Amsterdam Reiseführer 2025: Alles, was Sie wissen müssen
Amsterdam ist eine Stadt der Kontraste und der Freiheit, wo mittelalterliche Grachten auf hochmoderne Architektur treffen und jahrhundertealte Traditionen harmonisch mit progressiven Ideen verschmelzen. Die niederländische Hauptstadt zieht Millionen von Besuchern mit ihren weltberühmten Museen, malerischen Brücken, gemütlichen Cafés und der einzigartigen Atmosphäre der Toleranz an. Sie können den Vormittag mit Meisterwerken von Rembrandt und Van Gogh verbringen, nachmittags entlang der Grachten aus dem 17. Jahrhundert radeln und abends ein Konzert im legendären Concertgebouw genießen. Amsterdam bietet für jeden etwas: von romantischen Bootsfahrten bis zum pulsierenden Nachtleben, von Flohmärkten bis zu High-Fashion-Boutiquen. Dieser umfassende Reiseführer deckt alles ab, was Sie für Ihre perfekte Amsterdam-Reise 2025 wissen müssen.
Beste Reisezeit
Amsterdam ist das ganze Jahr über wunderschön, aber jede Jahreszeit bietet ein anderes Erlebnis. Der Frühling (April-Mai) ist die magischste Zeit, wenn die berühmten Tulpen blühen. Der Keukenhof, nur 40 Minuten von der Stadt entfernt, verwandelt sich in ein Meer von über 7 Millionen Blumen. Die Temperaturen liegen zwischen 10-17°C, angenehm zum Spazierengehen, obwohl Regen noch möglich ist.
Der Sommer (Juni-August) ist Hochsaison mit Temperaturen von 17-25°C. Ideal für Terrassen an den Grachten, Open-Air-Festivals und lange Abendspaziergänge. Die Stadt ist jedoch am vollsten, Museumswarteschlangen können Stunden dauern, und Unterkunftspreise sind 30-50% höher als im Durchschnitt. Buchen Sie Hotels und Museumtickets im Voraus.
Der Herbst (September-November) bringt weniger Touristen, aber zunehmend unvorhersehbares Wetter – häufiger Regen und kühlere Temperaturen erfordern Schichten und einen Regenschirm. Der Vorteil ist, dass Sie Museen in Ruhe genießen können und bessere Unterkunftsangebote finden. Der Winter (Dezember-Februar) ist kalt und feucht, aber die Stadt verwandelt sich zu Weihnachten: Grachten funkeln mit Lichtern, das Amsterdam Light Festival erhellt die Wasserwege, und auf dem Museumplein erscheint eine Eisbahn. Wintertemperaturen liegen bei etwa 0-6°C.
Silvester in Amsterdam ist legendär – und chaotisch. Die ganze Stadt wird zu einer riesigen Party mit Feuerwerk überall. Ein unvergessliches Erlebnis, obwohl manche es überwältigend finden.
Anreise
Von Deutschland aus gibt es zahlreiche Direktflüge nach Amsterdam von Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg und anderen Städten. KLM, Lufthansa, Eurowings und easyJet bedienen regelmäßige Routen. Der Flug dauert nur 1-1,5 Stunden. Hin- und Rückflug kosten je nach Saison und Buchungsvorlauf 80-200€. Als Alternative bieten sich ICE-Verbindungen an: Von Frankfurt sind es etwa 4 Stunden, von Köln nur 2,5 Stunden.
Der Flughafen Schiphol liegt nur 17 km vom Stadtzentrum entfernt und ist hervorragend angebunden. Die schnellste Art ins Zentrum ist der NS-Zug, der alle 10-15 Minuten zum Hauptbahnhof Amsterdam Centraal fährt. Die Fahrt dauert 15-20 Minuten und kostet etwa 6€. Tickets können an Automaten oder über die NS-App gekauft werden. Die Express-Busse 197 und 397 fahren zum Leidseplein und Museumplein für etwa 7€.
Deutsche Staatsangehörige benötigen als EU-Bürger kein Visum für die Niederlande. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt. Es gibt keine Aufenthaltsbeschränkung für EU-Bürger.
Fortbewegung
Amsterdam ist eine kompakte Stadt, und die meisten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar. Das historische Zentrum lässt sich in wenigen Stunden zu Fuß erkunden. Für längere Strecken ist der öffentliche Nahverkehr ausgezeichnet.
