipp: Buche über PickMe oder Über -- das ist oft günstiger als die Flughafentaxis. Die Fahrt führt über die Colombo-Kandy-Autobahn (E03) und ist gut ausgebaut. Rechne mit laengerer Fahrzeit während der Rush Hour (7-9 Uhr und 17-19 Uhr).
Option 2 -- Zug: Die günstigste und atmosphaerischste Option. Nimm zuerst den Flughafenbus zum Bahnhof Colombo Fort (kostenloser Shuttlebus zum Negombo-Busbahnhof, dann Bus 240 nach Colombo, ca. 2 Stunden). Von Colombo Fort faehrt der Zug nach Kandy (3-3,5 Stunden, 2. Klasse: 250 LKR / 0,75 EUR, 1. Klasse: 1.000 LKR / 3 EUR). Die Zugfahrt führt durch malerische Landschaften, aber plane insgesamt 6-7 Stunden vom Flughafen bis Kandy ein. Der Intercity Express um 7:00 Uhr ab Colombo Fort ist der schnellste und komfortabelste Zug.
Option 3 -- Bus: Vom Busbahnhof Colombo (erreichbar per Bus vom Flughafen) fahren klimatisierte Expressbusse nach Kandy (3,5 Stunden, 600-800 LKR / 1,80-2,50 EUR). Nicht-klimatisierte Busse sind billiger (200 LKR) aber langsamer und überfuellt. Die Expressbusse fahren auf der Autobahn und sind überraschend komfortabel mit Sitzplatzgarantie.
Fortbewegung in Kandy
Tuk-Tuk: Das Hauptverkehrsmittel für Touristen. Immer vorher den Preis verhandeln. Innerstaedt: 200-400 LKR. Laengere Strecken: 600-1.500 LKR. Für Tagesausflüge: 5.000-8.000 LKR inklusive Wartezeit. Nutze die App PickMe für faire Preise ohne Verhandlung -- die App zeigt dir den Preis vorher an, und du vermeidest unangenehme Überraschungen.
Lokale Busse: Extrem günstig (20-50 LKR für die meisten Strecken), aber chaotisch. Busse haben keine festen Fahrplaene -- sie fahren, wenn sie voll sind. Frage am Busbahnhof nach dem richtigen Bus. Nuetzlich für Standardstrecken wie Kandy-Peradeniya (Bus 644) oder Kandy-Dambulla. Halte deine Wertsachen immer im Blick, besonders in vollen Bussen.
Zu Fuß: Das Stadtzentrum ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. Vom Busbahnhof zum Zahntempel sind es 10 Minuten, zum Kandy-See 5 Minuten. Buergersteige sind allerdings schmal und manchmal inexistent -- sei vorsichtig im Verkehr. Trage bequeme Schuhe mit guter Sohle, da viele Wege bergauf führen.
Mietwagen: Nicht empfohlen. Der Verkehr in Sri Lanka ist chaotisch, es herrscht Linksverkehr, und die Straßen außerhalb der Autobahnen sind eng und kurvig. Wenn du flexibel sein willst, miete lieber einen Fahrer mit Auto (ab 8.000 LKR / 24 EUR pro Tag) -- das ist sicherer, stressfreier und oft günstiger als ein Mietwagen mit Versicherung.
Internet und Kommunikation
SIM-Karte: Kaufe am Flughafen Colombo eine lokale SIM-Karte von Dialog oder Mobitel. Ein Touristenpaket mit 20-40 GB Daten für 30 Tage kostet 1.500-3.000 LKR (4,50-9 EUR). Du brauchst deinen Reisepass für die Registrierung. Das 4G-Netz in Kandy ist zuverlaessig und schnell genug für Videoanrufe und Navigation. Dialog hat die beste Abdeckung im Hochland.
WLAN: Die meisten Hotels und Guesthouses bieten kostenloses WLAN, die Geschwindigkeit variiert aber stark. In Cafés wie dem Empire Café oder im Kandy City Centre Einkaufszentrum gibt es ebenfalls WLAN. Für zuverlaessiges Internet empfehlen wir die lokale SIM-Karte als Backup.
Nuetzliche Apps: PickMe (Tuk-Tuk und Taxi, funktioniert wie Über), Google Maps (funktioniert offline, Karten vorher herunterladen!), Google Translate (Singhalesisch-Deutsch offline verfügbar), Über (weniger Fahrer als PickMe, aber funktioniert), XE Currency (für schnelle LKR-EUR-Umrechnungen). Lade alle Apps und Offline-Karten vor der Abreise herunter.
Strom: Sri Lanka nutzt britische Steckdosen (Typ G, drei rechteckige Stifte). Ein Reiseadapter ist notwendig. Die Netzspannung betraegt 230V/50Hz -- also kompatibel mit europaeischen Geraeten, du brauchst nur den Adapter. In manchen älteren Unterkuenften gibt es auch Typ D-Steckdosen (drei runde Stifte) -- ein Universaladapter ist die sicherste Wahl. Kaufe ihn in Deutschland, da die Qualität dort besser ist als bei den günstigen Adaptern am Flughafen in Colombo.
Für wen ist Kandy geeignet: Fazit
Kandy ist ideal für alle, die Sri Lanka jenseits der Straende erleben wollen. Kulturinteressierte finden hier einen der heiligsten buddhistischen Orte der Welt, Naturliebhaber die schönsten Gärten und Wanderwege des Landes, und Feinschmecker eine Küche, die wuerziger und vielfaeltiger ist als an der Küste.
Für Familien mit Kindern ist Kandy gut geeignet: Der Botanische Garten, der See und die Tempelbesuche sind auch für juengere Reisende spannend. Backpacker schaetzen die niedrigen Preise und die gute Anbindung an andere Reiseziele. Paare finden in den Boutique-Hotels auf den Hügeln romantische Rückzugsorte mit atemberaubendem Blick.
Weniger geeignet ist Kandy für reine Strandurlaube (der nächste Strand ist drei Stunden entfernt) und für Reisende, die Nachtleben suchen -- die Stadt wird nach 21:00 Uhr ruhig. Auch wer extreme Hitze schlecht vertraegt, sollte die Monate März und April meiden.
Insgesamt gehört Kandy zu den Orten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Mischung aus kolonialer Geschichte, lebendiger buddhistischer Tradition, überwaeltigender Natur und herzlicher Gastfreundschaft macht diese Stadt zu einem Highlight jeder Sri-Lanka-Reise. Plane mindestens drei Nächte ein -- besser fuenf bis sieben, wenn du auch die Umgebung erkunden moechtest. Du wirst es nicht bereuen.