Baracoa ist Kubas ungewöhnlichste Stadt. Die erste Hauptstadt der Insel (1511!), bis in die 1960er Jahre durch Berge von der Welt abgeschnitten, hat sie einen einzigartigen Charakter bewahrt. Hier wächst Kubas bester Kakao, seltene Tiere leben in den umliegenden Wäldern, und die Einheimischen sprechen ihren eigenen Dialekt. Wenn Sie ein Kuba sehen wollen, das fast niemand gesehen hat – kommen Sie nach Baracoa.
Warum hinfahren
Baracoa ist für Abenteuer. Keine All-inclusive-Strandresorts, keine Touristenmassen, keine Varadero-Infrastruktur. Aber es gibt:
— Schokoladenfabrik und Kakaofarmen
— Humboldt-Nationalpark (UNESCO) mit einzigartiger Flora und Fauna
— Berg El Yunque mit Blick auf die ganze Region
— Wilde Strände ohne Hotels
— Kolumbus' Kreuz in der Kathedrale – das einzige erhaltene von 29, die er auf der Insel aufstellte
Anreise
Deshalb ist Baracoa so besonders – hierher zu kommen ist nicht einfach.
Von Santiago de Cuba: 4-5 Stunden mit dem Bus auf der Bergstraße La Farola. Serpentinen, atemberaubende Aussichten – eine der schönsten Straßen Kubas. Transtur-Bus (buchen Sie bei HavanaTur in Santiago).
Mit dem Flugzeug: kleiner Flughafen Gustavo Rizo, seltene Flüge.
Die meisten Touristen kommen aus Santiago im Rahmen einer Reise durch Ostkuba.
Schokolade
75% des kubanischen Kakaos wächst rund um Baracoa. Das Klima ist perfekt – französische Siedler aus Haiti erkannten das schon im 19. Jahrhundert.
Schokoladenfabrik (Che Guevara eröffnete sie 1963!) – kann besucht werden.
Kakaofarmen – Touren mit Verkostungen.
Casa del Chocolate – Café am Hauptplatz mit heißer Schokolade aus lokalem Kakao.
Probieren Sie: Chorote – lokales Getränk aus Kakao, Kokosmilch, Bananenmehl und Zimt. Einzigartig.
Natur
Humboldt-Park – UNESCO-Nationalpark. Kubas Zentrum der Biodiversität. Seltene Vögel, endemische Pflanzen, Wasserfälle. Führer erforderlich, Touren werden in der Stadt organisiert.
El Yunque – Berg mit flacher Spitze (575 m), von überall sichtbar. 2-3 Stunden Aufstieg, die Aussicht lohnt die Mühe.
Strände: Playa Blanca und Playa Maguana – wild, weißer Sand, fast keine Menschen. Keine Hotels, keine Erschließung.
Übernachtung
Nur Casas Particulares – praktisch keine Hotels. 15-25 Dollar pro Zimmer mit Frühstück. Gastgeber helfen bei der Organisation von Touren.
Wo essen
Die lokale Küche ist einzigartig – überall Kokosnuss. Probieren Sie Cucuruchos (Kokos-Honig-Bonbons in Palmblättern), Bacán (Bananenpüree mit Krabbe) und natürlich Schokolade.
Wie viel Zeit
2-3 Nächte: Minimum. Stadt + Schokolade + eine Wanderung (Yunque oder Humboldt).
4-5 Nächte: wenn Sie den Park ernsthaft erkunden und an den Stränden entspannen wollen.
Praktische Tipps
— Straße von Santiago ist schön aber anstrengend – planen Sie nicht viel für den Ankunftstag
— Mückenschutz unbedingt nötig – Tropen, Moskitos
— Nur Bargeld
— Internet schwach selbst für kubanische Verhältnisse
— Buchen Sie Casa im Voraus – kleine Stadt