Das Nahverkehrsnetz umfasst Straßenbahnen (16 Linien), U-Bahn (5 Linien), Busse und Fähren. Bezahlen Sie mit einer kontaktlosen Bankkarte (beim Ein- und Aussteigen an das Lesegerät halten) oder mit der OV-chipkaart. Einzelfahrten kosten etwa 3,40€, aber Tageskarten sind günstiger: 24-Stunden-Pass kostet 9€, 48 Stunden 15€, 72 Stunden 21€. Diese decken alle städtischen Verkehrsmittel ab.
Das Fahrrad ist Amsterdams inoffizielles Symbol. Mit über 800 km Radwegen fahren die Einheimischen bei jedem Wetter Rad. Touristen können Fahrräder ab 10-15€/Tag an zahlreichen Verleihstationen mieten (MacBike, Yellow Bike, Swapfiets). Eine wunderbare Art, die Stadt wie ein Einheimischer zu erleben, erfordert aber etwas Übung: Radwege sind stark befahren mit eigenen Regeln (Fußgängern Vorrang gewähren, Klingel benutzen), und ein stabiles Schloss ist unerlässlich – Fahrraddiebstahl ist häufig.
Grachtenboote sind nicht nur Touristenattraktion, sondern auch öffentlicher Verkehr. Kostenlose GVB-Fähren überqueren das IJ rund um die Uhr. Für romantische Erkundungen können Sie ein Boot ohne Kapitän mieten (ab 50€/Stunde) oder an einer Führung teilnehmen (ab 15€/Person). Hop-on-Hop-off-Boote (etwa 25€) sind praktisch für Erstbesucher.
Stadtviertel
Amsterdam ist klein, aber seine Viertel haben unterschiedliche Persönlichkeiten. Sie zu kennen hilft bei der Wahl der Unterkunft und bei der Routenplanung.
Centrum ist das historische Herz mit den Hauptattraktionen: Dam-Platz, Königspalast, Oude Kerk, Rotlichtviertel (De Wallen) und unzählige Grachten. Es ist das touristischste und teuerste Viertel zum Übernachten, aber alles ist vor der Tür. Der Hauptbahnhof ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt.
Jordaan ist ein ehemaliges Arbeiterviertel, heute eines der charmantesten und fotogensten Viertel Amsterdams. Enge Straßen an malerischen Grachten, unabhängige Galerien, Antiquitätenläden, atmosphärische Cafés und Restaurants. Hier befindet sich das Anne-Frank-Haus. Jordaan zieht Kreative und Liebhaber böhmischer Atmosphäre an.
Museumsviertel (Museumkwartier) ist das elegante Gebiet rund um den Museumplein mit den großen Museen: Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Stedelijk. Hier sind auch das Concertgebouw, der Vondelpark und Luxusgeschäfte an der P.C. Hooftstraat. Perfekt für Kunstliebhaber und eine verfeinerte Atmosphäre.
De Pijp ist ein multikulturelles, jugendliches, trendiges Viertel südlich des Zentrums. Berühmt für den Albert-Cuyp-Markt (der größte der Niederlande), zahlreiche ethnische Restaurants, hippe Bars und Vintage-Läden. Die Atmosphäre ist entspannter und lokaler. Ideal, um die Stadt wie ein echter Amsterdamer zu erleben.
Oost (Ost) ist ein schnell gentrifizierendes Viertel, das an Popularität gewinnt. Hier sind der Oosterpark, der Zoo Artis, der Botanische Garten und das Tropenmuseum. Viele Cafés und Restaurants mit lokaler Atmosphäre und niedrigere Preise als im Zentrum.
Noord (Nord) liegt jenseits des IJ, einst eine industrielle Randzone. Heute ist es das Epizentrum der Kreativität: Ehemalige Werften beherbergen Kulturzentren wie NDSM und den A'DAM Toren mit der besten Aussichtsplattform der Stadt. Kostenlose Fähren von Centraal fahren rund um die Uhr.
Sehenswürdigkeiten
Rijksmuseum ist das wichtigste Kunstmuseum der Niederlande und eines der bedeutendsten der Welt. Seine Sammlung von über 8.000 Werken umfasst Meisterwerke von Rembrandt (Die Nachtwache), Vermeer, Hals und anderen Meistern des Goldenen Zeitalters. Das neugotische Gebäude ist selbst ein Kunstwerk. Planen Sie mindestens 2-3 Stunden ein. Eintritt etwa 23€; online buchen, um Warteschlangen zu vermeiden.
Van Gogh Museum beherbergt die weltweit größte Sammlung des postimpressionistischen Meisters: über 200 Gemälde, 500 Zeichnungen und Hunderte von Briefen. Verfolgen Sie seine Entwicklung von frühen holländischen Werken bis zu brillanten Sonnenblumen und Sternennächten. Das Museum ist modern und interaktiv mit Audioguides auf Deutsch. Eintritt etwa 22€; Online-Buchung ist obligatorisch – ohne zeitgebundenes Online-Ticket kein Einlass.
Anne-Frank-Haus ist das Gebäude, in dem sich das jüdische Mädchen Anne Frank und ihre Familie während des Zweiten Weltkriegs vor den Nazis versteckten. Das Hinterhaus hinter dem Bücherregal ist fast unverändert erhalten. Einer der emotional ergreifendsten Orte Amsterdams. Tickets etwa 16€; 6-8 Wochen im Voraus buchen – das beliebteste Museum der Stadt.
Königspalast (Koninklijk Paleis) am Dam ist die offizielle Residenz des niederländischen Königs, wird aber hauptsächlich für Zeremonien genutzt. Das prächtige Gebäude aus dem 17. Jahrhundert bietet Marmorinterieur und eine Kunstsammlung. Eintritt etwa 12,50€. Geöffnet, wenn keine offiziellen Veranstaltungen stattfinden.
Rotlichtviertel (De Wallen) ist eines der ältesten Viertel der Stadt und vielleicht das berühmteste solche Viertel der Welt. Die rot beleuchteten Fenster sind nur ein Teil des Bildes; hier finden Sie auch historische Kirchen, Bars, Coffeeshops und Museen. Tagsüber und nachts sicher, aber beachten Sie die Regeln: Fotografieren Sie niemals die Sexarbeiterinnen (streng verboten), handeln Sie nicht und benehmen Sie sich nicht vulgär. 2025 setzen sich Reformen fort – die Stadt plant, einige Einrichtungen aus dem Zentrum zu verlagern.
Amsterdams Grachten sind UNESCO-Weltkulturerbe. Die drei Hauptgrachten (Herengracht, Keizersgracht, Prinsengracht) bilden konzentrische Halbringe um die Altstadt. Eine Bootsfahrt ist die klassische Art, die Stadt vom Wasser aus zu sehen.
Keukenhof (45 Minuten von der Stadt) ist der größte Blumengarten der Welt, nur von Ende März bis Mitte Mai geöffnet. Über 7 Millionen Tulpen, Narzissen und Hyazinthen schaffen unglaubliche Arrangements. Eintritt etwa 20€ plus Transport. Kommen Sie früh (Öffnung um 8 Uhr), um Menschenmassen zu vermeiden.
Neu in 2025
Renovierung des Hauptbahnhofs setzt sich fort. Bis 2025 ist das neue unterirdische Fahrradparkhaus für 11.000 Räder – das größte der Welt – fertiggestellt. Auch der Fußgängerzugang zur Uferpromenade wird verbessert.
Einschränkungen im Rotlichtviertel werden strenger. Die Stadt setzt Maßnahmen zur Reduzierung des Touristendrucks fort: Die Verlagerung einiger Schaufenster in ein spezielles Erotikzentrum außerhalb des Zentrums wird diskutiert. Geführte Gruppentouren durch das Viertel sind bereits verboten.
Neue Coffeeshop-Regeln: Die Stadt erwägt, den Cannabis-Verkauf an Touristen in Coffeeshops im Zentrum zu verbieten. Dies wird noch diskutiert, informieren Sie sich vor Ihrer Reise.
Erweiterung des Rijksmuseums: Das Museum hat neue Galerien zum niederländischen Design und zur Sklavengeschichte eröffnet.
Umweltinitiativen: Ab 2025 sind Dieselfahrzeuge, die vor 2005 hergestellt wurden, im Stadtzentrum verboten. Autofreie Zonen werden ausgeweitet.
Essen und Restaurants
Die niederländische Küche geht über Käse und Hering hinaus. Als kosmopolitische Stadt bietet Amsterdam enorme Vielfalt, und lokale Köche interpretieren traditionelle Gerichte neu.
Holländischer Hering (haring) ist ein Muss. Frischer, leicht gesalzener Hering, serviert mit Zwiebeln und Gurken an Ständen in der ganzen Stadt. Die klassische Art ist, ihn am Schwanz zu halten und ganz zu essen (oder ihn geschnitten zu bestellen). Etwa 4-5€. Beste Stände: Frens Haringhandel am Hauptbahnhof und Stubbe's Haring am Singel.
Käse ist der Stolz der Niederlande. Gouda, Edamer, alter und junger – probieren Sie verschiedene Sorten auf Märkten oder in Fachgeschäften. Besuchen Sie die Reypenaer-Käseverkostung (etwa 20€). Der Albert-Cuyp-Markt bietet gute Preise.
Stroopwafels sind Waffelkekse mit Karamellfüllung, die man am besten über einer heißen Tasse Kaffee wärmt. Kaufen Sie sie frisch auf Märkten (1-2€ pro Stück), nicht in Souvenirläden. Beste Marke: Van Wonderen Stroopwafels.
Bitterballen sind knusprig frittierte Fleischbällchen, der traditionelle Biersnack. Serviert mit Senf in jedem Café und jeder Bar. Eine Portion kostet 5-8€.
Indonesische Küche ist ein koloniales Erbe. Rijsttafel (Reistisch) bietet Dutzende kleiner Gerichte zusammen: Satay, Rendang, Gado-Gado und mehr. Probieren Sie es im Blauw oder Tempo Doeloe (ab 35€/Person).
Gehobene Küche: Amsterdam hat zwei Drei-Sterne-Michelin-Restaurants – Librije's Zusje und &samhoud places. Ein- und Zwei-Sterne-Restaurants bieten Degustationsmenüs ab 100€.
Café-Kultur: Traditionelle Bruine Kroegen (Braune Cafés) sind gemütliche Lokale mit dunklen Holzinterieurs, in denen man Bier oder Kaffee genießen kann. Café 't Smalle im Jordaan und Café Hoppe sind klassische Beispiele.
Nachtleben
Amsterdam ist berühmt für sein liberales und vielfältiges Nachtleben. Von klassischen Jazzclubs bis zu Underground-Techno-Partys gibt es Unterhaltung für jeden Geschmack.
Coffeeshops sind legale Einrichtungen, in denen Sie Cannabis kaufen und konsumieren können. Beliebte Touristen-Spots sind Bulldog, Greenhouse und Barney's. Regeln: Käufer müssen 18+ sein, maximal 5 Gramm, nur im Inneren konsumieren. Tabakmischung ist nicht erlaubt (Tabakrauchen in Innenräumen ist verboten), bestellen Sie also pure oder Vaporizer.
Leidseplein und Rembrandtplein sind die Hauptzentren des Nachtlebens mit konzentrierten Bars, Clubs und Restaurants. Die Atmosphäre ist touristisch und laut, aber lustig. Locations wie Melkweg und Paradiso bieten Live-Musik und DJ-Sets in ehemaligen Kirchen.
Techno-Szene: Amsterdam ist eine Welthauptstadt der elektronischen Musik. De School (in einem ehemaligen Schulgebäude) zählt regelmäßig zu den besten Clubs der Welt. Shelter – ein unterirdischer Club unter einem Restaurant – ist auf Techno spezialisiert. Die Türpolitik kann streng sein.
LGBTQ+-Szene: Amsterdam ist historisch eine der LGBTQ+-freundlichsten Städte der Welt. Reguliersdwarsstraat ist das Zentrum des schwulen Lebens mit Bars, Clubs und Restaurants. Die Canal Pride im August ist eine der größten Pride-Paraden der Welt.
Einkaufen
Amsterdam ist ein Einkaufsparadies: von Flohmärkten bis High-Fashion-Boutiquen, Vintage-Schätzen bis Designer-Funden.
Neun Straßen (De Negen Straatjes) ist ein Viertel zwischen den Grachten Prinsengracht und Singel mit unabhängigen Boutiquen, Vintage-Läden, Ateliers und Galerien. Perfekt für einzigartige Funde und Geschenke.
P.C. Hooftstraat ist die Luxuseinkaufsstraße mit Boutiquen von Chanel, Louis Vuitton, Gucci und anderen High-End-Marken. In der Nähe ist de Bijenkorf, das niederländische Pendant zu KaDeWe.
Albert-Cuyp-Markt ist der größte Straßenmarkt der Niederlande, täglich außer sonntags geöffnet. Frische Produkte, Käse, Kleidung, Blumen, Stoffe – alles zu erschwinglichen Preisen. Authentische lokale Atmosphäre.
Flohmärkte: Waterlooplein ist ein täglicher Flohmarkt mit Antiquitäten und Vintage. IJ-Hallen im Noord ist der größte Flohmarkt Europas, einmal im Monat am Wochenende geöffnet (6€ Eintritt).
Blumenmarkt (Bloemenmarkt) ist der weltweit einzige schwimmende Blumenmarkt am Singel-Kanal. Tulpenzwiebeln, Samen und Souvenirs.
Was man mitbringen sollte: Holländischer Käse, Stroopwafels, Delfter Keramik, Artikel mit Fahrrad- und Tulpenmotiven, holländischer Gin (Jenever), lokale Schokolade.
Reisebudget
Amsterdam ist teuer, eine der teuersten Städte Europas. Aber kluge Planung kann helfen, Kosten zu managen.
Budget-Reisender (80-120€/Tag): Hostel (25-40€/Bett), Frühstück im Hostel oder Supermarkt, Mittagessen an günstigen Orten (10-15€), Abendessen im Café (15-25€), Tagesfahrkarte (9€), 1-2 kostenlose oder günstige Attraktionen.
Mittelklasse (150-250€/Tag): 3-4-Sterne-Hotel (100-180€/Zimmer), Café-Frühstück, Restaurant-Mittagessen (20-30€), Abendessen mit Wein (40-60€), Museen und Unterhaltung (25-40€).
Luxus (300+€/Tag): 5-Sterne- oder Boutique-Grachthotel (250-500€), gehobene Restaurants (100+€/Abendessen), private Touren, Spa, Shopping.
Beispielpreise: Kaffee 3-4€, Bier in der Bar 5-7€, Glas Wein 6-10€, Bitterballen 6-8€, Restaurant-Mittagessen 15-30€, Rijksmuseum-Eintritt 23€, Grachtenfahrt 15-25€.
Touristenkarten: I amsterdam City Card beinhaltet freien Eintritt zu über 70 Museen, öffentliche Verkehrsmittel und Ermäßigungen. 24 Stunden kosten 65€, 48 Stunden 85€, 72 Stunden 100€. Lohnt sich, wenn Sie mehrere große Museen planen.
Kultur und Etikette
Die Niederländer sind bekannt für ihre Direktheit und ihren Pragmatismus. Das Verständnis lokaler Gepflogenheiten hilft, Missverständnisse zu vermeiden.
Direktheit: Niederländer sagen, was sie denken, und schätzen es, wenn andere das auch tun. Das ist keine Unhöflichkeit – es ist kulturell. Nehmen Sie direkte Kommentare nicht persönlich.
Pünktlichkeit: Zu spät kommen gilt als respektlos. Wenn Sie sich verabredet haben, kommen Sie pünktlich. Restaurantreservierungen sind für bestimmte Zeiten.
Radfahrer: Radwege sind heilig. Gehen Sie nicht auf Radwegen (normalerweise rot oder getrennt), stehen Sie nicht darauf und hören Sie auf Klingeln – Radfahrer warnen vor ihrer Annäherung.
Toleranz: Amsterdam ist eine der tolerantesten Städte der Welt. Vielfalt und persönliche Freiheit werden gefeiert. Diskriminierung jeglicher Art ist inakzeptabel.
Rotlichtviertel: Behandeln Sie Sexarbeiterinnen mit Respekt. Das Fotografieren von Frauen in den Fenstern ist streng verboten – Kameras können konfisziert und Geldstrafen verhängt werden.
Trinkgeld: Anders als in den USA ist Trinkgeld nicht obligatorisch, wird aber geschätzt. In Restaurants rundet man die Rechnung auf oder gibt 5-10% für guten Service. In Bars ist Kleingeld in Ordnung.
Reisetipps
Im Voraus buchen: Tickets für das Anne-Frank-Haus, Van Gogh Museum und Rijksmuseum sollten Wochen im Voraus gekauft werden. Das Van Gogh Museum lässt niemanden ohne zeitgebundenes Online-Ticket ein.
Wetter: Bringen Sie zu jeder Jahreszeit Regenschirm und wasserdichte Jacke mit. Das Wetter ändert sich schnell, Regen ist jeden Monat möglich. Im Sommer kann es an einem Tag heiß und kühl sein.
Karten und Bargeld: Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, aber einige kleine Geschäfte und Märkte arbeiten nur mit Bargeld oder lokalen Maestro/V PAY-Karten. Etwas Bargeld zu haben ist ratsam.
Sprache: Praktisch alle Niederländer sprechen ausgezeichnetes Englisch. Grundlegende niederländische Phrasen (Dank u wel – danke, Alstublieft – bitte) werden geschätzt.
Wasser: Leitungswasser in Amsterdam ist von ausgezeichneter Qualität und trinkbar.
Sicherheit: Die Stadt ist sicher, aber Standardvorsichtsmaßnahmen gelten. Achten Sie auf Taschendiebe in Touristengebieten, lassen Sie keine Sachen unbeaufsichtigt, verwenden Sie ein stabiles Schloss für gemietete Fahrräder.
Reiserouten
3 Tage in Amsterdam
Tag 1: Ankunft und Eingewöhnung. Spaziergang durch das Zentrum: Dam-Platz, Königspalast, Einkaufsstraße Kalverstraat. Einstündige Grachtenfahrt. Abend im Jordaan – Abendessen in einem gemütlichen Restaurant.
Tag 2: Vormittag im Van Gogh Museum (9-Uhr-Buchung). Dann Spaziergang durch das Museumsviertel und den Vondelpark. Mittagessen in De Pijp, Besuch des Albert-Cuyp-Marktes. Abend – Rotlichtviertel erkunden (falls interessiert) oder Jazzclub.
Tag 3: Anne-Frank-Haus (im Voraus buchen!), Jordaan erkunden. Rijksmuseum. Abend – Bars oder Clubs am Leidseplein.
5 Tage in Amsterdam
Tage 1-3: Wie oben.
Tag 4: Tagesausflug zum Keukenhof (Frühling) oder Zaanse Schans – Freilichtmuseum mit Windmühlen und traditionellem Handwerk. Abend – Noord: NDSM, A'DAM Toren (Aussichtsplattform und Rooftop-Bar).
Tag 5: Vormittag – Waterlooplein-Markt, Jüdisches Viertel. Nachmittag – Museum nach Wahl (Stedelijk, MOCO, Tropenmuseum). Shopping in den Neun Straßen. Abschiedsabendessen am Grachtenrand.
Tagesausflüge von Amsterdam
Den Haag und Delft (1 Stunde mit dem Zug): Mauritshuis mit Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring, Regierungszentrum, Strand Scheveningen. Delft – charmante Stadt berühmt für Delfter Blau.
Rotterdam (40 Minuten): Moderne Architektur, Kubushäuser, Markthal, Hafen – das komplette Gegenteil von Amsterdam.
Utrecht (30 Minuten): Universitätsstadt mit einzigartigen zweistöckigen Grachten, mittelalterlichem Zentrum und Eisenbahnmuseum.
FAQ
Ist Cannabis in Amsterdam legal?
Cannabis ist halblegal: Kauf und Konsum in lizenzierten Coffeeshops ist erlaubt (18+, bis 5g), aber Rauchen auf der Straße ist verboten und wird bestraft. Mitnahme aus dem Land ist strafbar.
Kann ich auf der Straße Alkohol trinken?
Technisch ja, aber immer mehr Bereiche im Zentrum verbieten es. In Parks und an Uferpromenaden ist es normalerweise erlaubt, aber benehmen Sie sich respektvoll.
Ist das Rotlichtviertel sicher?
Tagsüber und abends – recht sicher. Spät nachts normale Vorsicht wie in jedem Touristenviertel. Hauptproblem sind Taschendiebe.
Wie bekomme ich Tickets für das Anne-Frank-Haus?
Nur online auf der Museumswebsite. Tickets werden 6 Wochen vor dem Besuchsdatum verkauft und sind schnell ausverkauft – setzen Sie eine Erinnerung.
Brauche ich ein Fahrrad?
Nicht unbedingt, aber es ist eine großartige Art, die Stadt wie ein Einheimischer zu erleben. Wenn Sie unsicher sind, üben Sie zuerst in ruhigen Jordaan-Straßen.
Wann blühen die Tulpen?
Höhepunkt ist Mitte April. Keukenhof ist von Ende März bis Mitte Mai geöffnet. Tulpen sind auch auf Feldern außerhalb des Parks zu sehen.